Basel
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ZUR HERBSTSESSION AM MITTWOCH, 27. SEPTEMBER 2017, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Pigs are transported from their pigpens on a farm in the canton of Berne, Switzerland, to the slaughterhouse in Basel in a cattle truck, pictured on November 17, 2009. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Schweine werden am 17. November 2009 von ihrem Stall auf einem Bauernhof im Kanton Bern mit dem Viehtransporter in den Basler Schlachthof gebracht. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Die Organisatoren der «Show-Metzgete» wollen «humanere Alternativen zum Schlachten am Fliessband» aufzeigen: Schweine auf dem Weg in den Schlachthof. Bild: KEYSTONE

Streit um «Show-Metzgete» – Sissacher wollen zwei Säue im Dorfzentrum schlachten



Am 28. Oktober dürfte sich der Boden des Schaffner-Areals im Ortszentrum von Sissach BL rot färben – blutrot: Schaulustigen bietet sich die Gelegenheit, einer öffentlichen Metzgete von zwei Säuen beizuwohnen, vom Bolzenschuss zur Betäubung bis zur Herstellung und Verzehr einer Schweinsbratwurst. Hinter dem Vorhaben stecken der Sissacher Metzgermeister Rolf Häring und seine Mitstreiter Hans Peter Eschbach und Heiner Oberer.

«Es geht darum, den Leuten das traditionelle Handwerk der Hausmetzgete von früher aufzuzeigen», erläutert Heiner Oberer gegenüber der «Basler Zeitung» (Artikel online nicht verfügbar). Doch die öffentliche Metzgete sorgt für Unmut. Der frühere Pfarrer der Gemeinde Rothenfluh – der als «Chüngelipfarrer» bekannt gewordene Lukas Baumann – bezeichnete den geplanten Anlass in einem Leserbrief als «entwürdigende Veranstaltung». Seinen Übernamen erhielt Baumann, weil seine Frau im Pfarrhaus eine Auffangstation für Kaninchen einrichtete.

Die öffentliche Tötung von Tieren zur «Belustigung der Bevölkerung» sei grausam und gehöre ins letzte Jahrhundert. Er fordert von den Organisatoren eine Absage der Veranstaltung. Gegenüber der «Basler Zeitung» sagte Baumann, dass ihm schon bewusst sei, dass die Schweine so oder so geschlachtet würden: «Aber ich wehre mich dagegen, dass die Tiere dabei öffentlich vorgeführt werden.» Wer eine Schlachtung erleben wolle, solle dafür ins Schlachthaus gehen. Er habe sich bereits per Brief an die Organisatoren gewandt, aber noch keine Antwort erhalten. Baumann überlegt sich deshalb, während der Metzgete vor Ort eine Aktion durchzuführen.

Umfrage

Eine öffentliche Schlachtung im Dorfzentrum – was hältst du davon?

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  • Super Idee – wer Fleisch essen will, sollte auch eine Schlachtung ertragen können48%
  • Kein Problem – Ich verstehe nicht, dass man sich darüber aufregen kann. Das war früher ganz normal27%
  • Ekelhaft. Ich will kein Blut sehen1%
  • Geht gar nicht – da belustigt man sich auf Kosten der Tiere16%
  • Ich will nur das Resultat sehen7%

Unterstützung erhält Baumann vom Schweizer Tierschutz, der seine Bedenken teilt: «Für mich klingt das Ganze nach einem Gag, der nichts mit der Realität des Schlachtens zu tun hat», sagt STS-Geschäftsführer Hansueli Huber zur «Basler Zeitung». Es sei prinzipiell zu begrüssen, wenn sich die Leute mit den Hintergründen der Fleischproduktion auseinandersetzen, findet Huber. Aber er kann sich schwerlich vorstellen, dass eine solche «Show-Metzgete» zur Aufklärungsarbeit beitrage.

