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Connor McDavid beweist in dieser Saison eindrücklich, dass er der beste Spieler der Welt ist. Bild: imago, shutterstock

Connor McDavid spielt in der NHL eine Saison für die Geschichtsbücher

Connor McDavid dominiert in der NHL scheinbar nach Belieben. In 46 Spielen hat der Kanadier bereits 81 Skorerpunkte gesammelt und bewegt sich dabei in Sphären, die einst Wayne Gretzky und Mario Lemieux vorgegeben haben.



Wer ist der beste Eishockeyspieler der Welt? Noch vor zwei oder drei Jahren hätte man auf diese Frage wohl keine definitive Antwort erhalten. Connor McDavid wäre genannt worden, sicher, aber auch Sidney Crosby hätte viele Stimmen erhalten. Letztes Jahr hätte man gut auch für Nathan MacKinnon stimmen können, der eine viel komplettere Saison spielte als «McJesus» bei den Edmonton Oilers.

Doch spätestens seit dieser Saison ist klar: Connor McDavid ist der beste Spieler dieses Planeten. Keine Diskussion.

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Grosse Show: McDavid erzielt gegen Winnipeg seinen dritten Treffer des Spiels. Video: streamable

Der 24-Jährige hat in der Nacht auf heute gegen Winnipeg einen Hattrick erzielt und mit einem zusätzlichen Assist die Skorerpunkte 78, 79, 80 und 81 in dieser Saison gesammelt – im 46. Spiel der Saison. Damit ist er mit Abstand der produktivste Spieler der Liga. Teamkollege Leon Draisaitl liegt auf Platz zwei 15 Punkte dahinter, der drittplatzierte Nathan MacKinnon hat gar 21 Punkte Rückstand.

Die Jagd nach 100 Punkten

Wie gut McDavid tatsächlich spielt, wird einem erst klar, wenn man die Punkte in ein historisches Verhältnis setzt. 81 Punkte in 46 Spielen macht in einer vollen Saison über 82 Spiele 144 Punkte. Das sind Marken die seit den frühen 90er-Jahren mit Mario Lemieux und Jaromir Jagr kein NHL-Spieler mehr erreicht hat.

Kann der Starcenter der Edmonton Oilers tatsächlich auch in dieser stark verkürzten Saison die 100-Punkte-Marke knacken? Wayne Gretzky glaubt daran. «Ich wäre nicht überrascht, wenn er mehr als 100 Punkte schafft diese Saison», sagte «The Great One» gegenüber dem kanadischen TV-Sender «Sportsnet». Der ständige Vergleich mit Erfolgsmarken sei zwar stressig, gleichzeitig aber auch eine riesige Motivation, erklärte Gretzky

Keine Kompromisse

Neben den unfassbaren Skorerwerten beeindruckt an Connor McDavid in dieser Saison noch etwas anderes: Er dominiert die Liga offensiv nach Belieben, ohne in der eigenen Zone unsauber zu spielen. Das ist der grosse Unterschied zu den letzten Jahren. Noch letzte Saison wurde der 24-Jährige stark kritisiert für sein schwaches Defensivspiel. Das hat er in diesem Jahr nun deutlich verbessert.

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Connor McDavid in der Saison 2020/21. Bild: screenshot evolving-hockey.com

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Connor McDavid in der Saison 2019/20. Die defensiven Werte (Expecte Goals Against und Corsi Against mit den roten Balken) sind deutlich schlechter. Bild: screenshot evolving-hockey.com

Mit McDavid auf dem Eis lassen die Oilers über 60 Minuten Chancen für 2,39 Tore zu. Das ist zwar bei Weitem nicht Ligaspitze, aber der beste Wert in der nun sechs Jahre dauernden Karriere des Stürmers. Zum Vergleich: Letzte Saison waren es 3,04 zu erwartende Gegentore pro 60 Minuten.

Trophäen garantiert

Kritiker mögen argumentieren, dass es McDavid in dieser Saison auch einfach hat, weil er nur gegen die kanadischen NHL-Teams spielen muss. Doch dieses Argument zählt nicht. Genau wie in jeder Division gibt es stärkere Teams (Toronto, Winnipeg und Edmonton selbst) und schwächere Teams. McDavid und Co. haben zwar zehn Mal gegen Ottawa gespielt, dafür aber nie gegen die noch desolateren Buffalo Sabres, New Jersey Devils oder Anaheim Ducks. Es ist auch nicht so, dass McDavid gegen kanadische Gegner über seine Karriere viel erfolgreicher war als gegen den Rest der Liga.

Connor McDavid of the Edmonton Oilers poses with the Art Ross Trophy, left, the Hart Memorial Trophy, center, and the Ted Lindsay Award after winning the honors during the NHL Awards, Wednesday, June 21, 2017, in Las Vegas. (AP Photo/John Locher)

Connor McDavid wird diese Saison – wie hier im Jahr 2017 – einige Trophäen einheimsen. Bild: AP/AP

Die historisch gute Saison bedeutet auch, dass es für den Kanadier wieder Trophäen regnen wird. Bereits jetzt ist praktisch sicher, dass McDavid Ende Saison die Art Ross Trophy für den Liga-Topskorer erhalten wird, zum dritten Mal nach 2017 und 2018. Daneben dürfte auch der Ted Lindsey Award (bester Spieler der Liga, gewählt von den Spielern) und die Hart Memorial Trophy (MVP der Liga, gewählt von den Journalisten) an den Superstar gehen. Und ab Mitte Mai darf er mit den Oilers dann in den Playoffs auch noch um seinen ersten Stanley Cup kämpfen.

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