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Die Love-Life-Kampagne des Bundesamts für Gesundheit: Gegen HIV und andere sexuell übertragene Krankheiten gerichtet. 
Die Love-Life-Kampagne des Bundesamts für Gesundheit: Gegen HIV und andere sexuell übertragene Krankheiten gerichtet. 
Bild: lovelife.ch

HIV ist so gut wie weg vom Fenster, dafür nehmen die Infektionen mit Chlamydien zu

18.05.2015, 12:5918.05.2015, 14:19

2014 haben sich in der Schweiz weniger Menschen mit Tripper, Syphilis und dem HI-Virus angesteckt. Um 12 Prozent zugenommen haben hingegen die Infektionen mit Chlamyden. Davon betroffen sind vor allem junge Frauen. Die Zahlen stammen aus der Jahresstatistik sexuell übertragbarer Krankheiten des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Die wichtigsten Zahlen und Fakten zu den Geschlechtskrankheiten in der Schweiz:

Chlamydien: Geschlechtskrankheit Nummer 1

  • Insgesamt wurden 9680 Chlamydiose-Fälle gemeldet.
  • 70 Prozent aller Meldungen von Geschlechtskrankheiten bei Frauen gingen in den vergangenen fünf Jahren auf Chlamydiose zurück.
  • Über die Hälfte der infizierten Frauen waren zwischen 15 und 24 Jahre alt.
  • Chlamydiose ist die am weitesten verbreitete sexuell übertragbare Infektion in der Schweiz und in Europa.
  • Die Krankheit verläuft häufig ohne Symptome. Darum dürfte die Dunkelziffer hoch sein.
  • Die Spätfolgen: Unter anderem Unfruchtbarkeit und Eileiterschwangerschaften.
  • Gegenüber 2013 erfolgte eine Zunahme von 12 Prozent bei den Fällen von Chlamydien.
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HIV: Rückläufige Zahlen

  • 2014 wurden 519 HIV-Infektionen gemeldet.
  • Das sind 10 Prozent weniger Fälle als im Vorjahr.
  • Seit 2008 (mit einem Ausreisser 2012) geht die Zahl der gemeldeten HIV-Fälle zurück.
  • Der Rückgang 2014 ist vor allem auf die Heterosexuellen zurückzuführen.
  • Auch bei Migrantinnen und Migranten aus hochverseuchten Ländern, vorwiegend unterhalb der Sahara, nahmen die Diagnosen ab.
  • Bei Männern, die mit Männern Sex haben, nahmen die Diagnosen zu, was aber im Rahmen des normalen Schwankungsbereichs lag.

Gonorrhö: Geschlechtskrankheit Nummer 2

  • Der Tripper oder die Gonorrhö war auch 2014 die zweithäufigste sexuell übertragene Infektion.
  • Insgesamt wurden 2014 1544 Fälle gemeldet.
  • Das sind vier Prozent weniger als 2013.
  • Damit ist der seit Wiedereinführung der Meldepflicht 2006 festgestellte Anstieg gebrochen.
  • Anders als bei HIV oder Syphilis gibt es hier bei den Heterosexuellen weit mehr Fälle, als bei Männern, die mit Männern verkehren.

Syphilis: Stabilisierung auf hohem Niveau

  • Syphilis oder harter Schanker wurde in 560 Fällen diagnostiziert.
  • Das sind sechs Prozent weniger als 2013.
  • Nach wie vor am stärksten betroffen waren die Männer, die mit Männern Sex haben; sie stellen mehr als 50 Prozent der Fälle.

(wst/sda)

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