Gegen diesen Vorwurf wehrt sich Organisator Heiner Oberer: «Mit dem geplanten Anlass wollen wir die Leute nicht belustigen, sondern aufzeigen, dass es zum Schlachten am Fliessband humanere Alternativen gibt und ein Schwein nicht nur aus Filets und Schinken besteht». Während der Schlachtung sei ein Tierarzt vor Ort. Dieser stelle sicher, dass sämtliche Anforderungen des Tierschutzes erfüllt würden, ergänzt Oberer.

«Wir sehen ein, dass das Töten von Tieren nicht jedermanns Sache ist. Aber bei unserer Metzgete läuft alles korrekt ab», sagt Oberer. Schliesslich sei der Anlass von den kantonalen Behörden abgesegnet worden. (cbe)

Das kann man alles aus einem Tier machen: «Nose to Tail»-Rezepte

Video des Tages von Emily National: «Danke Kirchenglocken, ich wollte eh nicht schlafen!»

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Video: watson/Emily Engkent

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77Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Judge Dredd 11.10.2017 09:03
    Highlight Highlight Meine Grosseltern hatten einen kleinen Bauernhof, wie man ihn früher auf dem Land hatte. Pro Jahr wurde ein Schwein auf dem Bauernhof (also quasi eine "Schowmetzgete") geschlachtet und verarbeitet, im Beisein der ganzen Familie (3 Generationen). Von ganz klein auf wusste jeder bei uns wo das Fleich herkommt.
    Es hat nicht dazu geführt, dass in der Familie übermässig viele Vegetarier wurden, aber es entstand ein sehr bewusster Umgang mit Fleisch (Qualität statt Quantität). Und das wichtigste ist, Fleisch wird nicht weggeworfen! Man kauft nur wenig und isst es.
  • mrcharliebrown 10.10.2017 15:29
    Highlight Highlight Was bei der öffentlichen Schlachtung fehlt, ist die "industrialisierte" Arbeitsweise. Ein verschwindend kleiner Teil aller Schweine (oder Nutztiere generell) wird heutzutage in Einzelarbeit betäubt und aufgeschnitten. Es ist dann schon noch ein grösserer Schritt zum 10-Franken-pro-Kilo-Prix-Garantie-Plätzli (oder eine andere Billiglinie).
  • Newalley 10.10.2017 15:28
    Highlight Highlight uhhh, endli wieder e Fleischesser-Vegatarier-Veganwasauimmer-Diskussion uf watson *durchkommentarescroll*
  • mrcharliebrown 10.10.2017 15:23
    Highlight Highlight Es kommt stark darauf an, wie es im Endeffekt umgesetzt wird. Es gibt eine grosse Bandbreite zwischen Hollywood-Show und nüchterner Schlachtung.. Bin gespannt.
  • dorfne 10.10.2017 15:20
    Highlight Highlight Früher kam der Störmetzger auf den Bauernhof und hat das Säuli live, schnell und schmerzlos vor Ort getötet. Es gab keinen tierquälerischen Transport zum weit entfernten Schlachthof. Das Tier wurde geehrt, indem alles von ihm verwendet wurde, vom Blut bis zu den Borsten. Auch der Hofhund hatte seine Freude an den allerletzten Innereien. Ohne Tötung des Tieres kein Kottlett auf dem Teller. Durch diese Veranstaltung wird das allen Fleischessern anschaulich in Erinnerung gerufen! Deshalb Daumen hoch!
  • dorfne 10.10.2017 15:05
    Highlight Highlight Wie kommt der Pfarrer darauf, dass das Volk sich an der Tötung der Tiere "belustigen" würde. Diese Unterstellung sagt viel aus - über den Pfarrer.
  • danmaster333 10.10.2017 14:47
    Highlight Highlight Finde ich gut. Fleischkonsumierer (wie ich) sollten sehen, dass Fleisch nicht auf Bäumen wächst. Ich hatte das Glück, dass mein Vater Jäger war, aber die meisten essen Fleisch ohne sich dabei etwas zu denken und dabei jeden Tag. Verantwortlicher wäre es, nur ein- bis zweimal pro Woche Fleisch auf dem Teller zu haben.
  • Asmodeus 10.10.2017 13:51
    Highlight Highlight Finde ich eine absolute Superidee aufzuzeigen wie das Metzgen genau abläuft.

