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Erich von Däniken mit seinem Tweet über «Homos»

Erich von Däniken: Tritt ins Twitter-Fettnäpfchen. Bild: Keystone/Twitter/watson

Erich von Däniken twittert über «Homos» und erntet Häme



Einst verkauften sich seine Bücher wie warme Semmeln, seine pseudowissenschaftlichen Thesen begeistern heute noch eine treue Fan-Gemeinde: Erich von Däniken, mittlerweile 82 Jahre alt, konnte mit seiner «Prä-Astronautik» manchen schönen Erfolg verzeichnen. 

Doch jetzt, vermutlich enerviert durch die diesjährige «Zurich Pride», hat der Erfolgsautor einen Tweet abgesetzt, der ihm Unverständnis und Häme einbringt. Scheinbar tolerant – «Festivals für Homos, Lesben etc. Nichts dagegen» – fragt von Däniken, ob es «eigentlich auch noch Festivals» gebe, an denen «sich Normale zeigen dürfen»: 

Das fordert den Widerspruch geradezu heraus: 

Schwingfest, Schützenfest? Da gibt es doch Anlässe, die von Däniken bestimmt besser gefallen dürften, wird sich dieser Twitterer gedacht haben: 

Von Däniken erhält noch weitere wohlwollende Tipps: 

Was ist denn eigentlich «normal»?

Besonders die Frage, was denn eigentlich «normal» sei, möchten einige der Leute, die auf den Tweet reagieren, gern von dem Erfolgsautor beantwortet haben: 

Die folgenden Tweets reiben genüsslich Salz in von Dänikens Wunden: Vor gut zehn Jahren ging sein Grossprojekt «Mystery Park» pleite – eine Art Disneyland der Prä-Astronautik. 

Allerdings kann man nicht alle Reaktionen als humorvoll bezeichnen. Die Aufforderung «lösch dich» klingt eher aggressiv: 

Es sieht so aus, als ob Erich von Däniken einen netten, kleinen Shitstorm losgetreten hätte. Nachdem die Antworten auf seinen Tweet zunächst nur zögerlich eingingen, nahm die Sache am Sonntag um 20 Uhr allmählich Fahrt auf. Vielleicht wird der einstige Erfolgsautor seine Meinungsäusserung bald bereuen. 

(dhr)

Ein Schleudersitz für Astronauten

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