Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Ich will ein Kind von meinem Sohn» – 22 Monate Therapie für die «Inzest-Mutter» aus St.Gallen

Während Jahren hat eine Mutter ihren heute 13-jährigen Sohn zu sexuellen Handlungen gezwungen und diese dokumentiert. Jetzt wurde sie zu 22 Monaten Haft verurteilt.



Ein St.Galler Kreisgericht hat die 47-jährige Frau, die ihren Sohn über mehrere Jahre hinweg missbraucht hat, zu einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten verurteilt. Der Vollzug wird zugunsten einer psychotherapeutischen Behandlung aufgeschoben.

Das St.Galler Kreisgericht hat im abgekürzten Verfahren der Einigung zwischen Staatsanwaltschaft, Angeklagter und der Anwältin des Opfers zugestimmt. Die Strafe könnte mit einer Probezeit von drei Jahren aufgeschoben werden.

Zudem muss die Täterin ihrem Sohn 10'000 Franken Genugtuung zahlen und die Untersuchungskosten übernehmen.

Sex-Spiele auf Video festgehalten und verschickt

Die Frau hat ihren Sohn über mehrere Jahre Hinweg missbraucht. Anfang 2015 flog ihr Treiben auf. Die Anklageschrift, die von Blick und 20 Minuten zitiert wird, gibt detailliert Einblick in die Welt der «Inzest-Mutter». «Ich versagte mein Leben lang im Kampf mit meiner Sexualität und meiner inneren Hure», hält der «Blick» fest.

Sie soll sich die Mutter vor den Augen ihres Kindes im Primarschulalter selbst befriedigt haben, auch verlangte sie von ihm, es ihr mit dem Vibrator zu tun. Zudem versucht sie mehrmals ihr Kind oral zu befriedigen. Ihre Spiele hielt die 47-Jährige mit der Kamera fest und verschickte sie einem Mann.

Überhaupt ging die Mutter sehr offensiv mit ihren Fantasien um, die sie zum Teil in die Tat umsetzte. Sie hielt solche in Mails fest, die sie zum Teil verschickte.

Auf «liberalere Weise erziehen»

Sie weiss, dass ihr Handeln nicht rechtens ist. Der «Blick» zitiert aus der Anklageschrift: «Ich dachte, dass das nichts für Kinderaugen sei. Dann muss es ihn aber wiederum auf eine liberalere Weise erziehen, als was ich bei meinen Eltern je erlebt habe.»

Und weiter: «Ich will ein Kind von meinem Sohn. Ich bin unsittlich/unmoralisch, deshalb wurde ich in eine sittliche/moralische Familie geboren. Ich habe für mich und meinen Sohn eine perfekte Situation eingerichtet.»

Die Staatsanwaltschaft fordert 22 Monate Haft für die Mutter. Der heute 13-jährige Sohn soll eine Genugtuungssumme von 10'000 Franken erhalten. (egg/jk/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Kann Basel YB wieder gefährlich werden? Alle Transfers der Super League im Überblick

Link zum Artikel

Mehr Spass! Hier kommen die 24 lustigsten Fails, die das Internet gerade zu bieten hat

Link zum Artikel

Kommen Sie, kommen Sie! PICDUMP!

