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Das Leben ist kein Glücksrad, das sich immerzu für uns dreht. Dafür sorgen allein schon die Schwerkraft, die menschlichen Unzulänglichkeiten und unser anfälliger Körper. Bild: shutterstock.com

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Wieso die ständige Jagd nach Glück krank macht

Und das positive Denken auch.



Eine beliebte Disziplin der Esoterik ist das positive Denken. Alle erleben diese Methode bei alltäglichen Gesprächen – «Du musst nur positiv denken, dann kommt alles gut!» –, doch die wenigsten kennen den esoterischen Ursprung dieser vermeintlich unverfänglichen Redewendung.

Die Kurzdefinition des positiven Denkens: Schubse alles aus deinem Leben, was sich negativ anfühlt. Denn was du nicht wahrnimmst, das existiert nicht. Basta.

Joseph Murphy, der Urvater des positiven Denkens, brachte das Denkkonzept so auf den Punkt: Etwas existiert nur dann, wenn wir eine Idee davon haben und sie im Bewusstsein verankern. Das verleitet manche Esoteriker zur Behauptung, den Tod gebe es nur, weil wir an ihn denken. Was bedeutet: Verbanne das Ende allen Seins aus deinem Bewusstsein und du lebst ewig.

Computer, Häuser, Maschinen waren einst lediglich Ideen, die sich materialisiert haben.

Murphys Idee, die letztlich ein ganzes Heilskonzept umfasst, beruht auf dem Visualisieren. Alles, was wir mantramässig imaginieren, verwirklicht sich in der materiellen Welt, behauptet Murphy.

Konkret: Alles entsteht im Geist. Computer, Häuser, Maschinen waren einst lediglich Ideen, die sich materialisiert haben.

«Reichtum ist eine gute Gewohnheit»

Der Esoteriker erklärte im Brustton der Überzeugung, «Wohlstand ist eine Geisteshaltung». Wer sich laut Murphy anstrengt, um reich zu werden, macht einen Fehler. «Reichtum ist eine gute Gewohnheit, Armut dagegen eine schlechte – das ist der ganze Unterschied zwischen Reichtum und Armut», schrieb der Amerikaner, der mit seinen Büchern über das positive Denken die Hitparaden stürmte und Millionär wurde.

In beispiellosem Zynismus erklärt er die Armut für eine geistige Krankheit. Abgesehen davon, dass Murphys Ideen und Konzepte geistiger Schrott sind, der unser Bewusstsein bis in die heutigen Tage vergiftet, ist das positive Denken auch aus psychologischer Sicht bedenklich.

Warum? Das Leben ist kein Glücksrad, das sich immerzu für uns dreht. Dafür sorgen allein schon die Schwerkraft, die menschlichen Unzulänglichkeiten und unser anfälliger Körper.

Wer das Negative systematisch ausklammert, entwickelt keine Strategien, Probleme und Krisen zu bewältigen. Er verdrängt die Schwierigkeiten, weil sie dann angeblich nicht wirklich existieren. Dabei ist die Abwehr von Unglück und die Bewältigung von Problemen ein wichtiger Lernprozess.

Die Jagd nach dem Glück wird zur lähmenden Manie

Das positive Denken im esoterischen Sinn ist ein Zwang, der zur Selbstkonditionierung führt und das Glück vertreibt. Man zwingt die Gedanken in ein enges Korsett. Dadurch wird die geistige Freiheit eingeschränkt und die Fantasie in enge Bahnen gelenkt.

Studien zeigen, dass zu hohe Erwartungen das Glücksgefühl beeinträchtigen. Denn wenn sich Hoffnungen und Wünsche nicht erfüllen, können lähmende Selbstzweifel und Ängste entstehen. Die dauernde Jagd nach dem Glück wird dann oft zur lähmenden Manie, die Betroffene unglücklich oder gar depressiv machen kann.

«Emotionale Schwankungen gehören nun mal zu dem Affen, der wir sind.»

Joseph Forgas

Die Suche nach den grossen und starken Gefühlen widerspricht auch dem spirtuellen und esoterischen Konzept der Achtsamkeit und Wahrnehmung der kleinen Schönheiten im Alltag.

Das positive Denken kann ausserdem zu einer emotionalen Regression führen. Es fördert zumindest ein kindlich-naives Weltbild.

Ewiges Glück ist eine Qual

Vor allem aber führt die suggestive Methode des positiven Denkens zu einer egozentrischen Lebenshaltung und Weltsicht. Der Anspruch auf das ewige Glück fördert Rücksichtslosigkeit und asoziales Verhalten. Dabei übersehen Esoteriker gern, dass ewiges Glück eine Illusion ist. Und eine Tortur oder Qual. Denn auch Glücksgefühle nutzen sich ab und verlangen nach immer höheren Dosen. Es sei denn, wir finden auch auf den tieferen Ebenen der Emotionsskala Zufriedenheit.

Der deutsche Philosoph Wilhelm Schmid spricht sogar von einer drohenden Diktatur des Glücks in westlichen Gesellschaften. Auf den Punkt bringt es der australische Psychologe Joseph Forgas: «Emotionale Schwankungen gehören nun mal zu dem Affen, der wir sind.»

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151Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ein Biss~~chen vom Tiger 28.08.2020 09:19
    Highlight Highlight Hat das positive Danken auch mit >> vertraue dem Herrn, er wird's schon machen, << etwas zu tun, doch der Lüge schwarze Spur hinterlässt, indem man einer Lüge glaubt, dass alles ein Schwindel ist, dem blindlinks geglaubt wird, doch später das böse Erwachen komm.

    Das positiven Denken, hat mit blindlinks Glauben zu tun, dass alles gutseinlassen werden soll, ohne Kritik, denn sonst sei es ungehorsam, weil nicht bedingungslos geglaubt wird.

    Und so glaubt halt jedes Mitglied, was ihm vorgehalten und befohlen wird, denn wenn das nicht eingehalten wird, das nie versprochen wurde, gleich in die Hölle kommt, wo heulen und zähneknirschend sein wird.

  • Linus Luchs 27.08.2020 21:11
    Highlight Highlight Wenn ich die Kommentare durchscrolle und die Beiträge von "Ein Biss~~chen vom Tiger" sehe, frage ich mich, ob man die Anzahl Kommentare pro User zu einem Artikel limitieren sollte?
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 28.08.2020 09:51
      Highlight Highlight Positives Denken hat auch mit limitieren etwas zu tun, weil die Tätigkeit tiefer liegt, als anderweitig bei einem unternehmerischen Geist, der nicht das schreibt was andern nach Vorschrift gefällt, sondern das was es ist, nämlich eine kulinarische literarische Götterspeise, die nicht jedem gefällt, doch sonst gebe es diesen Blog gar nicht, und niemand mehr hat keine eigene Meinung mehr, sondern alles verlacht sich in ein weisses flaches unbeschriebenes Blatt, ohne sinnvollen Inhalt, und darum bin ich der Ansicht, dass jeder das Recht hat, so zu schreiben, wie es ihm gegeben ist!
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 28.08.2020 14:32
      Highlight Highlight Hat schon ein Esoteriker selbst ohne jegliches Beihilfen, für sich nur durch seine Inspiration, sein Eigenheim gebaut, wenn dann kann das nur in einem Holly Wood Film eines Science-Fiction möglich sein, und darum bin ich der Auffassung, dass positives Denken, sei so wie es sein kann, offen für jede Phantasie, wo alles möglich ist, man muss es nur glauben, es könnte geschehen, und wird im Ungewissen gelassen, ob da was falsch bei ihnen gelaufen ist, und wegen einen Fehler, eines unbereinigten Fleckens, das Gebet sich nicht erfüllt wurde, u. es ihnen Leid tut, für den Weg und Aufenthalt viel Geld umsonst ausgegeben zu haben.
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 28.08.2020 17:23
      Highlight Highlight Welchen auf irgendeinen seiner eigenen Fehler nicht dazu stehen kann, da muss dem Verdruss Luft gemacht werden, da es nicht ertragen kann, dass ausgerechnet ihn wieder etwas misslungen ist, und deshalb müssen andere Büssen, dass er sich selbst vergeben kann.

