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FILE - In this Monday, April 26, 2010 file photo, then Vice President Riek Machar, left, and President of South Sudan Salva Kiir, centre, arrive for a press conference in Juba, South Sudan. South Sudan will hold general elections between May and July 2015 and will give amnesty to rebels to encourage the widest participation in the elections, a government spokesman said Wednesday, Dec. 31, 2014, but a rebel spokesman rejected the polls and amnesty saying forces fighting the government have committed no crime. (AP Photo/Pete Muller, File)

Siebter Friedensprozess zwischen Präsident Salva Kiir und dem Rebellenführer Riek Machar schon wieder am Ende. Bild: Pete Muller/AP/KEYSTONE

Waffenstillstand-Abkommen verletzt

Der siebte Friedensprozess am Ende: Rebellen beschiessen Regierungsstellungen im Südsudan

10.02.15, 13:20

Nur gut eine Woche nach der jüngsten Einigung auf eine Waffenruhe ist der Friedensprozess im Südsudan offenbar erneut am Ende. Rebellen beschossen am Dienstag laut Verteidigungsminister Kuol Manyang Stellungen der Regierungstruppen in der Ölstadt Bentiu mit Granaten.

«Das ist eine Verletzung des Waffenstillstandsabkommens, wir werden uns dagegen verteidigen.»

Kuol Manyang

South Sudan's Defence Minister Kuol Manyang Juuk, poses for a photo after a cabinet meeting  in Juba January 17, 2014. Juuk said on Friday the leader of rebels battling government forces did not have enough control over his fighters to make any ceasefire hold, as peace talks dragged on with no sign of a deal.  REUTERS/Andreea Campeanu (SOUTH SUDAN - Tags: CIVIL UNREST POLITICS CONFLICT) - RTX17IK0

Stellungen der Regierungstruppen in Bentiu wurden angegriffen, Verteidigungsminister Manyang will sich verteidigen.  Bild: reuters

In Bentiu harren 53'000 Menschen in einem Lager der Vereinten Nationen aus, um sich vor der Gewalt der Aufständischen und des Regierungslagers zu schützen. Nothelfer bestätigten am Dienstag die Angriffe, laute Explosionen waren zu hören. Über Opfer gab es zunächst keine Angaben.

Präsident Salva Kiir und sein früherer Stellvertreter und jetziger Rivale Riek Machar hatten sich am vorgegangenen Sonntag zum wiederholten Mal auf eine Waffenruhe geeinigt, sie sah eine «komplette Einstellung» der Kämpfe vor.

Boys displaced by the fighting cross a small makeshift bridge in a camp for internally displaced persons (IDPs) at the United Nations (UN) base in Bentiu, Unity State, June 17, 2014. Around 39,000 people have found shelter in the UN base in Bentiu. About 1.5 million people have been displaced, including 378,000 who fled to neighbouring countries, according to the UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA). REUTERS/Andreea Campeanu (SOUTH SUDAN - Tags: CIVIL UNREST POLITICS SOCIETY)

Kinder gehen über eine provisorische Brücke im Camp von Bentiu.  Bild: reuters

Es war das siebte entsprechende Abkommen seit Beginn der Gewalt im Dezember 2013. Die Gespräche über die Machtaufteilung zwischen Kiir und Machar sollten am 19. Februar fortgesetzt werden.

Schwerste Menschenrechtsverletzungen

Der Südsudan erlangte 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan. Begonnen hatte der Konflikt mit einem Zerwürfnis von Kiir und Machar: Der Staatschef warf seinem Stellvertreter einen Putschversuch vor, woraufhin Kiir-treue Soldaten gegen Rebellen kämpften, die wiederum Machar nahestanden. Mittlerweile sind rund 20 bewaffnete Gruppen in den Konflikt involviert.

South Sudan's President Salva Kiir (L) and South Sudan's rebel commander Riek Machar exchange documents after signing a ceasefire agreement during the Inter Governmental Authority on Development (IGAD) Summit on the case of South Sudan in Ethiopia's capital Addis Ababa, Feburary 1, 2015. Kiir and Machar signed another ceasefire agreement on Monday, edging them closer to a final deal to end a 15-month conflict that has ravaged the world's newest country, mediators said. Picture taken February 1, 2015. REUTERS/Tiksa Negeri (ETHIOPIA - Tags: CIVIL UNREST POLITICS CONFLICT)

1. Februar 2015: Salva Kiir und Riek Machar tauschen Dokumente aus nachdem sie den Waffenstillstand unterzeichnet haben. Bild: TIKSA NEGERI/REUTERS

Seit Beginn des Bürgerkriegs wurden zehntausende Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben. Die UNO wirft beiden Lagern schwerste Menschenrechtsverletzungen vor.

Der blutige Konflikt brachte das ohnehin arme Land ausserdem an den Rand einer Hungersnot. Erst am Montag hatten die Vereinten Nationen zu Spenden von 1.8 Milliarden Dollar für die 2.5 Millionen Menschen aufgerufen, die dringend Hilfe brauchen. 

(sda/afp)



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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