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ZUR KONTROLLE DES LUFTVERKEHRS AM FLUGHAFEN ZUERICH STELLEN WIR IHNEN HEUTE DONNERSTAG, 29. MAI 2014, NEUES BILDMATERIAL ZU SKYGUIDE ZUR VERFUEGUNG --  Ein Mitarbeiter von Skyguide blickt mit einem Feldstecher auf das Flugfeld, bei Skyguide im Tower des Flughafen Zuerich Kloten, aufgenommen am 10. April 2014. Im Tower am Flughafen Zuerich ueberwachen Flugverkehrsleiter der Skyguide die Rollmanoever, Starts und Landungen und den Verkehr in unmittelbarer Naehe des Flughafens Zuerich, in der Kontrollzone mit einem Radius von etwa 20 km um den Flughafen. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Gleich drei Fluglotsen sitzen derzeit wegen Beinahe-Kollisionen auf der Anklagebank. Bild: KEYSTONE

Bezirksgericht Bülach verurteilt Fluglotsen wegen Beinahe-Kollision

Ein Fluglotse wird für eine Beinahe-Kollision zweier Flugzeuge im Sommer 2012 zur Verantwortung gezogen. Das Bezirksgericht Bülach befand ihn für schuldig.



Das Bezirksgericht Bülach hat am Donnerstag einen Skyguide-Fluglotsen wegen einer Beinahe-Kollision am Flughafen Zürich verurteilt. Der 48-Jährige wurde wegen fahrlässiger Störung des öffentlichen Verkehrs mit einer bedingten Geldstrafe bestraft.

Das Gericht verurteilte ihn zu 90 Tagessätzen zu je 100 Franken, bei einer Probezeit von zwei Jahren.

Der Vorfall passierte am 22. August 2012, als sich ein Sportflugzeug und eine Saab 2000 der Darwin Airlines gefährlich nahe kamen. Die Sportmaschine flog in einem 90-Grad-Winkel direkt auf die Saab-Maschine zu und drehte erst im letzten Moment scharf ab.

Der Fluglotse argumentierte beim Prozess, für ihn sei klar gewesen, dass die Maschinen aneinander vorbeigehen. Als er gemerkt habe, dass es trotzdem eng werde, habe er angemessen reagiert und die Sportmaschine angewiesen, steil rechts abzudrehen.

Das Manöver verlief glimpflich, verletzt wurde niemand. Der Saab-Pilot bezeichnete es im Nachhinein aber als den «kritischsten Moment meiner vierzig Jahre dauernden Karriere».

Skyguide fürchtet um die Fehlerkultur

Die Flugsicherung Skyguide kritisiert, dass Mitarbeitende angeklagt werden, selbst wenn bei einem Vorfall niemand verletzt wurde. Dies schade der Fehlerkultur und führe dazu, dass Beobachtungen nicht mehr gemeldet würden. So verliere Skyguide die Chance, Abläufe sicherer zu machen.

Gegenwärtig sind gleich drei solche Fälle an Schweizer Gerichten hängig. Keiner ist bis jetzt rechtskräftig, auch der aktuelle nicht. Er kann noch ans Ober- und ans Bundesgericht weitergezogen werden. (sda)

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Stefan Lischka – Fluglotse am Flughafen Zürich

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