    Es zeigt die Realität von Nutzvieh und das Handwerk eines Metzgers.

    Dem Metzger könnte es wirtschaftlich allerdings schaden wenn die Leute plötzlich sehen wie das Schnitzel aussah bevor es auf der Pfanne gelandet ist :)
    • 4kant 10.10.2017 16:49
      Highlight Highlight Was gibt es besseres als ein Enterecôte von einem schönen Pferd?
    • Asmodeus 10.10.2017 19:21
      Highlight Highlight Ein schönes Rindsfilet.
  • seventhinkingsteps 10.10.2017 13:51
    Highlight Highlight Die meisten Schweine werden in der Schweiz übrigens nicht mit Bolzenschuss getötet sondern in einer CO2 Grube vergast.
    • 4kant 10.10.2017 16:49
      Highlight Highlight Ein schöner Tod. Einfach einschlafen.
    • seventhinkingsteps 10.10.2017 20:41
      Highlight Highlight @4kant

      Leider nicht, nein. Was du meinst ist vor allem Kohlenmonoxid, der klassische Suizid mit Autoabgasen.

      "Die Anlagen seien äußerst unangenehm für die Tiere: „Sie strecken die Schnauzen nach oben, zeigen Maulatmung, also typische Anzeichen eines Erstickungsgefühls, und drängen nach oben.“ Es sei eng dort unten, und während es abwärts gehe, werde die Luft immer knapper. „Die Tiere bekommen Angst, auch weil das Gas in Verbindung mit Flüssigkeit zu einer schwachen Säure wird."
    • seventhinkingsteps 10.10.2017 20:41
      Highlight Highlight "Die Robusteren richten sich auf und steigen auf ihre Artgenossen, um so lange wie möglich Luft zum Atmen zu bekommen. Die Panik äußert sich in schrillen Schreien. Die Grundlautstärke der Anlage von 80,4 dB steigt dann in der Grube auf einen Lärmpegel von 105,8 dB an."
    Weitere Antworten anzeigen
  • sikki_nix 10.10.2017 13:28
    Highlight Highlight Ganz ehrlich - Diese Veranstaltung sollte durchgeführt werden. Konsumenten haben durch die fein säuberlich abgepackten Fleischprodukte im Kühlregal den Bezug zum Schlachten verloren. Als typischer Endverbraucher sieht man nur zwei Dinge: Glückliche Tiere in der Werbung und das Endprodukt Fleisch. Es sollte viel mehr ins Bewusstsein gerückt werden, dass da in der Prozesskette ein Tötungsvorgang stattfindet und dass dies bei den Tieren Stress auslöst. Ob das Schlachten öffentlich ist oder nicht, die Tiere finden es so oder so nicht cool getötet zu werden.
  • Baccaralette 10.10.2017 12:57
    Highlight Highlight Ihr könnt mich gleich blitzen, nur die Ruhe
    Nennt es scheinheilig oder was auch immer - aber hier werden zwei Schweine live geschlachten. Zur Belustigung der Menschen, die danach finden, ach so schlimm ist es ja nicht.
    Diese beiden Schweine lassen ihr Leben für den Genuss von Menschen. Eine Show auf Kosten zweier Lebewesen, die niemandem jemals was zuleide getan haben. Die Stress erleiden müssen, damit Menschen, die ohne darüber nachzudenken, dass ihr Schnitzel auch mal lebendig war, Fleisch essen. Täglich.
    Denkt mal darüber nach. Geht in euch und denkt darüber nach.
    (ich bin Vegetarierin)
    • Tschedai 10.10.2017 13:25
      Highlight Highlight Was du realisieren musst, Baccara, ist dass es mehr solche öffentliche Schlachtungen geben muss! Die meisten Menschen realisieren nicht, wie ihr Essen auf dem Teller landet. Die Schlachtung wird verdrängt und ist kaum jemandem bewusst. Würde jeder Mensch einer Schlachtung zuschauen müssen, wir hätten weniger Fleischesser. Schon nur das thematisieren des Themas hat Einfluss auf die Menschen. Und eben: Die Säue werden auch sonst geschlachtet, auch wenn niemand zuschauen würde.
    • Newsaddicted 10.10.2017 13:28
      Highlight Highlight Hier sehen die menschen wenigstens dass ihr Schnitzel mal lebendig war.
      Ich glaube nicht dass so ein Event die Menschen primär belustigt, vielmehr wird ein bewusstsein für die realität geschaffen.
    • Snowy 10.10.2017 13:35
      Highlight Highlight Habe Dich geherzt.