      Doch das genügt nicht, denn der Verlust muss noch wieder vergolten werden, auch wenn es die vermeintlich Schuldigen nichts dafür können.

      Und darum heisst das, das Händchen in den Schoss, und ein bisschen privatisieren, und positiv denken, von seinen Anhängern den Zehnten vom Lohngehalt anfordern, und das nennt man positives Denken, die andern machen es schon.
  • Ein Biss~~chen vom Tiger 25.08.2020 20:19
    Highlight Highlight Hat positives urteilen, wirklich mit was denken zu tun, kann jedoch als nicht urteilsfähig erklärt werden, wenn jegliche Wahrnehmung dazu fehlt, die es zu begründen gilt!?

    Was so positiv den Anschein macht, muss nicht unbedingt glaubwürdig sein, sondern muss es nur so annehmen das es positiv ist, alles zu glauben, dass alles richtig und gut ist, was den Leichtgläubigen aufgetischt wird.

    Diese und jene Hypothesen für gesunde Wahrnehmung, mit hervorgerufenen ausschütten der Glückshormonen, wie beim Jumping - Springen, den Adrenalin-Ausstoss, kann auf die Dauer schaden, so bei den Adrenalin Junkie, wo es zur Sucht wird, *

    • Ein Biss~~chen vom Tiger 26.08.2020 07:44
      Highlight Highlight Positiveres Denken hat auch mit nichts tun eine gewisse Verbindung, indem man kritiklos im Bett seinen Träumen nachgeht, wo man glaubt alles unwirkliche in Gedenken umherschwebende, könnte in Erfüllung gehen.

      Als wer durch positives kritikloses Denken umherschweift, macht eigentlich nichts, sondern liegt beriets im Komma.
  • cool zurich boy 25.08.2020 18:14
    Highlight Highlight Was bei Stamm wie immer schwach ist, ist der Umstand, dass der grösste Teil dieser kapitalismusfanatischen Esoterik in den USA nicht neu ist, sondern integraler Bestandteil des dortigen Puritanismus, der das Land seit 400 Jahren dominiert.
    Wenn man nicht endlich tiefer ansetzt, beim Protestantismus selber und seiner pechschwarzen Geschichte aus Massenmorden und hasserfüllter Intoleranz, wird man nie weiterkommen.
    Und das wird in der CH nie geschehen, weil die grössten Städte protestantisch sind. Was die grossen Schweizer Medien über Religion schreiben, ist deshalb meist kaum erst zu nehmen.
  • DieserNicknamewirdschonverwendet 25.08.2020 18:10
    Highlight Highlight Ich denke Glück kann auch ins negative führen. Meiner Meinung nach werden Europa/USA in den nächsten paar Jahrzehnten zu Grunde gehen und vermutlich wird Asien die neue grosse Macht werden. Wir Europäer/Amerikaner sind zu verwöhnt/verweichlicht. Sobald der Wohlstand zu hoch ist, ist der Fall nicht weit entfernt. Wir sind zu "glücklich" bzw. uns geht es zu gut um noch zu realisieren, dass wir uns selber zerstören und untergehen werden. Es ist meiner Ansicht nach nur noch eine Frage der Zeit. Unglück kann einen dazu bewegen, sich weiterzuentwickeln, bei zu viel Glück ist dies nicht notwendig...
  • TheRealSnakePlissken 25.08.2020 14:35
    Highlight Highlight Herr Murphy erzählte da nichts umwerfend Neues. Schon in der Präambel der US-amerikanischen Verfassung wird das Streben nach Glück als von Gott verbrieftes Recht proklamiert (Text unten).
    Immerhin sind sich unsere zwei aktuellen Grossantagonisten USA und China in der Begeisterung für Glücksspiele aller Art (Börse/Casinos etc.) mal einig. 🤑

    „We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness....“
  • Hartmann Stahlberg 25.08.2020 13:59
    Highlight Highlight "Mal unglücklich zu sein gehört zum Leben dazu. Es zu bleiben ist eine Entscheidung."
    Das heisst nicht, dass man schnell einen Schalter umlegen kann. Nö, das ist mit einem grossen (inneren?) Aufwand verbunden. Alles ist vergänglich, das was dich glücklich und unglücklich macht. Totale Hingabe! Auch wenn's sehr sehr schwierig ist. Denkt daran, dass euch das Geschenk des Lebens in den Schoss gelegt wurde und (!) wie ihr damit umgeht!
  • Beteigeuze 24.08.2020 15:24
    Highlight Highlight Jussuf v. 23.8

    Die heutige Maxime heisst: Kein Aufwand = Sprudelndes Geld. Und dieser Mist wird von Eltern noch unterstützt.

    Habe nach langer Zeit mal wieder einen IQ-Test gemacht. Am Ende grosses Lob und ich sei intelligenter als 95 % der Bevölkerung. Lachkrampf, aber es stimmt. Die 95% gibt es und das sind alles Nullen, die nichts können. Verblödung pur.

    Ich war sicher nicht dumm, aber solche wie mich gab es viele. Und: Es gab viele mehr, die ERHEBLICH intelligenter waren als ich.

    So war das früher und deshalb ist mein IQ-Test eine Schande für unsere Zivilisation.
    • Pasionaria 24.08.2020 22:58
      Highlight Highlight
      Fazit:
      Alle Sterne leben unter dem gleichen Himmel, aber sie haben nicht alle den gleichen Horizont!
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 25.08.2020 06:47
      Highlight Highlight Pasionaria, dagegen ist "Albert Einstein" wohl anderer Ansicht, mit seiner Relativitätstheorie;
      E=mc^2
    • Alienus 25.08.2020 17:56
      Highlight Highlight Beteigeuze

      ???
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ian Cognito 24.08.2020 13:08
    Highlight Highlight Glück jagen klingt ja auch brutal!

    Ich lass das mit dem Jagen und bin einfach mal so nbisschen glücklich ;)
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 25.08.2020 10:16
      Highlight Highlight Der Glaube ist kein Garant fürs Glücklichsein, auch ändert es nicht an der Tatsache, dass niemand fehlerfrei ist, und auch nicht dass etwa die Himmelsleiter schneller zu erklimmen ist, denn vielleicht fehlt dazwischen einen Stegsprossen, oder sogar mehrere, und was dann gibt es nur noch ein kräftiges Jumping-Springen, mit grosser Rückschlags-kraft, um mehrere Sprossen zu überwinden!

