Schweiz
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Neuer Schweizer Einzahlungsschein kommt im Juni 2020 und ist weiss



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Nach rund zwei Jahrzehnten bricht in der Schweiz ein neues Zeitalter für Rechnungszahler an: Ab Ende Juni 2020 wird mit deutlicher Verspätung ein neuer Einzahlungsschein eingeführt. Dieser hat einen QR-Code, der elektronisch gelesen werden kann. Damit fällt das mühsame Abtippen der Referenznummer weg.

Der neue Einzahlungsschein soll ab Mitte des übernächsten Jahres schrittweise die heutigen sieben orangen und roten Einzahlungsscheine ersetzen, wie die Finanzinfrastrukturbetreiberin SIX am Donnerstag mitteilte. Der neue Schein ist weiss mit schwarzer Schrift, was den Kontrast und damit die Lesbarkeit gegenüber den farbigen Einzahlungsscheinen verbessert.

Für die Rechnungsempfänger wird es einfacher: Sämtliche Zahlungsinformationen können beispielsweise per Smartphone oder Lesegerät erfasst und via elektronisches Banking an die Bank oder die Postfinance gesendet werden. Die manuelle Erfassung oder nachträgliche Ergänzung von Daten wird reduziert. Allerdings sind die für die Zahlung notwendigen Informationen nicht nur im Quick-Response-Code (QR) enthalten, sondern auch aufgedruckt. Damit kann man sie ohne technische Hilfsmittel lesen.

Weiterhin am Postschalter zahlbar

Der Zahlteil könne auch am Postschalter zur Zahlung verwendet werden, hiess es weiter. Aber PDF-Rechnungen seien nur für Zahlungen im elektronischen Banking geeignet, nicht jedoch für den papiernen Zahlungsverkehr. Der Druck von PDFs könne zu Formatänderungen führen. In der Folge könnten Verarbeitungsprobleme und höhere Kosten entstehen.

Die heutigen orangen und roten Einzahlungsscheine seien weiterhin gültig. Ein Enddatum habe man noch nicht festgelegt, sagte SIX-Sprecher Jürg Schneider auf Anfrage. Eingeführt wurden sie vor 17 bis 20 Jahren.

Mit dem Start ab Mitte 2020 hat der neue Einzahlungsschein eine massive Verspätung. Ursprünglich hätte er bereits Anfang dieses Jahres eingeführt werden sollen. Denn es gab eine Reihe von Änderungen, die noch umgesetzt werden. Darunter ist unter anderem ein Empfangsbeleg, der wie bisher abgetrennt werden kann. (aeg/awp/sda)

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • G.Oreb 15.11.2018 22:44
    Highlight Highlight Dauern die so lange zum Drucken? 😳
  • Arts 15.11.2018 17:58
    Highlight Highlight In Portugal bezahle ich jede Rechnung an jedem Bancomat, Onlinebanking oder via App und in jedem Kiosk lässt sich einzahlen und das Geld ist direkt nach Einzahlung beim Empfänger verbucht innerhalb sekunden...

    Dazu verwendet wird ein Barcode oder wenn kein lesegerät vorhanden ist einfach manuell mit: 5 stellige Idenitat des Empfängers, eine 9-Stellige Referenznummer und den Betrag.

    Fertig. Nichts von kompliziertem Einzahlungsschein und Verarbeitungszeiten

    Die Schweiz stellt sich hier an wie im Mittelalter.
    • Armend Shala 15.11.2018 21:31
      Highlight Highlight Du kannst hier auch am gleichen Tag überweisen per e-Banking, Twint innerhalb der gleichen Sekunde gutgeschrieben beim Empfänger etc. etc.
  • Madison Pierce 15.11.2018 15:43
    Highlight Highlight Schade hat man nicht auf die Perforation verzichtet. Dann hätte man für den Druck normales Papier nehmen können und die Leute wären motiviert worden, nicht mehr am Postschalter zu bezahlen.
    • Garp 15.11.2018 16:02
      Highlight Highlight Digitalzwang also?
    • Madison Pierce 15.11.2018 16:33
      Highlight Highlight Sanfter Zwang, man könnte den Empfangsschein immer noch abschneiden.

      Die Post hat sich durchgesetzt. In der ersten Variante gab es keinen Empfangsschein. Die Post hätte dann für die 1.20 Fr., die sie für eine Zahlung verlangt, eine Quittung drucken müssen.

      Jetzt müssen wieder alle Spezialpapier verwenden.

      Und man muss sich Gedanken machen, wie am Postschalter schnell festgestellt werden kann, ob die Informationen im QR-Code mit denen auf dem Empfangsschein übereinstimmen. (Sonst könnte man Geld an einen Kollegen überweisen, aber die Quittung für Firma XY bekommen.)
    • Arts 15.11.2018 18:42
      Highlight Highlight Witzig in der Schweiz ist, wie lange es geht bis das, eingezahlte Geld beim Empfänger eingeht. Am Schalter 3-4 Tage, eBanking erst in der Nacht beim Batchlauf... Das Geld wird geparkt um Zinsen anzu häufnen. Digital ist anders, es gibt EU Länder da wird "Real-Time" überwiesen, und Einzahlungen ganz einfach an jedem Kiosk oder Bankomat getätigt, ohne Gebühren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pointer 15.11.2018 15:15
    Highlight Highlight Alle reden von Digitalisierung, aber dann soll es trotzdem nicht möglich sein, einen PDF-Einzahlungsschein auszudrucken und ihn für die Einzahlung am Schalter zu nutzen?
    • The Destiny // Team Telegram 15.11.2018 15:22
      Highlight Highlight Zum Glück kann wenigstens dieser Sektor Fortschritt ohne zwängereien machen. Alternativen statt zwang zum neuen Produk :D
    • undduso 15.11.2018 15:26
      Highlight Highlight Alle reden von Digitalisierung und es gibt immer noch Menschen, die wollen Dokumemte für den einmaligen Gebrauch ausdrucken wenns auch papierlos geht.
    • Blitzmagnet 15.11.2018 15:31
      Highlight Highlight Du hast den Schuss auch noch nicht gehört oder?
      Papierloses Büro und das direkt im eBanking erledigen ist das Ziel, und dafür feiere ich es.
      Und, dass nicht mehr jeder Einzahlungsschein trotz IBAN Nummer über ein Postkonto läuft.
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  • Magnum44 15.11.2018 15:15
    Highlight Highlight Wieso sollte man so etwas 2020 noch brauchen?

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