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Wasserdicht und bruchsicher? Die neuen iPhones müssen einiges aushalten.
screenshot: youtube

Wie robust sind das iPhone 6S und 6S Plus wirklich? Diese Videos zeigen die unbequeme Wahrheit

Seit wenigen Tagen im Handel, sind die neuen iPhones bereits zahlreichen Belastungstests unterzogen worden. Zu Wasser, zu Land und in der Luft. Es gibt gute und schlechte Nachrichten.



Was passiert, wenn das iPhone 6S und das iPhone 6S Plus während 60 Minuten in einem Kübel Wasser liegen?

Überraschende Antwort: nicht sehr viel.

Wie das Video zeigt, überstehen die neuen iPhones das Wasserbad unbeschadet. Nach einer ganzen Stunde im Wasser scheint noch alles zu funktionieren. Die Geräte lassen sich wie immer bedienen, die Kameras schiessen Fotos und es gibt auch keine Anzeichen dafür, dass eingedrungenes Wasser Probleme verursacht.

iPhone vs. kochendes Wasser

Damit kommen wir zu einem dummen Test. Zu einer Situation, die im Alltag hoffentlich niemals vorkommt: Wenn das iPhone 6S in einen Topf mit kochendem Wasser fällt.

Wie zu erwarten, wird der Bildschirm nach einigen Sekunden schwarz. Aber was passiert, wenn man das Gerät während fünf Minuten im brodelnden Wasser lässt, dann zum Abkühlen in die Gefriertruhe steckt und anschliessend noch einmal kocht? Antwort: Das iPhone läuft noch.

Fazit des Testers: Das iPhone 6S sei das widerstandsfähigste Smartphone, das er bislang gefoltert habe.

iPhone vs. Steinboden

Ein erster «Drop Test» in Australien liess darauf schliessen, dass auch die neuen iPhones ein ziemlich zerbrechliches Display besitzen. Und dies obwohl Apple bei der Präsentation verlauten liess, dass es sich um das bislang stärkste Sicherheitsglas handle.

Andere Sturz- und Bruchtests ergeben nun aber ein differenziertes Bild. Ob aus Hüfthöhe oder gar aus Kopfhöhe: Das iPhone 6S und das 6S Plus können Stürze praktisch unbeschadet überstehen, wenn man von kleinen Spuren am Rahmen absieht. Allerdings dürfte dabei eine gehörige Portion Glück im Spiel gewesen sein ...

Fazit des Testers: Auch nach mehreren Stürzen sähen die neuen iPhones aus, als kämen sie frisch aus der Verpackung. Im Gegensatz dazu gab es bei den Versuchen mit den Vorjahresmodellen (iPhone 6 und 6 Plus) beträchtlichen Schaden zu verzeichnen.

Andere Belastungstests vermögen den positiven Eindruck nicht zu bestätigen. Auch die neuen iPhone-Displays sind trotz Sicherheitsglas alles andere als «unkaputtbar».

#Bendgate reloaded?

Vergiss es!

iPhone vs. Flüssigstickstoff

Nun sind wir endgültig bei den sinnlosen Belastungstests angelangt. Wobei man den bei YouTube veröffentlichten Videos eine gewisse (morbide) Faszination nicht absprechen kann. Viele Leute sind fasziniert und gleichzeitig abgestossen, wenn neue, glänzende Gadgets auf möglichst brutale Weise in den Tech-Himmel befördert werden.

Flüssigstickstoff ist eine farblose Flüssigkeit, deren Siedepunkt bei Minus 196 Grad Celsius liegt. Bei unvorsichtigem Gebrauch kann sie in kürzester Zeit schwere Verbrennungen verursachen – etwa dann, wenn man einen metallischen Ring am Finger trägt.

Phil Schiller, Senior Vice President of Worldwide Marketing at Apple Inc, speaks about the features for new iPhone 6s and iPhone 6s Plus during an Apple media event in San Francisco, California, September 9, 2015. Reuters/Beck Diefenbach

«Strongest cover glass»: WTF?!
Bild: BECK DIEFENBACH/REUTERS

Das Fazit

Seit wenigen Tagen sind die neuen iPhones erhältlich (zumindest in den ersten zwölf Ländern) und so sind bereits zahlreiche unabhängige Belastungstests durchgeführt worden. Die Resultate sind aus Nutzersicht nur teilweise befriedigend. Erfreulich ist, dass die neuen Apple-Handys ziemlich wasserdicht sind. Ein Sturz ins WC oder ein anderes Malheur muss also nicht teuer werden.

Erfreulich ist auch, dass Apple den Aluminium-Rahmen verstärkt hat. Unerfreulich ist hingegen nach wie vor der mangelhafte Display-Schutz. Bei der Präsentation der neuen iPhones Anfang September hat Apple das Sicherheitsglas nicht angesprochen, sondern nur auf einer Folie aufgeführt  – wohl aus gutem Grund. Fast in jedem «Drop Test»-Video sehen wir einen zersplitterten Bildschirm. Vorsichtige kommen nicht um eine Hülle oder Schutzfolie herum. Das müsste alles andere als im Sinn des Chefdesigners sein. Der Brite Jony Ive ist bekennender Schutzhüllen-Purist.

Fazit: Nimmt man den im Vergleich mit den Vorjahresmodellen geschrumpften Akku dazu, dann enttäuscht Apple bei zwei aus Konsumentensicht zentralen Punkten. Das ist für ein Unternehmen, das sich zurecht mit der hohen Benutzerfreundlichkeit seiner Geräte brüstet, eine niederschmetternde Erkenntnis.

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