      (Bin karnivor).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lami23 10.10.2017 12:57
    Highlight Highlight Ich könnte mir vorstellen, dass es mehr Stress für die Tiere bedeutet, was suboptimal ist. Ansonsten wäre die Grundidee aber gutzuheissen. Nachdem ich beim schlachten meiner Kaninchen geholfen habe, hat das meine Einstellung gegenüber ihrem Leben und dem Fleischkonsum auch positiv verändert.
    • Theor 10.10.2017 14:01
      Highlight Highlight Inwiefern sollte das mehr Stress für die Tiere sein, als in einem Tiertransporter stundenlang auf der Autobahn rumzurattern, eingepfercht mit hundert anderen Säuen?
    • El Vals del Obrero 10.10.2017 14:10
      Highlight Highlight Der Stress im Schlachthof dürfte 100x grösser sein (in der Regel längerer Transportweg, Fliessbandabfertigung, Tötung durch Maschine, Tausende noch lebende oder bereits tote andere Tiere, keine Zeugen, die zu mehr Sorgfalt führen).
    • Lami23 10.10.2017 14:37
      Highlight Highlight Darum sage ich "ich könnte mir vorstellen" und nicht "ich bin sicher das" :-)
      Ich war einmal in einem Schlachthof dabei, dort lief es sehr stressfrei ab und die Tiere wurden 15 Minuten transportiert. Das das nicht die Norm ist, wird wohl jedem klar sein. Eben gerade darum weiss ich nicht, ob die Sensibilisierung funktioniert mit einem Vorgang, der in Wahrheit anders abläuft...
  • seventhinkingsteps 10.10.2017 12:50
    Highlight Highlight "Klar wissen wir dass es grausam ist und auch so aussieht, darum wollen wir ja auch nicht, dass das jemand sieht. Verkaufen wir ja nichts mehr"
  • Barracuda 10.10.2017 12:38
    Highlight Highlight Dass sich ausgerechnet der Schweizerische Tierschutz und andere Hardcore-Vegis dagegen aussprechen, erstaunt mich. Gerade diese Kreise werfen uns Fleischesser ja immer wieder vor, dass wir angeblich gerne Fleisch essen, aber nicht wissen wollen, wie das Fleisch auf den Teller kommt. Von daher ist das ziemlich widersprüchlich, schliesslich will man ja mit dieser Aktion der Bevölkerung aufzeigen, wie Fleisch produziert wird. Nun ja, das ist ja nicht der einzige Widerspruch, daher nichts Neues...
    • ChlyklassSFI 10.10.2017 13:49
      Highlight Highlight Man kann es sich ja im Schlachthaus ansehen. Dort findet es ja statt. Und wenn man wirklich Interesse an den Vorgängen im Schlachthaus hat, könnte man ja Schlachthäuser mit grossen Fenstern bauen.
    • Mutzli 10.10.2017 17:02
      Highlight Highlight Schweizerische Tierschutz Organisationen muss man schon klar von Vegetarischen/Veganen Organisationen unterscheiden. Nicht das die einen zwangsläufig mehr recht haben oder besser wären als die anderen, aber da gibts dann doch recht viele Unterschiede. Wie auch zu Umweltschützern (welche gar nicht das gleiche sind wie Landschaftsschützer). Ich selbst bin Vegetarier und kann das ganz zwar akzeptieren und je nach dem sogar befürworten, aber mich s nicht gerade dafür begeistern. Es ist zwar eine äusserst gute Sache, dass die Leute wissen woher ihr Essen kommt, aber trotzdem stirbt ein Tier dabei.
  • Snowy 10.10.2017 11:56
    Highlight Highlight JA! Die Menschen/Konsumenten sollen natürlich wissen, wie es aussieht wenn ein Tier stirbt/geschlachtet wird um danach eine Wurst zu produzieren... und zwar nicht "nur" auf dem Land auf dem Bauernhof, sondern so wie 90% der Nutztiereiere heutzutage sterben: Am Fliessband in einer Fabrik!

