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Bild: Shutterstock

1,2 Millionen .ch-Adressen zügeln

Haben Sie eine .ch-Internetadresse? Dann müssen Sie aktiv werden, um sie nicht zu verlieren

Jetzt ist es offiziell: Ab dem 1. Januar 2015 müssen sich 450’000 Switch-Kunden mit einer .ch-Internetadresse einen neuen Verwalter für ihren Domainnamen suchen. Wer nicht aktiv wird, verliert im schlimmsten Fall seine Webadresse. 

Switch wird ab Anfang 2015 keine .ch-Domains mehr verkaufen. Neue Internetadressen können fortan bei einem privaten Domainverwalter registriert werden. Die bestehenden 1,2 Millionen .ch-Adressen bei der halbstaatlichen Stiftung Switch, die 450’000 Kunden gehören, müssen an private Domainverwalter transferiert werden. Andernfalls droht der Verlust. 

Damit dies nicht passiert, wird Switch seine Kunden drei Monate vor Ablauf des Domain-Abos auffordern, die Internetadresse zu einem neuen Domainverwalter zu zügeln. Reagiert der Kunde bis zum Ablauf des Abos nicht, erhält er einen eingeschriebenen Brief. Ein Monat nach Ablauf des Abos würde die Domain deaktiviert. Spätestens dann dürfte bei Webseitenbetreibern die Hölle los sein, da die Internet- und die E-Mail-Adresse nicht mehr erreichbar wären. Bei einer grossen Webseite wie «ricardo.ch» wäre der finanzielle Schaden immens, wenn die Seite auch nur einen Tag offline ist. 

«Wer eine wichtige Internetadresse bei Switch besitzt, tut gut daran, sie rechtzeitig zu einem neuen Anbieter zu zügeln.»

Vergisst der Kunde seine Internetadresse zu einem neuen Anbieter zu transferieren, erhält er weitere drei Monate Gnadenfrist, um bei Switch oder seinem Domain-Hoster die Seite zu reaktivieren. Sieht der Kunde die Warnungen nicht oder ignoriert sie, wird seine .ch-Adresse vier Monate nach Ablauf des Abos gelöscht. In diesem Fall steht sie allen Interessierten wieder zur Verfügung. Dies verdeutlicht: Wer eine wichtige Internetadresse bei Switch besitzt, tut gut daran, sie rechtzeitig zu einem neuen Anbieter zu zügeln. «Ich kann mir gut vorstellen, dass es 2015 zu einem Sturm auf das Callcenter von Switch und somit zu Verzögerungen kommt», sagt Tom Brühwiler vom Schweizer Webhoster Hostpoint. Der Transfer der Domain sei in aller Regel gratis. 

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grafik: switch

Mit der Gesetzesänderung hebt der Bund die Doppelrolle der Stiftung Switch auf, die bislang für den technischen Betrieb der Schweizer Internetadressen zuständig war und zugleich im Endkundengeschäft tätig ist. Neu dürfen ausschliesslich die fast 70 privaten Domainverwalter .ch-Internetadressen vergeben.  

«Die Kunden haben künftig nur noch einen Ansprechpartner und erhalten nur noch von einer Firma eine Rechnung», sagt Brühwiler. Dass die Domainpreise durch den neuen Wettbewerb generell sinken werden, bleibt ungewiss. Wer profitieren will, sollte im Laufe des Jahres nach günstigen Angeboten Ausschau halten. Einige private Domainverwalter werden mit Aktionsangeboten versuchen neue Webseitenbetreiber anzulocken. 

Update vom 5.11.2014: Wie im Juni berichtet, stellt die Stiftung Switch Anfang Januar 2015 den Verkauf von .ch-Domain-Namen ein und übergibt die Kundenbetreuung schrittweise an ihre Geschäftspartner, die Registrare. Die Grundlage für diese Änderung bildet die neue Verordnung über die Internet-Domains (VID), die heute vom Bundesrat verabschiedet wurde. Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

Update vom 29.6.2014: In der ursprünglichen Version dieses Artikels hiess es: «Das langjährige Domain-Registrierungsportal nic.ch der halbstaatlichen Stiftung Switch wird per 1. Januar 2015 deaktiviert.» Dies ist falsch. Laut Switch werden die Kunden ab 2015 über nic.ch den Transfer ihres Domain-Namens durchführen müssen. «Nic.ch wird frühestens dann angepasst, wenn alle .ch-Domains zu den privaten Domain-Namen-Anbietern transferiert wurden», sagt Switch. Der Transfer werde bis Mitte 2016 dauern.