      Benutzer Bild
    • Ian Cognito 25.08.2020 12:44
      Highlight Highlight @Tiger Hää??
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 25.08.2020 18:47
      Highlight Highlight Positives Denken ist gleich einem Adrenalin-Ausstoss, wenn genügend durch Esoterik und Sport hervorgerufen wird, zu seinem Wohlempfinden führt. Daselbst kann auch beim Arbeitsplatz geschehen, und das bis zur Erschöpfung, bis zu einem tiefen Loch hinein gearbeitet wird, denn die nennt man Adrenalin- Junkie.
  • Ein Biss~~chen vom Tiger 24.08.2020 09:32
    Highlight Highlight Religion ist Opium fürs Volk,


    unmissverständlich ist Glaube um das Zwerchfell des Kirchgängers zu strapazieren, um von der reellen Welt heraus zu reissen, u. in eine Ideologie des Wahnsinns hinein zu reissen, in surrealistischen Welt-Anschauungen, der un-nüchternen fremd-verfassten irrrationalen Trug-schlüssen.



    Leichtgläubig alles gutseinlassen, ohne Kritisch zu hinterfragen, lässt so manche Rätzel stehen, die für ein glückliches Leben zu lösen gibt.

    <Leben und leben lassen> oder hinter religiösen Göttergitter gefangen zu sein, du kannst es wählen!!



    Benutzer Bild
  • Ein Biss~~chen vom Tiger 24.08.2020 08:11
    Highlight Highlight Selber denken, geht nur dann, wenn aus überlegen und Nachdenken, einen gewisses Ziel vor Augen ist, das und jenes zu verwirklichen, und nicht auf die Seite zu schieben,

    >und nicht nur positiv zu denken<, der Herr im Himmel tut es dann schon!?

    Wenn man so überbleibt, fällt der Himmel einem Frommen bald mal aufs Dach, und so kann kurzschlüssig davon ausgehen; HIMMELHOCH jauchzend und zu Tode BETRÜBT,






    • Ein Biss~~chen vom Tiger 25.08.2020 07:07
      Highlight Highlight Hätte Albert Einstein der Physik und Mathematik, noch die Theologie studiert, würde heute der Glaube nicht gesetzlich, sondern relativ sein, da er auf die Realitätstheorie E=mc^2 eine humanere Weltbild geschaffen hätte, das einen Friedensnobelpreis verdient hätte, aber bis heute keinen Ebenbürtigen gefunden hat, der sich für Humane Wissenschaft sich einsetzt.

      Also darf ich davon ausgehen, dass positives Denken, auch etwas mit E=mc^2 zu vergleichbar ist!
  • Pasionaria 23.08.2020 19:12
    Highlight Highlight Alienus
    M. Bamberger
    Erinnert Ihr Euch, wie in einem weit zurückliegenden Blog über das hiesige Thema Ihr auf Sisyphus zu sprechen kamt?
    Interessanter Vergleich zur end-, sowie sinnlosen, da vergeblichen, anstrengende Suche nach dem grenzenlosen Glück - ein nie ans Ziel führendes Unterfangen.
    • Michael Bamberger 24.08.2020 10:16
      Highlight Highlight « L'absurde n'a de sens que dans la mesure où l'on n'y consent pas »


      « Il n'est pas de destin qui ne se surmonte par le mepris. »

      Albert Camus, Le Mythe de Sisyphe
    • Pasionaria 24.08.2020 18:25
      Highlight Highlight M. Bamberger
      ou bien:
      On ne découvre pas l'absurde sans être tenté d'écrire quelque manuel de bonheur.
      A. Camus
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 25.08.2020 08:09
      Highlight Highlight Das Glück im Glauben, des positiven Denkens, hat einen nie dagewesenen Rückschluss, dass damit die Welt sich bessern wird, auch wenn in das Blaue hinaus-leben, den Sinn des Lebens verfehlt, sondern E=mc^2 als letztmöglicher Weg, aus dem Dilemma der Sinnlosigkeit herausführt.

      > denn selbst mit *philosophischen Thesen der "Metaphysik," hat im Leben, noch niemanden mit Dank belohnt!

      Wenn aus verschiedenen Welt weit weg, über die Kontinente hinaus, die Gedanken rekonstruiert würden,

      > wenn das möglich wäre, welches positives Denken würde als nächste Religion entstehen!?



    Weitere Antworten anzeigen
  • Rene Goeckel 23.08.2020 14:54
    Highlight Highlight Was soll dieses Glück überhaupt sein? Ich habe mein Leben so hinbekommen, dass ich zufrieden bin. Was soll ich noch mit Glück?
    • Pasionaria 23.08.2020 23:40
      Highlight Highlight "Was soll ich noch mit Glück?"
      Dass Sie Ihr Leben so hinbekommen haben, dass Sie zufrieden sind, haben Sie dem Zufall und eben doch einer Portion Glück zu verdanken!
      Geniessen Sie's!
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 24.08.2020 10:37
      Highlight Highlight Ich denke was ich will, und was mich beglücket, doch alles in der still, und wie es sich schicket. Mein Wunsch und Begehren kann niemand verwehren, es bleibet dabei:

      Die Gedanken sind frei!
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 24.08.2020 10:42
      Highlight Highlight Drum will ich auf immer den Sorgen entsagen,
      und will mich auch immer mit Grillen mehr plagen.
      Man kann ja im Herzen stets lachen und scherzen
      und denken dabei: Die Gedanken sind frei!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hypatia 23.08.2020 12:37
    Highlight Highlight Nimmt man den Ausdruck "positives Denken" beim Wort, so bedeutet er nichts anderes als die Forderung, zu denken, was ist, und nicht, was nicht ist. Demgegenüber heisst dann "negatives Denken", zu denken, was nicht ist, und nicht, was ist.
    Dieser Gedanke ist zweieinhalbtausend Jahre alt und wurde von Parmenides in seinem Lehrgedicht ausgesprochen.

    Damit ersparen wir uns die ganze Müllabfuhr, die Stamm hier in Dienst nimmt, um den ganzen murphologischen Schrott zu beseitigen.
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 29.08.2020 00:55
      Highlight Highlight Hypatia, die positives denken, die verhalten sich defensiv, ohne je kritisch zu hinterfragen, u. zu prüfen, ob jenes u. dieses sich richtig verhält, oder total falsch ausgerichtet ist.

