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Lamont Jacobs, of Italy, beats Fred Kerley, of United States, during the finals in the men's 100-meter at the 2020 Summer Olympics, Sunday, Aug. 1, 2021, in Tokyo. (AP Photo/Morry Gash)

Lamont Marcell Jacobs auf Bahn 3 wird Olympiasieger über 100 m. Bild: keystone

Gold über 100 m – Italiener Jacobs ist der schnellste Mensch der Welt

Ein sensationeller Triumphator in der Königsdisziplin, zwei Olympiasieger, die ihren Erfolg im Hochsprung gemeinsam feierten und ein neuer Weltrekord im Dreisprung – die Leichtathletik-Entscheidungen in Tokio hatten es am Sonntag in sich.



Der Olympiasieger über 100 m kommt aus Italien: Lamont Marcell Jacobs triumphierte überraschend in Tokio. Er stellte im Final in 9,80 s einen neuen Europarekord auf.

Silber und Bronze gingen nach Nordamerika. Auch Fred Kerley (USA) und Andre de Grasse (Kanada) liefen in 9,84 s bzw. 9,89 s eine neue persönliche Bestzeit.

Jacobs ist 26 Jahre alt und der Sohn eines Amerikaners und einer Italienerin. Er wurde in Texas geboren, aber noch als er ein Kleinkind war, zog die Familie nach Italien.

epa09385552 Lamont Marcell Jacobs of Italy celebrates winning the Men's 100m final at the Athletics events of the Tokyo 2020 Olympic Games at the Olympic Stadium in Tokyo, Japan, 01 August 2021.  EPA/DIEGO AZUBEL

Triumph in Tokio: Lamont Marcell Jacobs. Bild: keystone

Sein bislang grösster Erfolg war der Gewinn des Hallen-Europameistertitels über 60 Meter in diesem Winter. Nun tritt er die Nachfolge des grossen Jamaikaners Usain Bolt an, der 2008, 2012 und 2016 in der Königsdisziplin der Leichtathletik triumphiert hatte.

Top-Nation Jamaika geschlagen

Bereits in den Halbfinals purzelten Rekorde. Der Chinese Su Bingtian senkte, auch dank günstigem Rückenwind, den Asienrekord auf 9,83 s. Jacobs hatte schon da mit 9,84 s einen neuen Europarekord aufgestellt.

epa09385599 Gold Medalists in Men'sHigh Jump Gianmarco Tamberi of Italy (L) and gold medalist in Men's 100m Marcell Lamont Jacobs of Italy (R) celebrate during the Athletics events of the Tokyo 2020 Olympic Games at the Olympic Stadium in Tokyo, Japan, 01 August 2021.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Im Ziel wartet auf Jacobs Landsmann Gianmarco Tamberi, der wenige Minuten zuvor Olympiasieger im Hochsprung wurde. Bild: keystone

Im Final fehlte nicht nur die Sprint-Topnation Jamaika, sondern auch der amerikanische Mitfavorit Trayvon Bromell, der im Halbfinal zu langsam war, nachdem er bereits die Vorläufe nur knapp überstanden hatte.

Zwei Sieger im Hochsprung

Mutaz Essa Barshim aus Katar und der Italiener Gianmarco Tamberi waren wenige Minuten zuvor gemeinsam Olympiasieger im Hochsprung geworden. Sie übersprangen bis und mit 2,37 m alle Höhen im ersten Versuch, bei 2,39 m rissen beide drei Mal.

epa09385577 Gold Medalists Gianmarco Tamberi of Italy (L) and Essa Mutaz Barshim of Qatar (R) react after the Men's High Jump Final during the Athletics events of the Tokyo 2020 Olympic Games at the Olympic Stadium in Tokyo, Japan, 01 August 2021.  EPA/DIEGO AZUBEL

Gemeinsam jubelt es sich schöner: die zwei Olympiasieger im Hochsprung. Bild: keystone

Danach wurden Barshim und Tamberi vom Kampfgericht vor die Wahl gestellt, entweder beide Olympiasieger zu werden oder den Sieger auszuspringen. Sie entschieden sich für den gemeinsamen Erfolg. Bronze ging an Maxim Nedasekau. Der Weissrusse überquerte ebenfalls 2,37 m im ersten Anlauf, hatte aber Fehlversuche auf 2,35 m.

26-jährigen Weltrekord verbessert

Yulimar Rojas heisst die Olympiasiegerin im Dreisprung. Der überlegene Triumph der Venezolanerin stand schon fest, als sie im sechsten und letzten Versuch den Weltrekord auf 15,67 m verbesserte. Die alte Marke, welche Rojas um 17 Zentimeter übertraf, stammte aus dem Jahr 1995 und gehörte der Ukrainerin Inessa Krawetz.

Yulimar Rojas, of Venezuela, celebrates after winning the final of the women's triple jump at the 2020 Summer Olympics, Sunday, Aug. 1, 2021, in Tokyo. (AP Photo/David J. Phillip)

Weiss auf schwarz: Rojas präsentiert den Weltrekord. Bild: keystone

Silber und Bronze gingen an Patricia Mamona (Portugal, 15,01 m) und Ana Peleteiro (Spanien, 14,87 m). Beide stellten mit ihren Weiten einen neuen Landesrekord auf. (ram)

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