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    Alle Leser-Kommentare
  • Chaose 05.11.2014 23:10
    Highlight Highlight Warum das Ganze sein muss ist mir immer noch unklar. Ging ja bisher bestens mit Switch. Wird nur alles unübersichtlicher so. Für Kunden wird rein gar nichts besser.
    6 3 Melden
    • smoe 06.11.2014 02:51
      Highlight Highlight Das BAKOM hat schrittweise die Monopolstellung von Switch aufgehoben. Bis 2005 konnten Domains ausschliesslich bei ihnen registriert werden. Dazu kommt, dass Switch schon länger gar keine Domains mehr verkaufen wollte, aber dazu verpflichtet war.
      http://www.switch.ch/de/about/news/2014/separation.html
      Warum sie dann aber mit switchplus eine Tochterfirma gründen, die genau das macht, erschliesst sich mir nicht ganz:)

      Ich denke, für die "einfachen" Leute ist es simpler wenn sie Domain und Hosting bei einem Anbieter verwalten können. Für solche, die diverse Seite bei x verschiedenen Anbietern haben und die Domains dazu zentral verwalten möchten könnte es etwas umständlicher werden.

      3 0 Melden
    • smoe 06.11.2014 08:23
      Highlight Highlight @Grufti Wie viel günstiger es wird, wird sich zeigen. Meines Wissens wird der Preis für die Registrierung einer Domain im Register weiterhin von Switch festgelegt. Dieser ist im Moment 15.50 CHF. Wenn ein Anbieter den Endkunden eine Domain günstiger anbietet bezahlt er drauf und quersubventioniert das wohl durch seine Hosting-Angebote.

      Dadurch dass Switch aber aus dem Endkunden-Geschäft aussteigt und so viel Aufwand sparen kann, wird der Preis aber wohl nochmals fallen.
      1 0 Melden
    • smoe 06.11.2014 13:24
      Highlight Highlight Ja die meisten Anbieter sind zwischen 12.- und 15.- Sie alle bezahlen aber den 15.50 Selbstkostenpreis pro Domain an Switch und machen somit ein Minusgeschäft. Einerseits können sie das wohl locker durch die meist mitverkauften Hostingangebote ausgleichen, andererseits wird nach dem Aussteig von Switch als Direktverkäufer deren Preis wohl in diese Region fallen.
      0 0 Melden
  • Nyi Phy 05.11.2014 18:02
    Highlight Highlight Gibt es denn schon eine Übersicht, die zeigt zu wem man wechseln könnte?
    2 1 Melden
    • smoe 06.11.2014 03:24
      Highlight Highlight Wenn du deine Seite(n) schon bei einem einzelnen Anbieter hast, würde ich das dort machen. Alle bekannten Hoster bieten das meines Wissens an.

      Da ich mehre Seiten/Applikation bei unterschiedlichen ausländischen Anbietern habe, verwalte ich meine Domains nun zentral bei switchplus.ch, der neu gegründeten Tochterfirma von Switch. Gleiche Oberfläche und mir kommen am wenigsten Sachen in den Weg, die ich nicht brauche:)
      0 0 Melden
    • Nyi Phy 06.11.2014 11:32
      Highlight Highlight Vielen Dank für eure Empfehlungen!
      2 0 Melden
  • Thomie_ch 28.06.2014 19:13
    Highlight Highlight Klar, das ist das Vorgehen, falls die VID so in Kraft tritt, wie sie als Entwurf vorliegt. Das ist eigentlich allgemein bekannt und war auch beim Systemwechsel von .li-Domainnamen nicht anders. Dass das aber schon offiziell sein soll und der Wechsel auf den 1.1.2015 stattfinden soll, ist mir neu. Sind diese Angaben verlässlich? Und auch, dass SWITCH Registerbetreiberin bleibt und die Registrar Alliance nicht zum Zug kommt?
    2 1 Melden
  • cbaumgartner 27.06.2014 18:27
    Highlight Highlight Entweder ihr seid einfach schneller als alle anderen Zeitungen oder das ist ein Beitrag vom "Enthüller" der nicht korrekt deklariert ist.
    1 5 Melden
    • Oliver Wietlisbach 27.06.2014 20:08
      Highlight Highlight In diesem Fall sind wir einfach schneller gewesen. Null Prozent Satire in diesem Artikel.
      25 0 Melden
    • Zwingli 05.11.2014 16:11
      Highlight Highlight Ist doch schon seit mehreren Wochen bekannt?
      3 1 Melden

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