      Das kommt mir vor wie in den 60. Jahren des letzten Jahrhundert, wo die Blumenkinder, die Hippies sich auch so verhielten, u. jegliche Strukturen gesellschaftlichen Strukturen, sich wiedersetzten, um dann losgelöst von jeglicher Selbstbewusstsein, ohne Sorgen sich von jeglicher Verantwortung, mit Heroin und LSD und Marihuana, und Opium, und Cannabis, Kokain, Morphium, denn Religion ist wie Opium fürs Volk.
  • Billy the Kid 23.08.2020 10:52
    Highlight Highlight Das erzwungene / falsche Glück erkennt man an der Hast und der Hysterie der vemeintlich "Glücklichen".
    Man will noch schnell den Kick - irgendeinen - bevor
    es zurückgeht ins Hamsterrad des Alltags.
    Das passt dem Kapital durchaus in den Kram, denn das Hamsterrad wird durch das falsche Glücksversprechen
    angetrieben.
    Der zentrahle Befehl der Gesellschaft lautet deswegen: Enjoy!
    Wem die Lust dabei vergeht (eine gesunde Reaktion) wird gemieden, da ein solches Verhalten ja schliesslich auch alle anderen an ihrer gesellschaftlich legitimierten Glücksvorstellung zweifeln lassen könnte.
  • Demetria 23.08.2020 00:58
    Highlight Highlight Das Schlimme an dieser Strömung ist, dass sie tatsächlich die Meinung der Psychiatrie wiedergibt. Dem Patienten wird eingeredet er müsse lernen, dass er seine Umwelt nicht ändern könne und dass sein Unglücks nur an seinem Verhalten und seiner Einstellung liege. Scheitert er dann an Mindfulness, Positiv Thinking und Coginitiv Behavior Training, so ist es sein Versagen. Das ist höheres Victim-Blaiming: Wir leben in einer Welt in der kein Job sicher ist, das Sozialsystem löchrig wie ein Käse und das Justizsystem selbst für die Mittelschicht zu teuer. Es gibt gute Gründe depressiv zu sein.
    • Share 23.08.2020 09:16
      Highlight Highlight Als letzthin ein Pulitzer-Kunstkritiker einen Artikel über sein ‚Becoming‘ veröffentlichte, kommentierte ich seine nobelpreiswürdige Kurzbiografie damit, dass wir seit Ende des letzten grossen Krieges an den Pandemien mentale Unterdrückung, Infektions- und Krebserkrankungen leiden.

      Ich verstehe noch immer nicht, wieso sich das Menschenbild des schuldhaft Leidenden so hartnäckig hält. Vor allem die Unterdrückung von Frauen und Minderheiten zehren von dieser Verirrung gestörter Machtverhältnisse.
    • Rabbi Jussuf 23.08.2020 09:19
      Highlight Highlight Demetria
      Blödsinn.
      Die (westliche) Welt war für ein einzelnes Individuum noch nie so gut wie heute.
      Und natürlich kann man seine Umwelt kaum ändern, ausser man ändert etwas an sich, nämlich die eigene Einstellung.
      "Die Welt schuldet mir was!" ist so eine verquere Sicht, die bei dir durchscheint. Mag sein, dass einige damit ein Stück weit durchkommen - solange die Verwöhnung von Mama noch funktioniert.
      Positives Denken alleine funktioniert allerdings auch nicht. Man sollte schon etwas realistisch sein, aber vor allem seine eigenen Grenzen kennen - und akzeptieren lernen.
    • Share 23.08.2020 12:02
      Highlight Highlight @ Rabbi Jussuf
      Es sind Abermillionen mit Psychopharmakons verdient worden. Erst die verordnete hormonelle Unterdrückung zur perfekten Familienplanung hat diese Praxis hinterfragt. Es ist nicht zu akzeptieren, dass Unterdrückung weiterhin toleriert werden soll, nur weil man jetzt dem Guru oder ähnlichem nach eigenem Gusto folgen darf. Es ist ebenso fragwürdig vom Hotel Mama zu schwabulieren um die Natur walten zu lassen, damit andere schalten können wie es einem gerade passt.
  • Spooky 22.08.2020 21:59
    Highlight Highlight "Na, glücklich? Geht auch vorbei!"
    • Pasionaria 23.08.2020 00:35
      Highlight Highlight Spooky
      Warum ziehst Du Deine schwachen
      5 Minuten stets über's Wochenende und erst noch in diesem Blog ein?

      Wenn Du Wörter, wie z.B. > unterwürfig oder Zeichen, wie z.B. > nicht verstehst, solltest Du Dich vertrauensvoll an einen Alien wenden und nicht an Clea amour!
      Gutes Gelingen
    • Share 23.08.2020 09:04
      Highlight Highlight @Spooky
      Köstlich. So wenig Worte und doch alles gesagt, wie es um uns Menschen steht.
    • Spooky 25.08.2020 00:20
      Highlight Highlight @Pasionaria
      "...solltest Du Dich vertrauensvoll an einen Alien wenden und nicht an Clea amour!"

      Hundert mal lieber an Clea amour!
    Weitere Antworten anzeigen
  • AenduF 22.08.2020 18:44
    Highlight Highlight Hat positives Denken nicht eher mit innerer Zufriedenheit zu tun? Wenn man mit sich selber im 'Reinen' ist und ein tief empfundenes Gefühl des eigenen Seins hat, ist es völlig egal ob das Tägliche positiv oder negativ ist, weil es um Situationen geht. Sich einreden das es nur Positives gibt ist gefährlich, denn die Welt und die Menschheit ist nun mal nicht nur positiv, damit muss man umgehen lernen.
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 23.08.2020 12:00
      Highlight Highlight Wenn das Wörtchen "Wenn" nicht wär, wär der Geldsack niemals leer!

      Positiv denken dass alles wieder einmal reinkommt, was ausgegeben ist, das braucht schon eine grosse Zuversicht, die nicht unbedingt sich erfüllen kann, doch blinder Glaube, an etwas zu hoffen, was nie in Erfüllung geht, selbst mit dem Amen in der Kirche nicht gewährleistet ist.

