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Stürme verursachen in mehreren Ländern Europas Schäden

03.01.18, 12:00


Das Tief «Burglind» bringt orkanartige Böen nach Deutschland. Es gibt entwurzelte Bäume und Verkehrsbehinderungen - vor allem im Westen und Süden des Landes. In anderen Ländern Europas wütete Sturm «Eleanor».

Es kam aus Westen und brachte orkanartige Böen von mehr als 120 Kilometern pro Stunde: Sturmtief «Burglind» traf am Mittwoch mit Wucht auf mehrere Bundesländer Deutschlands.

Umgestürzte Bäume und heftiger Regen behinderten am Morgen etwa in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern den Verkehr. Auch über andere Länder brauste das Tief hinweg. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt.

Auch in anderen europäischen Ländern sorgte das Tief - dort heisst es «Eleanor» - für Behinderungen. Der Luftverkehr an den Flughäfen Basel-Mulhouse-Freiburg und Strassburg im Elsass wurde vorläufig eingestellt. Das sagte ein Sprecher der französischen Luftfahrtbehörde DGAC am Vormittag. In Frankreich, Irland und Grossbritannien waren Tausende Haushalte ohne Strom. Der Regionalverkehr im Elsass wurde als Vorsichtsmassnahme eingestellt.

Zoo geschlossen

In Deutschland waren Strassen blockiert und der Regional- und Fernverkehr der Bahn gestört. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Mehrere Zoos und Tierparks blieben geschlossen - wegen der Gefahr von herunterfallenden Baumteilen. Auf Deutschlands höchstem Berggipfel, der Zugspitze, fährt die Zahnradbahn nicht. Das Skigebiet Garmisch-Classic blieb geschlossen.

In Cuxhaven wurde die einzige Insel-Fährverbindung nach Helgoland vorsorglich eingestellt. Einige Urlauber seien bereits am Dienstag abgereist, andere würden zurück fliegen oder länger bleiben, sagte eine Sprecherin auf der Hochseeinsel. Früher abgereist sind auch einige Gäste auf der Insel Wangerooge. Dort fielen wegen Hochwasser zwei Fähr-Verbindungen vom und zum Festland aus.

Die Polizei appellierte an Autofahrer, besonders vorsichtig zu fahren. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor umherfliegenden Gegenständen und umstürzenden Bäumen. «Die Böden sind durch den Regen der vergangenen Tage durchnässt, Bäume kippen leichter um», sagte der DWD-Meteorologe Robert Hausen. In Wäldern solle man sich lieber nicht aufhalten. Es könne noch bis in die Nacht zum Donnerstag gefährliche Sturmböen geben.

Zug prallt in Baum

Ein Regionalzug in Selm im südlichen Münsterland prallte am Morgen gegen einem entwurzelten Baum. Der Zug sei teilweise aus den Schienen gesprungen, verletzt worden sei aber niemand, sagte ein Bahnsprecher. Im Fernverkehr gab es Einschränkungen auf den Strecken Köln–Bonn, Köln– Aachen, Aachen–Krefeld, Kaiserslautern–Ludwigshafen und Köln-Niederlahnstein, wie die Bahn am Vormittag per Twitter mitteilte. «Aktuell ist noch nicht absehbar, wann die Verbindungen wieder voll befahrbar sind.»

In Essen und Mülheim standen Strassen unter Wasser, Gegenstände flogen umher. Auch auf den Autobahnen A44 zwischen Jülich und Aldenhoven und auf der A59 bei Duisburg kam es laut WDR und Radio Duisburg zu Behinderungen: Auf der A44 stürzte ein Hochsitz auf die Fahrbahn.

In Hessen legte «Burglind» den Verkehr teilweise lahm. Vielerorts stürzten Bäume um. Bei Limburg fiel ein Baum auf die Oberleitung der Bahn und bremste Züge auf der Strecke Limburg-Frankfurt aus. Das Polizeipräsidium Westhessen registrierte zahlreiche umgestürzte Bäume. Es gingen laufend Meldungen ein, vor allem für den Rheingau, Hochtaunus und Limburg, sagte ein Sprecher.

Schwere Verkehrsbehinderungen auch in Rheinland-Pfalz: Umgestürzte Bäume blockierten viele Strassen, auch im Bahnverkehr gab es Störungen. In mindestens drei Ortschaften in der Südwestpfalz fiel der Strom aus, wie die Polizei in Dahn mitteilte. Die Böen erreichten Geschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde. Alle Einsatzstellen seien am Rotieren, sagte eine Polizeisprecherin.

Erste Probleme gibt es auch an den Flüssen. In Köln wurde am Mittwochmorgen die Hochwassermarke I überschritten, bei der Schiffe ihre Geschwindigkeit reduzieren müssen. Auch kleinere Flüsse könnten in den nächsten Tagen über die Ufer treten.

Die Unwettergefahr nehme im Laufe des Vormittags vom Westen aus ab. An der Nordseeküste könne es am späten Vormittag orkanartige Böen geben. Ganztägig wird im Alpenvorland in Höhenlagen ab 1500 Metern vor Orkanböen gewarnt. In Hochlagen im Harz und auf dem Fichtelberg im Erzgebirge gilt das bis Donnerstagmorgen. (sda/dpa/afp)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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