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Donald Trumps Nomination steht so gut wie fest.<br data-editable="remove">
Donald Trumps Nomination steht so gut wie fest.
Bild: LUCAS JACKSON/REUTERS

Nach Trump-Sieg treten prominente Republikaner aus und sagen #ImWithHer (ja, mit Hillary ...)

04.05.2016, 12:19

Das Undenkbare ist eingetroffen: Der schrille Baulöwe Donald Trump, den lange kaum jemand ernst nehmen wollte, ist der Kandidat der Republikanischen Partei für die US-Präsidentschaft. Nach seinem Sieg in Indiana und dem Rückzug von Ted Cruz hat er keine ernsthaften Gegner mehr.

Die Nomination ist ihm faktisch nicht mehr zu nehmen. Das sieht auch die Parteiführung ein, die lange verzweifelt nach einem Weg suchte, das rassistische und sexistische Grossmaul zu stoppen. Reince Priebus, der Vorsitzende der nationalen Partei, rief seine Schäfchen auf Twitter zur Einigkeit und zum Kampf gegen Hillary Clinton auf.

Viele durchaus namhafte Mitglieder und Anhänger der Republikaner denken allerdings gar nicht daran, sich von Trump in den Abgrund einer fast sicheren Niederlage führen zu lassen. Die Reaktionen fielen entsprechend scharf aus. Der einflussreiche Senator Lindsey Graham, der selber erfolglos kandidiert hatte, geht davon aus, dass Trumps Nomination die Partei zerstören wird, und dies erst noch verdientermassen.

Ben Sasse, Senator aus Nebraska und eine Zukunftshoffnung der Partei, verwies  auf einem Facebook-Eintrag vom Februar, in dem er betont hatte, er könne Donald Trump nicht unterstützen.

Heftig auch die Reaktion von Michael Reagan, Sohn von Ex-Präsident und Republikaner-Ikone Ronald Reagan. 

Einige prominente Konservative erklärten öffentlich, sie würden aus der Partei austreten, darunter der Radiomoderator Steve Deace. Er erklärt, er fühle sich erleichtert und sogar frei.

Ein Journalist des rechtslastigen Magazins «Washington Examiner» veröffentlichte sogar sein Austrittsformular auf Twitter.

Der Blogger und Fundi-Katholik Matt Walsh kehrte der Partei ebenfalls per sofort den Rücken.

Wirklich bitter für die Partei aber sind jene Mitglieder, die sich öffentlich dazu bekennen, Hillary Clinton wählen zu wollen. Zum Beispiel ein Mitarbeiter des Senators und Ex-Präsidentschaftskandidaten John McCain.

Der Hashtag #ImWithHer, bislang von Clinton-Fans verwendet, tauchte am Dienstag vermehrt auf Twitter-Accounts von bekennenden Konservativen auf.

Was auf der Gegenseite entsprechende Kommentare provozierte.

Der konservative Kolumnist und Satiriker Jamie Weinstein begründete seinen Seitenwechsel mit einer makabren Analogie: Malaria ist nicht ganz so schlimm wie Ebola.

Selbst der Multimilliardär Charles Koch, der zusammen mit seinem Bruder David seit Jahren viele Millionen Dollar für republikanische Kandidaten gespendet hat, erklärte letzte Woche in einem Fernsehinterview, Hillary Clinton sei möglicherweise besser für das Weisse Haus geeignet als einer der verbliebenen Bewerber der Republikaner.

Das war sogar für die mutmasslichen Kandidaten der Demokraten des Guten zu viel, denn die Koch-Brüder zählen zu den grössten Feindbildern der amerikanischen Linken. Für Trump sind dies Bad News. Allerdings hat der bisherige Wahlkampf vor allem eine Erkenntnis gebracht: Man sollte «The Donald» auf keinen Fall unterschätzen. (pbl)

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