  • Pasionaria 22.08.2020 18:13
    Highlight Highlight GetReal
    "Dass gerade Stamm diese von der Kirche verordnete Tristesse und Demut vertritt....."
    Get really real, und wie bitte! An welcher Stelle und mit welchem Wortlaut verordnet er 'Tristesse und Demut'?
    Bitte um Antwort!
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 22.08.2020 23:09
      Highlight Highlight Mit demütigen zur Demut zu finden, alla bekehr dich!? Armen Sünder, oder was noch grössere Demütigung ist!
  • Denverclan 22.08.2020 17:39
    Highlight Highlight Positives Denken ist sicher nicht schlecht, es gibt ja genug Negatives da draussen in der weiten Welt. Es ist ein Glück in der Schweiz geboren zu sein und mitbestimmen zu können. Wenn man dann noch gesund ist, verdoppelt sich dieses Glück. Sollte man noch Freunde haben und einen Job (auch wenn es nicht der Traumberuf ist) ja, dann hat man schon fast den 6er im Lebenslotto. Und sollten noch der richtige Partner und Kinder das Leben bereichern, ja das ist dann schon fast unverschämt. Ich denke, man kann im Leben viel erreichen mit einer positiven Grundhaltung, auch Dinge ohne Bezug zu Geld...
    • Share 22.08.2020 18:43
      Highlight Highlight Das impliziert, dass ein Leben ohne Partner, Kinder, Job, Freunde, Gesundheit glücklos ist. Hm.
    • Denverclan 22.08.2020 19:22
      Highlight Highlight @Share: Es zählt nur, ob Sie mit Ihrem Leben zufrieden sind, egal was oder wer es ausfüllt. Und nein, niemand hat nur Sonne im Herzen. Jedoch gibt es Menschen/Dinge, die entziehen oder geben Energie. Und Schicksalsschläge gehören genau so zum Leben, wie unbeschwerte und glückliche Momente. Mit einer positiven Grundhaltung kann man vieles besser meistern oder verarbeiten. Wir sind nunmal auch Kopfmenschen. Gefühle sind aber auch wichtig, sogar negative, nur dadurch können wir als Person wachsen. Es ist nicht alles Gold was glänzt, aber auch nicht alles Pech was schwarz ist...
    • aglaf 22.08.2020 19:48
      Highlight Highlight @Denverclan Sie sind in der Schweiz geboren und nehmen Ihr Umfeld als Massstab für Glück. Aus Ihrer Sicht durchaus legitim. Ich vermag aber zu behaupten, dass ein Mongole, Inuit oder Tuareg andere Parameter für Glück setzt. Wer mit seiner Lebensweise nicht zufrieden ist und auf den anderen schielt, der jagt einem Gespenst nach und ist unglücklich. Für existentielle Not gelten natürlich andere Bedingungen. Aber sonst gibt es für Unglückliche nur einen Rat: Nimm dich selbst nicht zu wichtig, oder ändere etwas. Auch kleine Schritte führen zum Glück.
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  • Ludwig.Van 22.08.2020 17:03
    Highlight Highlight Ich kenne mich zu wenig mit Murphy aus (habe nur mal ein Buch von ihm über das Unterbewusstsein gelesen), aber so wie ich positives Denken interpretiere, heisst es nicht, alles Schlechte/Negative ausblenden. Dann würde ich mit den Kritiken des Artikels einig gehen, aber eine positive Lebenseinstellung heisst für mich, aus allem das Beste machen, sich über Kleinigkeiten freuen, dankbar sein etc. also auch das Negative annehmen und bestenfalls als Motivation brauchen. so ganz allgemein^^
  • Gummibär 22.08.2020 17:03
    Highlight Highlight Pessimisten leben am glücklichsten. Ganz ohne Anstrengung erleben sie tagtäglich positive Überraschungen. Schon der Morgenkaffee schmeckt besser als erwartet.
    • bbelser 22.08.2020 18:17
      Highlight Highlight Wer eher niedrige Erwartungen pflegt, muss nicht unbedingt ein Pessimist sein.
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 22.08.2020 19:13
      Highlight Highlight Der Pessimist sieht das Glas als halb leer, und der Optimist sieht das Glas als halb voll, welchen von diesen beiden ist nun der Glücklich ist, der meint habe nichts mehr oder der meint es hat noch etwas!?
    • Gummibär 23.08.2020 09:39
      Highlight Highlight @bbelser Wer eher niedrige Erwartungen pflegt ist im Allgemeinen besser vorbereitet, weniger oft enttäuscht und wird selten das Opfer von Leuten die Dinge versprechen, für deren Einhaltung sie nicht verantwortlich gemacht werden können (!).Er /sie setzt sich und anderen wie beim Kompass-Laufen Ziele die sichtbar und erreichbar sind.
      U.a. habe ich als IKRK-und Katastrophenhelfer in einem Dutzend Kriegsgebieten gelernt, dass Idealisten,die ausziehen um die Welt zu retten,oft angesichts der Realität zerbrechen und es den Hartgesottenen, wenig erwartenden überlassen, Positives zu bewegen.
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  • Ein Biss~~chen vom Tiger 22.08.2020 14:49
    Highlight Highlight Wie kann man glücklich werden, wenn man um etwas bittet, was so oder so nicht erreichbar ist, und keine Garantie verbuchen lässt, und der Misserfolg vorprogrammiert ist, weil es keine Struktur hat, um positiven Erfolg zu verbuchen, denn nur positives Denken allein genügt nicht, sondern es braucht auch das Planen, um zum Erfolg zu kommen, und nicht nur; der liebe Gott tut es schon, darum lasse unbekümmert, die Aktien im freien fall sein, der Herrgott wird es schon richten, so wie beim Grounding bei der Swissair!
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    • Ein Biss~~chen vom Tiger 22.08.2020 18:16
      Highlight Highlight Nützte es schon bei dieser Bibel, ob oben beim Broker, den Börsenkurs zum Gewinn aufwärts tentiert, oder bleibt es nur eine Illusion, wo Gewinn ausbleibt, denn mancher Spieler hat falsch angelegt, u. hat als Obdachloser unter einer Brücke seine Logis, als seine letzte Ruhestätte gefunden!

      Also uneingeschränkter kindlicher Glaube, wo an den Lieben Gott erinnert wird, der allen hilft, ist weit weg von der Realität, u. ist eine theoretische Farce geblieben.

      Glaube mir u. du wirst errettet, das ist der höhnische Text, die Obdachlose von Missionierenden immer wieder anhören müssen, u. dadurch zum Gespött gemacht werden, die von Gläubigen, in ihnen den Sünder sehen.
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 22.08.2020 18:36
      Highlight Highlight Glaube mir und du wirst selig; so mit einem Satz, wurde ich irregeführt, mit falschen Versrechen belegt, das alles Gute verspricht, u. nichts hält, denn so war es einmal bei mir, wo zuerst mit Zuckerwatte angelockt wurde, u. dann wenn man es haben wollte, keine Hilfe bekommen hatte, sondern nur Vertröstungen u. Vorwürfe; dann hättest genug den Monats-Zehnten vom Lohn gezahlt, dann könnten wir zusammensitzen u. uns überlegen, ob wir deine Miete zahlen wollen.

      Als mich der Verein weggehen sahen, u. im Elternhaus sahen, drohten die uns, um mich mitzunehmen, und was ich dann sah war ein Obdachlosenheim.
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 22.08.2020 19:34
      Highlight Highlight Trügerischer Glaube der krank macht, u. von vielen positiven Seite des Lebens erzählt, das ist eine Blende, die vorgaukelt wie die Fata-Morgana in der Sahara, darum bleibt wirkliches Glück nur wenn objektiv positiv gedacht wird, und nicht unerfüllt zurückblickend, all seiner Hoffnung beraubt.

      Was Garant zu einer Einnahmequelle für Reichtum ist, das sieht man an den Geldquellen bei den Sektenmitglieder, wo eine gesicherte Einnahmequelle vorhanden ist, die garantiert zu Reichtum führt, u. so sehen sich die einen des Glücks beraubt, und die Betrüger der Abzocke bereichert.
  • Ein Biss~~chen vom Tiger 22.08.2020 12:57
    Highlight Highlight Beten für Aktienkurs und Gewinnmaximierung, wie kann sich das mit Glauben vereinbaren, hat doch Calvin und Luther darum gestritten, wie das zu verstehen ist!?

    Wonach die Armen als Versager, zu Gott nicht begnadigte verurteilt wurden, wegen mangelnden Glaubens, im Unglauben, wo hingegen die Erfolgreichen im Gott gesegneten angesehen wurden, die an den Erfolg geglaubt haben.

    Um zum Erfolg und Glück zu kommen, brauchte es positives Denken, das heisst; den Glauben auf Erfolg, ohne das man sonst als die Ungläubigen, die von Gott verstossenen angesehen wurde,

    So verstanden es unter Calvin seine Nachfolger!
    Benutzer Bild
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 22.08.2020 15:29
      Highlight Highlight Das ist das Falsche, der Trugschluss, der nicht zu einem glücklichen Leben führt, sondern immer-während immer bleibende Flecken hinterlässt, wo enttäuschte Glückschwärmer andere dafür verantwortlich machen, für ihr erwartetes aber unerfülltes Glück beschuldigen, das nicht eingetroffen ist, u. dafür muss wie vor 85 Jahren jemand anders hinhalten, der die Unzufriedenheit tilgen muss, u. welcher Querulant muss das als Notventil benutzen, um sein Selbstwertgefühl wieder herzustellen, so kann über den grossen Teich gesehen werden, u. dann muss man nicht mehr so weit zurück denken.
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 22.08.2020 16:04
      Highlight Highlight Der Glaube als positives Denken, hat einen Trugschluss, der nicht erfüllt werden können, da jegliches nicht vorausgesetzt werden kann, was es eigentlich dafür braucht, dass es wirklich so geschehen wird, wie es erwartet wird.