    Kein Wunder haben mittlerweile alle Schlachthöfe ein striktes Filmverbot erlassen... wenn wir genau sehen würden, wie die Tiere noch immer im Akkord geschlachtet und danach mit elektrischen Sägen auf dem Fliessband aufgeschnitten werden, würde dies noch mehr Menschen den Appetit auf Wurst verderben.
    • 4kant 10.10.2017 12:29
      Highlight Highlight Nein. Solche Schlachthöfe sind nichts abschreckendes. Es ist sauber dort. Die Tiere leiden nicht. Das sieht man.
      Wenn ein Fuchs ein Rehkitz reisst, oder Wölfe eine Hirschkuh reissen, dann ist das viel grausamer.
      Das Unnatürliche an Schlachthöfen ist gerade die Absenz von Todeskampf und Todesangst
    • Frausowieso 10.10.2017 12:38
      Highlight Highlight und genau da kommen solche Marketingaktionen ins Spiel. Die Zuschauer sehen dieses, wahrscheinlich total "humane" Show-Schlachten. Sie sehen herzige Werbungen von Grossverteilern, in denen süsse Mädchen mit Kälbern kuscheln. Sie sehen Fotos von glücklichen Säuli auf Freilandweiden (von denen es nur eine handvoll gibt). Im inneren wissen sie, dass das nicht die Realität ist. Aber sie wollen es glauben. Sie reden sich ein, dass die Schweiz das "strengste Tierschutzgesetz" hat und schon "allles seiner Richtigkeit hat". So ein Showschlachten ist rein nur Werbung für den lokalen Metzger.
    • Theor 10.10.2017 14:08
      Highlight Highlight @4kant

      Ihre verkorkste Sichtweise ist immer wieder erstaunlich.

