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Halbzeit beim Super Bowl: Beyoncé stiehlt Coldplay die Show



War da was? Zur Halbzeit des Super Bowl darf Beyoncé Knowles zwar ihren neuesten «Frauen an die Macht»-Hit singen – doch ansonsten kommt die Pausenshow als bonbonfarbene Familienunterhaltung daher. Echte Aufreger bietet das Event diesmal nicht. Früher war das anders.

Jedes Jahr ist es eines der bestgehüteten Geheimnisse im US-Showbiz: Wie genau wird die Halbzeitshow des Super Bowl aussehen? Die Antwort auf diese Frage ist immens wichtig, Tourtickets für Konzerte der Künstler verkaufen sich nach den Auftritten deutlich besser, Musikverkäufe schiessen in die Höhe.

epa05149019 (L-R) Beyonce, Chris Martin and Bruno Mars perform during the halftime show of the NFL's Super Bowl 50 between the AFC Champion Denver Broncos and the NFC Champion Carolina Panthers at Levi's Stadium in Santa Clara, California, USA, 07 February 2016.  EPA/TANNEN MAURY

Beyoncé, Coldplay-Sänger Chris Martin und Bruno Mars bei der Halbzeit-Show.
Bild: TANNEN MAURY/EPA/KEYSTONE

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Feuerwerk, Beyoncé und ein überraschender Sieger: Das war der 50. Super Bowl
quelle: epa/epa / tannen maury
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In welche Richtung die Show dieses Jahr gehen würde, deuteten am Sonntagabend die Kommentatoren nach rund einer Stunde Spielzeit des 50. Finales der American-Football-Liga NFL an. «Eine Feier von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft» solle es werden. Was dann folgte, war bonbonbuntes Familienprogramm mit drei Weltstars.

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Der Auftritt der drei Stars im Video.
YouTube/HilaryDuffMusic

Die britische Band Coldplay machte mit Ausschnitten aus «Viva la Vida», «Fix You» und dem neuen Song «Adventure of a Lifetime» den Auftakt, bevor Pop-Soul-Sänger Bruno Mars übernahm und seinen Hit «Uptown Funk» anstimmte. Schliesslich war es an R&B-Ikone Beyoncé Knowles, ihren tags zuvor veröffentlichten Song «Formation» zu präsentieren. Das ganze Wochenende über hatte die 34-Jährige bereits viel Lob für die feministische Botschaft und den im Videoclip zum Lied enthaltenen Hinweis auf Polizeigewalt gegen Schwarze bekommen.

Michael Jackson machte den Anfang ...

Die mehr als 70'000 Zuschauer im Levi's-Stadiom von Santa Clara im US-Bundesstaat Kalifornien bejubelten dann auch den gemeinsam gesungenen zweiten Teil von Mars' Funk-Hit. Zum Abschluss der knapp viertelstündigen Show sangen alle drei Stars gemeinsam Hits aus vergangenen Jahrzehnten der Halbzeit-Minikonzerte.

Seit einigen Jahren zählt der musikalische Pausenfüller zu den Höhepunkten des Football-Events. 120 Millionen Menschen sahen im vergangenen Jahr die Pausennummer, es war die höchste Einschaltquote in der US-Fernsehgeschichte. Nicht immer war die Bedeutung der Halbzeitshows so gross. In früheren Jahrzehnten füllten Auftritte von Marching Bands und schwülstige Disney-Shownummern die normalerweise zwölf Minuten lange Pausenzeit.

Als erster grosser Erfolg gilt der Auftritt von Michael Jackson mit rund 3500 Kindern und der von viel Pathos getragenen Hymne «Heal the World» aus dem Jahr 1993. Die Minikonzerte zur Halbzeit wurden daraufhin grösser – und fünf Monate nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auch deutlich feierlicher. Damals liefen hinter U2-Frontmann Bono zum Song «Where the Streets Have No Name» die Namen der Opfer durch.

... und Janet sorgte für den Skandal

Auch für Skandale sorgte die Zwischenshow bereits: Unvergessen ist bis heute die entblösste Brust von Janet Jackson 2004. Acht Jahre später streckte Sängerin M.I.A. ihren Mittelfinger in die Kameras.

Auf derlei Eskapaden mussten die Zuschauer 2016 verzichten. Brav und fröhlich kamen die Songs daher, während unter dem transparenten Boden der riesigen Bühne immer wieder neue Blumenmotive explodierten. Zum Abschluss war es an den Stadionzuschauern auf den Rängen, die Botschaft der Show zusammenzufassen. Mit übergrossen Farbtafeln bildeten sie einen Schriftzug: «Believe in Love» («Glaubt an die Liebe»).

(sda/dpa)

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