      Für Devisen, u. Aktienkurs, u. Gewinnmaximierung zu beten, hat schon manchen zum Ruin geführt, wo die Hoffnung auf das was man verspricht, nicht das hergibt was erwartet wird, nur weil zuversichtlich weggeschaut hat, dass es der Herrgott schon machen wird, denn er weiss schon was er hergibt, um den Erfolg herbeizufügen glaubt!

    • Ein Biss~~chen vom Tiger 22.08.2020 16:38
      Highlight Highlight Wer glaubt, der Glaube allein kann glücklich machen, wenn man uneingeschränkt ohne Vorwand glaubt, ohne zu hinterfragen, denn nur das ist der wahre Glaube, zu einem positiven Denken, das alles verspricht, doch nicht einhält was angeschwindelt wird, denn so ein Glaube ist nur ein Schwindel der früher oder später auffliegt, dass es dem doch nicht so ist, und dann wird die Enttäuschung umso grösser sein, und die Verbitterung umso mehr in Wut aufsteigt, dass zu Verschwörung und Gewalt führt, und zum Ausgrenzen ethnischen Minoritäten, weil die schuldig sein sollten, an Wirtschaftskrisen der 40. Jahre des letzten Jahrhundert, u. den 20. + 21 Jahren des 21. Jahrhundert, in der US Wirtschaft.
  • Rikki-Tiki-Tavi 22.08.2020 12:05
    Highlight Highlight Danke für den Artikel, Herr Stamm. Das Mantra des „positiven Denkens“ ist eine echte Seuche, bei der ausgeblendet wird, dass Misserfolge, Krankheiten, negative Erlebnisse und Gefühle und vieles mehr zum Leben gehören. All das - zusammen mit dem Positiven dem Erfolg, der Gesundheit usw. formt unseren Charakter und unser Wesen und macht uns zu dem, was wir sind.
  • Konsortin Sha'ira 22.08.2020 11:35
    Highlight Highlight Danke. Ich hab mir aus Neugierde mal eins von Murphys Bücher auf youtube angehört. Ich musste ziemlich oft unterbrechen, weil ich mich so aufgeregt hab.
  • Maracuja 22.08.2020 11:32
    Highlight Highlight Positives Denken gehört wie Out-of-the-Box-Denken, Instant-Meditation u.Ä. zu den Inhalten von zwangsverordneten Selbstoptimierungsseminaren mit denen Mitarbeiter immer öfter „beglückt“ werden. Für Businessschmarotzer mit ihren überflüssigen Coachings ist anscheinend immer Geld vorhanden, für Lohnerhöhungen natürlich nicht. Der ganze Selbstoptimierungswahn passt eben bestens zum Kapitalismus Neoliberaler Prägung.
    • Regas 22.08.2020 15:09
      Highlight Highlight Maracuja:
      Da trifft sich die links grüne Weltfremde Natur wohl fühl Ideologie ja bestens mit der Kapitalistischen positiv denken Ideologie welche die Produktion erhöhen soll.
    • bbelser 22.08.2020 17:55
      Highlight Highlight Diese Optimierung dient ja der noch besseren Verwertung der Ware Mensch in den ökonomischen Prozessen, der passgenauen Montage als Zahnrädchen im Getriebe.

      Daneben gibt es aber auch ein lebenslanges Wachsen der eigenen Person ohne äussere Zweckbindung, ein Vertiefen der Nähe zur eigenen Person, wie auch zu anderen Personen.
      Das, was in mir angelegt ist, immer tiefer zu entdecken, ist eine Aufgabe, die ich vor Missbrauch durch fremde Interessen zu schützen versuche.
      Und auch vor Beeinflussung durch einträgliche Postiv-Denken-Büchlein... 😉
    • Pasionaria 22.08.2020 18:15
      Highlight Highlight Maracuja
      Die von Dir beschriebene Tendenz macht selbst vor der Kinderhaltung > auch Erziehung genannt, nicht Halt. Neuster Trend (weiss nicht wie neu....) > das positive parenting: ja nicht die Kinder brüskieren!
      Beim grössten Quatsch, den sie produzieren oder die Umgebung absichtlich ärgern, sie immer zuerst loben (goht's no!) und dann sorgfältig bemerken, dass man dies oder das auch etwas anders hätte tun können.
      Ab dem Loben hören die Kinder dann gar nicht mehr weiter zu, tönt ja soo positiv.
      Ob damit konfliktfähige Menschen heranwachsen?
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  • Andre Buchheim 22.08.2020 11:25
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Green Eyes 22.08.2020 11:15
    Highlight Highlight Wer oder was definiert Glück oder positiv sein?
    Bin ich glücklicher, wenn ich alles Schlechte ausblende oder mich mit dem Schlechten auseinander setze und daran arbeite?
    Intressanter Artikel, welcher mich zum nachdenken anregt.
    Eine Balance zwischen Positivität und Negativität braucht es. Das Gute, um das Schlechte zu überstehen und das Schlechte, um zu erkennen, dass das Glück manchmal auch in kleinen Dingen zu finden ist.
    • Pasionaria 22.08.2020 12:01
      Highlight Highlight Ja, so sehe ich es auch. Die Balance ist ein wichtiges Instrument, um unser Dasein einigermassen lebenswert zu gestalten, gar zu geniessen.
      Die Balance zwischen Realitätsvermögen und moderatem Wunschdenken kann das Leben bestimmt im positiven (! halt doch!) Sinne beeinflussen. Was allerdings Religiosität niemals imstande ist.
    • Dragonheart 22.08.2020 12:11
      Highlight Highlight Dein letzter Satz ist so wahr, mein Leitsatz heute.
    • Green Eyes 22.08.2020 12:47
      Highlight Highlight @ Dragonheart; meiner mittlerweile auch 😅 Auch wenn es nicht immer einfach und leicht ist.
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  • bbelser 22.08.2020 10:02
    Highlight Highlight Was Murphy und Konsorten in ihrer Missionierung verbreiten, ist Prädestinationslehre in modernem Gewand. Nur ist Gott diesmal durch die "Gedanken" ersetzt worden.

    Es ist die Heiligsprechung des neoliberalen Kapitalismus.
    Da gibts dann keine strukturellen Ursachen mehr für Armut, die es politisch zu bekämpfen gälte, sondern jeder Arme ist selber schuld.
    Die Absolution für alle Abzocker.

