Zürich
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Jon Bon Jovi performs at SiriusXM Presents Bon Jovi Live at the Faena Theater during Art Basel on Saturday, Dec. 3, 2016, in Miami Beach, Fla. (Photo by Jesus Aranguren/Invision/AP)

Jon Bon Jovi. Diesen Mann müssen sich die Häftlinge in Zürich anhören. Bild: Jesus Aranguren/Invision/AP/Invision

Polizei in Zürich beschallt Häftlinge mit Rockmusik 



Die Zellen auf dem Posten der Kantonspolizei am Hauptbahnhof in Zürich liegen direkt nebeneinander. Deshalb können die Insassen mit einander kommunizieren; durch klopfen oder zurufen. Um dies zu unterbinden, setzt die Polizei Musik ein. So verhindere man die Verdunkelungsgefahr. 

Das passte einem Häftling nicht. Er beschwerte sich, weil er mit einem Rocksong von Jon Bon Jovi beschallt wurde. Dies berichtet der «Tages-Anzeiger». Er fühle sich wie in einem Foltergefängnis. 

Rechtsanwalt Philip Stolkin sagt gemäss dem Artikel, er finde diese Praxis grenzwertig. Es gebe ein Recht auf Schlaf und Ruhe in der Zelle. Es gehe durchaus Richtung unmenschlicher Behandlung, wenn man permanent mit lauter Musik beschallt werde. 

Umfrage

Findest du die Praxis der Polizei in Ordnung?

  • Abstimmen

826

  • Auf jeden Fall. Das tut den Häftlingen nicht weh. 32%
  • Das geht gar nicht. Die Häftlinge haben ein Recht auf Ruhe. 67%

Die Kantonspolizei bestätigte die Praxis. Kapo-Sprecher Beat Jost sagte der Zeitung, die Musik sei nicht besonders laut. Es handle sich neutrale Alltagsmusik. 

watson war einen Tag im Gefängis. Hier die Bilder dazu:

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27
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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rasca 10.12.2016 18:33
    Highlight Highlight So viel Handys wies in schweizer Strafanstalten hat wird ein bisschen BonJovi die Kommunikation kaum unterbinden können
  • mike2s 10.12.2016 18:16
    Highlight Highlight Im Tagi steht auch noch wieso die Personen inhaftiert waren.
    Sie hatten eine Schraubenzieher, eine Taschenlampe und Handschuhe im Auto.
  • Juliet Bravo 10.12.2016 17:25
    Highlight Highlight Die Militär-Junta, die in Argentinien von 1976-83 zahlreiche Foltergefängnisse unterhielt, wendete die Beschallung politischer Gefangener mit Radio und Musik an. Während der Fussball-WM in Argentinien wahlweise auch mit Fussballübertragungen. Den Gefangenen wurde damit der "Alltag" vorgeführt und ihre ausweglose Situation suggeriert. Ein Besuch in der ehemaligen Marineakademie im Zentrum von Buenos Aires, die unter der Junta in ein Foltergefängniss umfunktioniert wurde, lohnt sich.
  • Ruffy 10.12.2016 17:06
    Highlight Highlight Also bei twd wird das genutzt um häftlinge zu brechen.. finde ich grenzwertig 😅
  • Wilhelm Dingo 10.12.2016 16:30
    Highlight Highlight Die Verhinderung von Verdunklung geht ganz klar den individuellen Wünschen der Insassen vor.
    • Sapere Aude 10.12.2016 17:17
      Highlight Highlight Da wären Schall dichte Zellen wohl die bessere Lösung.
    • trio 10.12.2016 19:05
      Highlight Highlight @Wilhelm wie bitte?? Schlafen ist also nur ein Wunsch? Jemanden am schlafen zu hindern ist Folter und unwürdig für die Schweiz. Wie weit wollen wir noch sinken?
    • Wilhelm Dingo 11.12.2016 08:08
      Highlight Highlight @trio: Zimmerlaute Musik...
  • ThePower 10.12.2016 16:26
    Highlight Highlight Immer noch besser als die Basler Gefängnisse. Weiss aus sicherer Quelle dass dort mit schwerem Rauch gefoltert wird😂
    • jjjj 10.12.2016 17:03
      Highlight Highlight Warum ist dieser Kommentar ein Highlight?
    • Raphael Bühlmann 10.12.2016 17:10
      Highlight Highlight @jjjj: Ab 2:16