      Ja, ich kann mir vorstellen, dass der Tod mittels Bolzen weniger schmerzhaft für ein Schwein ist, als von einem Wolf gerissen zu werden. Aber während in der Natur ein Wolfsrudel ein Schwein pro Woche aufreisst, züchten wir Menschen ZEITGLEICH 10'000 Schweine und töten sie danach. Um eine Ernährung aufrechtzuerhalten, die nicht mal gesund für uns ist. Das ist das Perverse. Die Mengen, in welcher wir Leben heranzüchten, um es zu töten - das lässt keinerlei Vergleiche zur natürlichen Nahrungskette mehr zu.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nuka Cola 10.10.2017 11:53
    Highlight Highlight Durchaus interessant, der Welt hier einen Spiegel des Konsums vorzuhalten, und wie sich dann Teile der Welt darüber aufregen.
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 10.10.2017 11:50
    Highlight Highlight Ach herrje die menschen sollen nur ruhig wissen woher ihr steak kommt...
    • Frausowieso 10.10.2017 12:40
      Highlight Highlight es kommt aber nid von dort. Um das geht es ja. Ihr Steak wurde in Massentierhallen geboren und ein paar Monate gemästet. Dann kommt es in einen Transporter, wo es das erste mal Himmel sieht. Dann wird es in einer Fliessbandschlachtfabrik getötet und zerteilt. Die Aktion will den Leuten einfach ein gutes Gefühl geben, aber es hat nichts mit der Realität zu tun.
  • who cares? 10.10.2017 11:50
    Highlight Highlight Finde es ein bisschen scheinheilig, wenn man die Schlachtung eines Schweines nicht sehen will, aber trotzdem Speck und Schinken isst.
  • lily.mcbean 10.10.2017 11:43
    Highlight Highlight Sehr gute Sache. Den Leuten muss einfach klar werden das ihr leckeres Schweinefilet auch mal lebendig war und hoffentlich werden die Menschen sich so auch ihrem Lebensmittelkonsum mehr bewusst. Meztgete ist eine sehr alte Tradizion und war vor allem in ärmeren Regionen ein richtiger Festtag, wenn man im Herbst eine Sau schlachten konnte hatte man Fleisch für den Winter. Ausserdem ist es humaner die Schweine so zu schlachten als im Massenschlachthaus- das möchte man sich nicht antun! Die Schweine riechen was kommt und flippen aus...wenn das Artgerecht ist?
  • Frausowieso 10.10.2017 11:42
    Highlight Highlight Ich verstehe den Ansatz dahinter, aber schlussendlich ist eine reine Marketingsaktion. Die Leute, die sich das ansehen, denken dann das Schlachten so abläuft und beruhigen so ihr Gewissen. Sie kaufen dann ab und zu was beim Metzger und denken, dass sie "verantwortungsbewusst" Fleisch essen. Abgesehen vom Zmittagsandwich, der Fertigpizza, den Speckwürfeli, dem Auswärtsessen, dem Kebab im Ausgang..... die Veranstaltung an sich finde ich unangebracht. Die Tiere durchlaufen unnötigen Stress durch die Zuschauer. Sie werden bloss gestellt, entwürdigt und ihr Tod ist eine Show. Einfach primitiv.
    • Mr. Spock 10.10.2017 12:43
      Highlight Highlight Es ist Marketing. Jedoch nicht zur belustigung und nicht zum zweck der industrie.


      Es geht um aufklärungsarbeit und um alternativen aufzuzeigen!
    • Baccaralette 10.10.2017 12:54
      Highlight Highlight Danke Butter, genau so sehe ich das auch.
  • sherpa 10.10.2017 11:34
    Highlight Highlight In dem Ort, in welchem ich aufgewachsen bin, war es g
    Gang und gäbe, dass die Schweine im Herbst auf dem Bauernhof gmetztget wurden und jeder der wollte, konnte als Zuschauer daran teilnehmen. Niemand, auch der Dorfpfarrer nicht, hat sich je darüber aufgeregt. All jene, welche gegen diese traditionellen Hausmetzgeten sind, sollen doch einfach nicht hingehen und ihr Fleisch ab dem Schlachthof oder dem Dorfmetzger beziehen. Mit "Show" hat das nun wirklich nichts zu tun außer es wird von all jenen so bezeichnet, welche den Ursprung dieser Tadition bis heute nicht mit bekommen haben.
    • El Vals del Obrero 10.10.2017 12:29
      Highlight Highlight Noch besser und konsequenter: Wer das nicht sehen will, soll kein Fleisch essen.

      Die schlimmsten Auswüchse in der Tierhaltung und -Schlachtung gibt es ja nur, weil die Konsumenten sie eben nicht sehen (wollen).
    • dorfne 10.10.2017 15:34
      Highlight Highlight @meine Senf.....und wenn das Fleisch so schön rot portioniert beim Metzger liegt, denkt niemand an das Blutbad und die übelriechend herausquellenden Innereien, die dem Schlemmerbuffet vorausgingen...
  • c-bra 10.10.2017 11:29
    Highlight Highlight Als überzeugter Fleischesser, der weiss wie es in einem Schlachthaus aussieht und zu und her geht, finde ich das nicht einmal eine schlechte Idee.