    Diese einfältige Kasten-Mentalität gebiert irgendwann absolut unfähige Egomanen, die ihr eigenes Volk abzocken und verachten würden, falls man so dumm wäre, sie z. B. zum Präsidenten zu wählen.
    • Share 22.08.2020 12:24
      Highlight Highlight @ bbelser
      Einerseits ersetzt die Vorbestimmung eine Mündigkeit und andererseits eine Absolutheit? Hast du noch mehr Nebelpetarden?
    • bbelser 22.08.2020 14:47
      Highlight Highlight Du hast Recht.
      Wir müssen es noch klarer fassen.

      Es handelt sich natürlich um eine völlig verkürzte und verbogene Prädestinationslehre wie schon in den Verkürzungen calvinistischer Praxis.

      Erfolg im Leben wird wahlweise ausschliesslich auf die vorherbestimmte Gnade Gottes (Calvinimus) oder auf die Kraft positiven Denkens zurückgeführt (Murphinismus oder so;-).

      Beides legitimiert und überhöht den Homo oeconomicus bis hin zur Forderung, es als normales Business zu betrachten, wenn Menschen zur konsumierbaren Ware gemacht werden (oder sich selbst machen).


    • Share 22.08.2020 17:31
      Highlight Highlight @ bbelser
      Neoliberaler Kapitalismus und Korruption ist nicht dasselbe. Wo Calvin Arbeit und Kapital mit Gottes Gnade ersetzt und Murphy die Selbstzufriedenheit propagiert, steht eine Demokratie gegenüber, die den Menschen seine Meinungsäusserung attestiert. Strukturelle Benachteiligung und korrupte Strukturen sind darauf zurück zu führen immer weniger Menschen die Meinungsäusserung zu attestieren. Die Folge ist Nationalsozialismus, der auf populistischen Ideen aufgebaut wird, nach dem Grundsatz „alle sind gleich, nur wir sind gleicher“.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zeit_Genosse 22.08.2020 09:57
    Highlight Highlight Wir sind in der Entwicklung guter Gefühle bereits weiter als die alten Zöpfe die der Stamm da rausholt weil sie ihm in sein Weltbild passen. So werden alle Denkformen, Glauben oder sonstige Methoden aufgezählt, bei denen er mehrheitlich recht hat. Er begibt sich nicht auf den Weg der Kontroverse durch die Wahl der Themen, weil er mit seinen Beiträgen ein für ihn „positives Gebäude“ errichtet, das ihn in positive Stimmung bringt. Fallen lauern überall. Die Evolution der Gedankenwelten basiert auf positiven Gedanken und hat z.B. positive Psychologie hervorgebracht. Nicht stehenbleiben Stamm.
  • Inspiration 22.08.2020 09:36
    Highlight Highlight Die Jagd nach dem Glück lediglich zur Selbsterfüllung führt auf die Dauer zu wenig Selbstentwicklung.
    Positives Denken als Zwang um das Negative zu verdrängen macht auf die Dauer krank.
    Bei allem steht die eigene Zufriedenheit immer im Zentrum, wenn wir diese teilen können und uns für andere auch einsetzen wird manches positiver.
  • Catherine Cheshire 22.08.2020 09:32
    Highlight Highlight Einen Teil davon hat Mo Gawdat in einer "Formel des Glücks" zusammengefasst: Glück ist Erwartung minus Realität. Das bedeutet: unglücklich sein kann man durch senken der Erwartung oder durch verbessern der Realität vermindern. Manche Menschen brauchen eine Verbesserung der Realität (ich denke zB an Beirut), andere aber sollten die Erwartungen anpassen (zB "ich will auch während Corona eine Wochenend-Shoppingtour nach London machen").

    Positives Denken heisst für mich selber, dass ich versuche, mehr Zeit mit Positiven zu verbringen, damit ich mehr Energie fürs Negative habe,
    • Regas 22.08.2020 14:46
      Highlight Highlight Catherine Cheshire:
      Ich bin froh das ich mein Denken nicht dauernd positiv ausrichten muss, sondern es einfach mal Denken lassen kann.
    • rodolofo 23.08.2020 06:50
      Highlight Highlight @ Regas
      Genau darum geht es: Das Denken arbeiten lassen!
      Nicht ständig kontrollieren und bewerten, was denn da alles gedacht wird!
      Das ist ja genau das, was "die Chinesen" grundfalsch machen: Mit ständiger Überwachung töten sie den kreativen Prozess, der beim Beschreiten neuer Wege auch "Fehler" machen können muss.
      Darum bleiben sie dann im fantasielosen Kopieren stecken.
      Was nicht heisst, dass Kopieren grundsätzlich schlecht ist! Ich mache auch viele Kopien.
  • GetReal 22.08.2020 09:25
    Highlight Highlight Fortsetzung: Dass gerade Stamm diese von der Kirche verordnete Tristesse und Demut vertritt, erstaunt mich ein wenig. Jeder kann sein Wohlbefinden beeinflussen und damit sein Umfeld. Nur Kirchen sind dagegen, weil damit der Glaube an einen Gott überflüssig wird.
    • bbelser 22.08.2020 10:12
      Highlight Highlight In meiner Kirche setzen wir uns dafür ein,
      dass Menschen ganz und heil werden dürfen,
      den aufrechten Gang lernen,
      starke, selbstbewusste und widerstandsfähige Personen werden.
      Das braucht den Mut, füreinander da zu sein (diese Haltung wird mit dem alten Wort Demut bezeichnet).

      Tristesse bemerke ich v. a. bei denen, die ihr Heil im Konsumismus suchen. Also in dieser alltäglichen Illusion, die Sehnsucht nach echtem Leben mit immer mehr Besitz erfüllen zu können.
      Eine Suchtkrankheit...
    • Heidi Weston 22.08.2020 12:32
      Highlight Highlight @bbelser
      Ihre Kirchenverbundenheit ist nichts anderes als auch eine Suchtkrankheit. Auch Menschen die gerne und oft Konsumieren können Glücklich sein. Glücklich sein hat nichts mit Demut zu tun.

    • bbelser 22.08.2020 12:47
      Highlight Highlight @Heidi:
      Alles etwas hilflose Behauptungen.
      Aber wenn du die heute übliche Erfahrung machst, dass dich der Konsumismus wirklich glücklich macht, sei dir das unbenommen.
      Wenn jeder nur an sich denkt, ist doch irgendwie auch an alle gedacht, oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 22.08.2020 09:24
    Highlight Highlight Dieses Mal kann ich dem Leit-Artikel von Hugo Stamm vorbehaltlos zustimmen!
    Das POSITIVE Selfie-Grinsen ist einfach nur DOOF!
    Auf alten Schwarz-Weiss Fotos dagegen sieht man lauter "Manöggel" die sich steif, ernst und würdevoll zum historischen Gruppenbild versammelt und aufgebaut haben (auch irgendwie schräg...)
    Sogar die Schlagermusik mit ihren Postkarten-Idyllen hat sich mit Helene Fischer einen etwas verruchteren Echtheits-Touch gegeben.
    Seitdem heisst das Hochleistungsgesellschaft-Motto: "Atemlos durch die Nacht!"
    Aaber auch am frühen Morgen sitzt die Frisur immer noch POSITIV perfekt.
    • Gubbe 22.08.2020 09:43
      Highlight Highlight Ein grosses positives JA. Aber vorher habe ich mich gekämmt.
    • bbelser 22.08.2020 12:25
      Highlight Highlight Also, Rodolofo...
      Heute bist du ja regelrecht... äääh...
      3-Wetter-tough!?
  • GetReal 22.08.2020 09:23
    Highlight Highlight Ich kann eine Schnittwunde betrachten, immer und immer wieder. Sie tut verdammt weh und ich laufe traurig durch die Gegend und beeinträchtige damit auch die Stimmung in meinem Umfeld.