      Play Icon
  • Rampart 10.12.2016 16:02
    Highlight Highlight Es könntr schlimmer sein. Sie hätten sie ja auch mit Nickelback beschallen können :)
    • malu 64 10.12.2016 21:14
      Highlight Highlight Sogar gegen die Menschenrechte, würde
      das Gekrächze von Göle verstossen.
      Ist fast mit Waterbording vergleichbar.
  • manhunt 10.12.2016 14:57
    Highlight Highlight soll doch froh sein, musste er nicht gölä oder nella martinetti ertragen...
  • URSS 10.12.2016 14:51
    Highlight Highlight Also Bon Jovi ist Folter.Grauenhaft wie die Polizei die Häftlinge foltert.
  • elivi 10.12.2016 14:48
    Highlight Highlight Is grenzwertig... Aber am HB werden die eh nicht lange bleiben also .... Ohren zu und durch ...
  • Donald 10.12.2016 14:15
    Highlight Highlight "Neutrale Alltagsmusik" 😂
    Gibt es da ein Gesetz oder ein Bundesgerichtsentscheid dazu?
    • E. Regiert 10.12.2016 14:36
      Highlight Highlight Es gibt Lärmgrenzwerte und ein Recht auf Ruhe (Nachtruhe, Sonntagsruhe).
      Und es ist ein Verstoss gegen die Menchenrechte einem Menschen die Deckung seiner physiologischen und psychologischen Grundbedürfnisse zu entziehen. Darum gilt Schlafentzug und langandauernde Isolationshaft als Folter. Hier könnte der Schlafentzug juristisch ein Problem sein. Zudem glaube ich nicht, dass die Verdunkelungsgefahr eine stichhaltige Begründung für dieses Kuriosum ist, denn dass zwei für dasselbe Delikt am selben Ort einsitzen ist, entweder äusserst unwahrscheinlich, oder ein strategischer Fehler der Polizei.
    • trio 10.12.2016 19:08
      Highlight Highlight @E.Regiert und dann müssen sie sich auch noch durch Klopfgeräusche Verständigen können. Wie wahrscheinlich ist das denn?
    • Karl Müller 10.12.2016 19:16
      Highlight Highlight Äh, was?

      Dass zwei Menschen, die zusammen festgenommen wurden, auf denselben Polizeiposten verbracht werden, ist "äusserst unwahrscheinlich"?

      Im Gegenteil, das dürfte doch wohl eindeutig die Regel sein. Was hätte es denn für einen Sinn, die Bearbeitung einen Falles auf zwei Posten aufzuteilen?

    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl Müller 10.12.2016 14:08
    Highlight Highlight "Es gebe ein Recht auf Schlaf und Ruhe in der Zelle"

    Theoretisch hat er schon Recht. Aber für wie lange werden denn die Leute auf dem Polizeiposten am HB in eine Zelle gesperrt? Es dürfte sich doch in der Regel höchstens um ein paar Stunden handeln.
    • E. Regiert 10.12.2016 22:52
      Highlight Highlight Der Polizeistock wirkt nur während eines Bruchteils einer Sekunde auf den Schädel ein. Nach Deiner Logik macht es also rein gar nichts, wenn die Polizei auch dreinschlagen würde, um die Inhaftierten zum Schweigen zu bringen.
  • dmark 10.12.2016 13:56
    Highlight Highlight Die Amis drohen sogar mit Nickelback...also ist Bon Jovi noch harmlos dagegen.
    • Mia_san_mia 10.12.2016 15:05
      Highlight Highlight Haha an genau das habe ich auch gedacht 😂
  • Oiproll 10.12.2016 13:46
    Highlight Highlight Ich finde es schon ziemlich unmenschlich mit jon bon jovi beschallt zu werden....

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