    Jeder soll wissen woher sein Essen kommt, zwischen Bauernhof und Teller liegt nun einmal eine Station dazwischen.
    • Michi Ho 10.10.2017 12:41
      Highlight Highlight Dem kann ich mich nur anschliessen. Ich esse gerne und viel Fleisch, aber bin mir natürlich bewusst, dass das von Tieren stammt, die dafür getötet werden. Damit habe ich kein Problem, das ist halt die Nahrungskette. Selbst geschlachtet habe ich zwar noch nie, aber als Hobbyfischer töte und präpariere ich immerhin mehr oder weniger regelmässig Fische. So what - ist frisch und schmeckt.

      Das mal live anzuschauen, und vielleicht auch gleich ein paar Stücke des frischen Fleischs zu grillieren und zu essen - warum nicht. Wäre doch mal interessant, sonst kennt man's als Stadtkind nur von YouTube.
    • SemperFi 10.10.2017 13:11
      Highlight Highlight Nur kommt Ihr Fleisch wohl nicht aus einer Hausschlachtung, sondern aus einer Fleischfabrik. Das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun.
    • Maragia 10.10.2017 14:53
      Highlight Highlight SemperFi "Das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun" jetzt aber nicht übertreiben!
  • Menel 10.10.2017 11:22
    Highlight Highlight "Die öffentliche Tötung von Tieren zur «Belustigung der Bevölkerung» sei grausam und gehöre ins letzte Jahrhundert."

    Ja, sperren wir alles weg, was uns nicht gefällt. Wer Fleisch isst (dazu gehöre ich auch) sollte auch verstehen, woher das Fleisch kommt und dass die Steaks nicht auf Zauberbäumen wachsen. Nur mit dem Bewusstsein setzen sich die Leute dann auch wirklich für artgerechte Haltung und Schlachtung ein.
    • SemperFi 10.10.2017 13:13
      Highlight Highlight Wer wissen will, woher sein Fleisch kommt, soll sich mal eine Stunde in einem Schlachthof antun. Das hat mit dieser Ballenberg-Inszenierung nichts zu tun.
  • Walter Sahli 10.10.2017 11:22
    Highlight Highlight Ich kann beide Seiten verstehen, tendiere aber dazu, die öffentliche Schlachtung besserzuheissen. Es schadet nichts, wenn man in Erinnerung ruft, dass Fleisch essen bedeutet, ein Tier zu töten. Und wenn's schadet, dann werden die Geschädigten danach vielleicht weniger Fleisch essen, was immer begrüssenswert ist.
  • El Vals del Obrero 10.10.2017 11:17
    Highlight Highlight Dass den Leuten nicht bewusst ist, dass das Fleisch nicht von selber in die Plastikschale kommt, ist nicht gut.
    Zu zeigen, dass das anders ist, sei aber auch nicht gut.

    Irgendwie erinnern mich die die Metzgete-Gegner an die Snus-Gegner (siehe anderer Artikel von heute).

    Am besten wäre es doch, wenn jeder, der Fleisch essen will, das selber mal gemacht haben muss oder wenigstens mal zugeschaut haben. Also sollte es solche Anlässe viel öfter geben.

    Einziger nachvollziehbarer Einwand: Den Tieren im Schlachthof ergeht es wohl deutlich schlechter.

In Graubünden werden vier Jungwölfe geschossen

Im Kanton Graubünden sollen bis Ende März nächsten Jahres vier Jungwölfe aus dem neunköpfigen Beverinrudel geschossen werden. Im Streifgebiet dieses Rudels sind mindestens 15 Risse aus Ziegenherden bekannt. Die Gruppe Wolf Schweiz bedauert den Abschuss.

Mit den mindestens 15 Rissen aus Ziegenherden, die durch Herdenschutzmassnahmen geschützt waren, sei ein Grenzwert überschritten worden, der das Verhalten dieses Wolfsrudels als problematisch klassifiziere, schreibt die Bündner Jagdverwaltung …

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