Gesellschaft & Politik
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Die Basler Grossrätin Lea Steinle kandidiert für den Nationalrat.  bild: screenshot telebasel 

Nach Baby-Rauswurf: Darum will Basler Grossrätin jetzt in den Nationalrat

Wegen dem Basler «Baby-Gate» entschied sich die Grossrätin Lea Steinle spontan für eine Nationalratskandidatur. Es brauche mehr junge Eltern im Parlament, sagt sie. 



Von einem Tag auf den anderen kannte die halbe Schweiz die Basler Grossrätin Lea Steinle. Mitte November trug Steinle ihr zwei Monate altes Baby in den Grossratssaal, um abzustimmen – und wurde darauf prompt vom Ratspräsidenten Remo Gallacchi aus dem Saal verwiesen. Die Aktion sorgte für nationales Aufsehen und erregte die Gemüter. 

Die junge Mutter stand abrupt im medialen Blitzlichtgewitter. «Zeitweise wurde mir der ganze Medienrummel etwas zu viel», sagt Steinle knapp einen Monat später. Die Aufmerksamkeit macht der Grünen-Politikerin vor allem etwas klar: «Das Ganze hat mich motiviert, meine politische Karriere voranzutreiben. Ich kann und will Mutter und Politikerin zugleich sein.»

Irene Kaelin, GPS-AG, mit ihrem Kind, an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 26. September 2018 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Eine der wenigen jungen Mütter im Parlament: die Grünen-Nationalrätin Irène Kälin. Bild: KEYSTONE

Am Dienstagabend bewarb sich die 31-Jährige für eine Kandidatur auf der Grünen-Nationalratsliste. Ihr Spontan-Entscheid kam gut an. Mit 30 Stimmen wurde sie für die Liste nominiert. 

Es sei ein Bauchentscheid gewesen, sagt Steinle. «Es braucht unbedingt mehr junge Eltern im Parlament.» Mit der grossen Zustimmung habe sie aber nicht gerechnet. «Die anderen Kandidierenden waren auch sehr gut. Und weil es ein eher spontaner Entscheid war, habe ich mich auch nicht intensiv darauf vorbereitet.»

Ob sie im kommenden Oktober tatsächlich in den Nationalrat einziehen kann, wird sich zeigen. Ihre Chancen schätzt Steinle nicht allzu hoch ein. «Ich will es aber trotzdem versuchen.» Ihrer Partei-Kollegin Sibel Arslan, die seit 2015 in der grossen Kammer sitzt, den Platz streitig machen will Steinle aber auf keinen Fall. «Ich möchte Sibel so gut wie möglich unterstützen», sagt die Politikerin und fügt hinzu: «Es wäre aber Zeit für einen zweiten Sitz für die Grünen.»

Auf Steinles politischer To-do-Liste steht momentan vor allem ein Thema: die Klimapolitik. «2019 ist das Klimajahr, wenn wir jetzt keine konkreten Änderungen vornehmen, wird es zu spät sein.» Wenn es jemand wissen muss, dann Steinle. Sie arbeitet als Meeresbiologin an der Universität Basel

Lügendetektor an Stelle eines Beamten

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nelson Muntz 13.12.2018 19:44
    Highlight Highlight Es braucht fähige Leute im Parlament!

