DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Syngenta-Pestizid laut NGO für Todesfälle in Indien verantwortlich

18.09.2018, 21:3711.11.2019, 12:59

Ein Pestizid des Agrochemie-Konzerns Syngenta soll gemäss der Nichtregierungsorganisation «Public Eye» für schwere Vergiftungsfälle in Indien und den Tod von zwanzig Menschen verantwortlich sein. Ein Vorstoss im Nationalrat fordere nun ein Verbot der Ausfuhr von Pestiziden, die in der Schweiz wegen Auswirkungen auf Mensch oder Umwelt bereits verboten seien, schreibt «Public Eye» am Dienstag in einer Mitteilung.

Das Insektizid Polo mit dem Wirkstoff Diafenthiuron habe vergangenes Jahr innert 12 Wochen etwa 800 Landarbeiter in Zentralindien schwer vergiftet, als sie auf Baumwollfeldern Pestizide ausgebracht hätten, schrieb «Public Eye». Über 20 von ihnen seien gestorben. Diafenthiuron werde von Syngenta in Monthey, im Wallis, produziert. 2017 habe die Schweiz davon 126.5 Tonnen ausgeführt, davon 75 Tonnen nach Indien.

Syngenta bestreitet die Angaben von «Public Eye». «Es gibt keine Beweis, dass das Produkt Syngenta Polo für die Vorfälle verantwortlich ist», erklärte das Unternehmen, das seit 2017 dem chinesischen ChemChina-Konzern gehört, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Verschiedene Formulierungen von Diafenthiuron seien weltweit in 25 Ländern zugelassen. (awp/sda/kün)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Böse Bakterien und Quallenschwärme: Was passiert, wenn die Ostsee kippt

Weisse Strände, klares Wasser, seichter Wellengang bei Sonnenschein – vor allem in den heissen Sommermonaten zieht es viele Urlauber für einen Bilderbuch-Urlaub ans Meer. Doch die Realität sieht vielerorts leider anders aus. Im Meerwasser sammelt sich gebietsweise dichter Algenbewuchs, es kommt grossflächig zu wahren Qualleninvasionen und immer wieder werden tote Fische und Meerestiere an die Strände gespült.

Zur Story