    Aber ich kann mich auch ablenken, mich an Schönes erinnern oder auf etwas freuen. Die Schnittwunde tut nicht halb so fest weh und es geht mir deutlich besser.

    Mit einem "sauren Stein", der Belastung des Alltags, der Aussichtslosigkeit, dem Fatalismus ("es ist halt so") bewege ich nichts zum Guten. Dass gerade der Glaubenskritiker Stamm diese von der Kirche verordnete Haltung
    • Babalu 22.08.2020 09:38
      Highlight Highlight Da haben Sie den Artikel falsch verstanden. Das, was Sie beschreiben, ist gerade eine Bewältigungsstrategie. Eine solche zu entwickeln wird durch dogmatische Skotomisierung der Probleme eben verhindert.
  • SUV-Fahrer 22.08.2020 09:16
    Highlight Highlight Ich hab mal in einer Studie gelesen (weiss nicht mehr genau wo..) dass die Hirnleistung bei einer leicht depressiven Stimmung am höchsten ist. Im Gegensatz dazu die Verliebtheit - während dieser Phase scheint die Intelligenz gegen null zu tendieren.. ;-). Etwas krass, habe das bei mir aber auch schon festgestellt: bei verm- eindlichem Glück sinkt meine Leistungsfähigkeit stark. Ob das nun anzustreben ist sei mal dahingestellt.
    • Konsortin Sha'ira 22.08.2020 11:42
      Highlight Highlight 🤔 Dem kann ich teilweise zustimmen; meine Depression zwang mich, neue (Überlebens-)Strategien zu entwickeln, und am Kreativsten war ich jeweils, wenn ich ein bisschen (!) unglücklich war. Vollgefressen auf der warmen, kuscheligen Couch hatte ich noch selten eine gute Idee.
  • Macke 22.08.2020 09:02
    Highlight Highlight Danke für diesen tollen Beitrag. Ich hadere schon seit einiger Zeit mit dem Mantra des positiven Denkens. Denn viele soziale Errungenschaften wären durch die Wut, den Ärger und das Kämpfen von einzelnen und Gruppen nicht möglich gewesen. So zum Beispiel die AHV, das Frauenstimm- und Wahlrecht usw. Was mich noch mehr verstört ist der Zwang des positiven Denkens am Arbeitsplatz. Das führt dazu, dass wichtige Probleme nicht angesprochen werden oder nicht für eigene Rechte eingestanden wird.
    • Ludwig.Van 22.08.2020 17:10
      Highlight Highlight Dass Probleme nicht angesprochen werden oder für eigene Rechte nicht eingestanden wird liegt mMn eher an fehlender Selbstsicherheit oder einem problematischen Arbeitsklima.
      Mit 'echtem' positiven Denken würde man das Klima verbessern wollen. (Viele nehmen vermutlich positives Denken als Ausrede für eigene Ängste/Unsicherheiten; das ist aber nicht eine gelebte positive Lebenseinstellung.)
  • Spooky 22.08.2020 08:53
    Highlight Highlight "Emotionale Schwankungen gehören nun mal zu dem Affen, der wir sind."

    Wieso 'wir'? Nur weil Joseph Forgas ein Affe ist, bin ich noch lange keiner.
    • Kasar 22.08.2020 11:29
      Highlight Highlight Du darfst natürlich ein Meerschweinchen sein wenn du das willst und du dich so identifizierst, aber biologisch gesehen bist du dem Affen am nächsten, wie wir alle auch
    • Konsortin Sha'ira 22.08.2020 11:43
      Highlight Highlight 🙋‍♀️ zu 50% sind wir alle Banane! 😂
    • Grohenloh 22.08.2020 12:24
      Highlight Highlight Doch. Biologisch sind wir sehr ähnlich wie Affen.
      Und unser Verhalten auch, entgegen unserer Einbildung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • HundBasil 22.08.2020 08:51
    Highlight Highlight Spannender Beitrag. Wo Murphy aber denn recht hat: alles was existiert, war zuvor ein Gedanke.
    Darum lohnt es sich, auf seine Gedanken zu achten.
    • Babalu 22.08.2020 09:39
      Highlight Highlight Das war Dürrenmatt...
  • Labadusa 22.08.2020 08:49
    Highlight Highlight Und trotzdem ist das Kultivieren von einem positiven Denken allemal besser als das Gegenteil...

    Aber ist ok, dass Herr Stamm lieber eine Diktatur vom Unglück haben will und dem negativen Denken nachjagt. Passt zu den letzen Beiträgen.

    Ich bin der Meinung, dass sich Gedanken ganz klar in Realität verwandeln. Vielleicht nur indirekt beim Reichtum oder anderen Materiellen Dingen. Sie haben jedoch einen riesigen Einfluss auf unser Verhalten und somit auch die Resultate, welche wir erzielen resp. auf das, was wir werden.
    • Andre Buchheim 25.08.2020 00:42
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • N. Y. P. 22.08.2020 08:30
    Highlight Highlight Joseph Murphy

    Es ist eine Qual, seine Ansichten bis zum Schluss zu lesen. Frei nach Murphy verbanne ich ihn jetzt aus meinen Gedanken.
    • Human ist 22.08.2020 10:07
      Highlight Highlight Leopard fragt sich
      Wen meinst du mit "seine Ansichten"?
  • Cirrum 22.08.2020 08:27
    Highlight Highlight Ein Lebewesen ist biologisch nicht auf Glücklichsein eingestellt. Glück heisst Wohlbefinden und ein Lebewesen, dass per Zufall nur glücklich wäre, hat die geringeren Chancen zu überleben und sich zu vermehren.. es wird sich einfach zufrieden zurücklehnen und hat keine Dränge sich zu vermehren..
    Also sollten wir unsere Erwartungen tatsächlich runterschrauben, denn wenn man ständiges Glück sucht, wird man enttäuscht, das Gefühl von Glück hält nur kurz (ausschüttung von Botenstoffen) und man muss gleich wieder von Neuem auf die Suche nach einem guten Gefühl.
  • Amenokal 22.08.2020 08:22
    Highlight Highlight Das "ständige Arbeiten" im "kapitalistischen" Sinn ist ein Zwang, der zur Selbstkonditionierung führt und das Glück vertreibt. Man zwingt die Gedanken in ein enges Korsett. Dadurch wird die geistige Freiheit eingeschränkt und die Fantasie in enge Bahnen gelenkt
    • Kasar 22.08.2020 11:26
      Highlight Highlight Its called a job...
    • Regas 22.08.2020 14:26
      Highlight Highlight Amenokal:
      Verstehe ich nicht. Was ist ständiges Arbeiten im nicht Kapitalistischen Sinn? Doch auch nicht etwa Musse?
  • Share 22.08.2020 08:22
    Highlight Highlight Was für die benachteiligten Menschen der Gospelchor, ist für den Chlüngel der Kirchenchor. Wir bemerken dieser Tage, was so viel Verdrängung und Ignoranz anrichten. Aber hey, wir haben ja uns.

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