    Alter, Geschlecht,Religion und sexuelle Orientierung sind zweitrangig.
  • w'ever 13.12.2018 18:49
    Highlight Highlight ich habe einen migrationshintergrund auch sonst noch einige special features. ist das qualifikation genug für eine bewerbung als nationalrat. ach... wieso so klein gedacht. BUNDESRAT.
    • Todesstern 13.12.2018 21:48
      Highlight Highlight Warum nicht Bundespräsident? 😁
    • w'ever 14.12.2018 11:30
      Highlight Highlight @todesstern
      mach mich zum Präsident der Welt, ach des Universiums, und ich lass dir einen Todesstern bauen. Aber nur wenn ich auch mal damit spielen kann.
  • Burdleferin 13.12.2018 16:52
    Highlight Highlight Das ist äusserst unsympathisch!
  • WID 13.12.2018 15:26
    Highlight Highlight Sieht alles nach geplanter PR- Aktion aus.
    • RandyRant 13.12.2018 18:57
      Highlight Highlight Na was meinst du machen all die edlen PR-Agenturen die besonders in Bern gehäuft auftreten so den ganzen Tag ;)
  • Leckerbissen 13.12.2018 15:05
    Highlight Highlight Ein Spontan-Entscheid in die nationale Politik zu gehen? Ja, Guet Nacht denn..
    Will Sie in den Nationalrat um seriös Politik zu betreiben oder nur weil sie eben Mama ist?
    • RandyRant 13.12.2018 18:57
      Highlight Highlight Also das war sicher alles andere als ein "spontan-Entscheid" :)
  • reconquista's creed 13.12.2018 14:44
    Highlight Highlight «Das Ganze hat mich motiviert, meine politische Karriere voranzutreiben. Ich kann und will Mutter und Politikerin zugleich sein.»
    Falls das nicht klappen sollte und ihre Motivation noch nicht verflogen ist, kann sie ja probieren, Erwerbstätige und Mutter zugleich zu sein.
  • Martin68 13.12.2018 14:29
    Highlight Highlight Genauso wie Frauen mit Kindern nicht benachteiligt werden sollen, sollten wir sie auch nicht mit einer Wahl bevorteilen.....schliesslich wählen wir nicht das Kind sondern die Mutter!
    • Sandro Lightwood 13.12.2018 16:11
      Highlight Highlight Muttersein: tolle und grosse Sache, keine Frage. Aber hoffentlich nicht ihre einzige Qualifikation für das Amt.
  • Fruchtzwerg 13.12.2018 14:27
    Highlight Highlight Hach, wie ich hier angefahren und geblitzt wurde, als ich einwarf, dass der Rauswurf provoziert und die Empörung gut inszeniert war...
    Wobei, besser als die wandelnde Schlaftablette Guy Morin ist die Dame allemal.
  • Don Alejandro 13.12.2018 14:10
    Highlight Highlight Alleine wegen dem Muttersein für den Nationalrat kandidieren... ich hoffe schon, dass da noch andere Qualifikationen mitspielen sollten. Aber gutes Timing, kann frau ihr nicht absprechen...
    • A. Dent 13.12.2018 21:11
      Highlight Highlight Die Frau bringt einen MSc in Biologie mit und war Jahrelang Pfadileiterin in einer der grössten Abteilungen der Pfadi Region Basel. Die hat schon noch weitere Qualitäten als Muttersein
    • flying kid 13.12.2018 21:38
      Highlight Highlight Haha, seit wann legitimiert Pfadiabteilungsleiterin zu sein, die Qualitäten als NR zu haben? 😂

      Also wenn das die Voraussetzungen sind um NR zu werden, dann seh ich echt langsam schwarz für unsere Politik.
      Und nichts gegen Pfadi, war selber jahrelang dabei, auch bis zum Abzeilungsleiter. Trotzdem, oder besser genau deshalb, weiss ich, dass dies definitiv nicht ausschlaggebend ist, ob man ein guter NR sein wird...
  • premium nuts 13.12.2018 14:00
    Highlight Highlight Da hat Sie meiner Meinung nach schon recht. Der Altersschnitt ist in den Räten zu hoch. Vor allem auch im Ständerat ist man unter 50 eine Seltenheit.

    https://www.parlament.ch/blog/Pages/alterstatistiken.aspx

    Und bei Abstimmungen betreffend Klimapolitik könnte es auch noch ein paar Vernünftige stimmen vertragen :)


    • R. Peter 13.12.2018 14:45
      Highlight Highlight Ein Blitz von mir, weil ich mich von älteren Politikern tendenziell besser vertreten fühle als von meinen Atersgenossen. Das Parlament repräsentiert das Vol, er bildet es nicht nach - und das finde ich gut so. Deshalb sind weder die Untervertretung der Jungen, noch der Frauen, noch der niedrigverdiener, etc. ein Problem, solange alle wählen dürfen.

      Für eine Nachbildung des Volkes bräuchte es Verlosung der Sitze unter allen Wahlberechtigten und keine Wahlen.
    • Alterssturheit 13.12.2018 15:35
      Highlight Highlight Da können die ü50 wohl nichts dafür, wenn sich die Jungen nicht oder zu wenig melden. Ist wie in den Gemeinden. Wenn sich denn schon mal jemand für ein Ämtli meldet, ist sie/er meist auch nicht in den 20-igern.
    • premium nuts 13.12.2018 18:32
      Highlight Highlight Da können die ü50er wirklich nichts dafür. Ändert aber nicht die Tatsache das sich jemand Junges aufstellen lässt, auch wenn manche eine PR-Aktion wittern. Aber auch wenn, am Schluss entscheiden die Wähler von wem man sich am besten Vertreten fühlt.
  • DreadPirate 13.12.2018 13:49
    Highlight Highlight Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...
  • Scott 13.12.2018 13:43
    Highlight Highlight Äusserst lukrative Perspektiven, die so ein Rauswurf mit sich bringt...

    #meToo
    • Lukas Hässig 13.12.2018 15:17
      Highlight Highlight hehehe, dachte ich auch <3

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