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

18
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wipix 16.08.2016 15:16
    Highlight Highlight Das wird so oder so heikel, mit der Aufarbeitung des Missbrauchs beim Opfer und den Schutz in Zukunft des Jungen vor seiner Mutter. Man kann nur hoffen, dass der Vater zum Jungen schauen kann und somit eine ausgeglichene Bezugsperson darstellen kann. Der der Schaden des Vertrauensverlustes zu seiner Mutter wird vermutlich schwerer wiegen als der Missbrauch selber.
    Die Mutter sollte so oder so bis zur Volljährigkeit des Sohnes von ihm ferngehalten werden. Dies wird mit diesem Urteil nicht gerade vereinfacht!
  • TheMan 16.08.2016 13:17
    Highlight Highlight Nach Stamm, würde diese Dame sicher zu einer Sekte gehören.
    • Marbek 16.08.2016 14:29
      Highlight Highlight Und was hat dieser erhellende Kommentar nun mit dem Artikel zu tun? Betreib dein Stamm-Bashing doch besser bei Stamm-Artikeln. Das hier wirkt etwas... nun ja... zwanghaft.
    • wipix 16.08.2016 14:42
      Highlight Highlight @Marbek
      genau! Ging mir auch durch den Kopf. Er tut mir schon fast einbisschen leid, dass Stamm nicht mit ihm spielen will! Es ist hart für ihn, dass er dass wohl alleine mit sich und Gott ausmachen muss!
    • Martiis 16.08.2016 14:45
      Highlight Highlight Gemäss Tagesanzeiger würde Stamm damit gar nicht so falsch liegen. http://www.tagesanzeiger.ch/24770574
    Weitere Antworten anzeigen
  • EvilBetty 16.08.2016 11:34
    Highlight Highlight «Ihre Spiele hielt die 47-Jährige mit der Kamera fest und verschickte sie einem Mann.» Nett... Verbreitung von Kinderpornographie also auch noch... Ach ja... Mütter die herrlichen, gottleichen Geschöpfe...
    • Tom Garret 16.08.2016 13:03
      Highlight Highlight Genau das was ich schreiben wollte. Ich bin echt schockiert das dies nicht unter Verbreitung von Kinderpornographie geht. Man stelle sich vor es wäre nicht die Mutter und er Sohn sondern der Vater und die Tochter gewesen... Da wird nicht mit gleichen Ellen gemessen (unabhängig davon ob der Entscheid angemessen ist oder nicht)
    • EvilBetty 16.08.2016 13:05
      Highlight Highlight Und so etwas dann auch noch als «Spiel» zu bezeichnen ist an Respektlosigkeit kaum zu überbieten.
    • saaam 16.08.2016 13:20
      Highlight Highlight Weil man von einer Mutter gleich auf alle schliessen kann, gell (wobei ich den Grauen dieses einzelnen Falles mitnichten bestreiten möchte).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Angelo C. 16.08.2016 10:46
    Highlight Highlight Dieses Urteil schlägt dem Fass den Boden aus : 22 Monate bedingt für all das im Artikel umschriebene, man lese es im Detail nochmals nach 😡!

    JEDER Mann hätte für diese Details, den jahrelangen Missbrauch seit dem Primarschulalter mit JEDWELCHER Garantie 4-7 Jahre unbedingt erhalten - es gibt ausreichendes Vergleichsmaterial.

    Und somit ist dieser "Frauenbonus" eine skandalöse Ungeheuerlichkeit die ihresgleichen europaweit sucht.

    Schon die grotesk niedrige Strafforderung der Staatsanwaltschaft und das Messen mit zweierlei Mass ist eines Rechtsstaates unwürdig.

    Sowas gehört hinterfragt 🤔!
    • TheCrazyCatLady 16.08.2016 11:49
      Highlight Highlight Sind Sie wirklich sicher, dass ein Mann eine höhere Strafe erhalten hätte? Ich bin immer wieder schockiert, über die laschen Strafen im Missbrauchsbereich! So ein Mensch - egal welchem Geschlechts angehörig - gehört für immer weggesperrt.. Und diese 10'000 Franken genugtuung.. Ein Witz, was auf diesen jungen Menschen wohl noch an Therapieaufwand zukommen wird!
    • Tom Garret 16.08.2016 13:08
      Highlight Highlight Naja man muss es auch nicht in jedem Fall übertreiben. Es geschieht auch genügend anderer Missbrauch an Kinder (nicht nur Sexuell) der gar nicht geahndet wird. Oder Kinder deren Eltern sich schlicht nicht kümmern (sozusagen Liebesenzug).
      Bin kein Psychologe aber ich glaube es gibt ganz vieles was die Kinder in gleichem Masse negativ prägen kann fürs Leben, nicht nur der Sexuelle Missbrauch. Und auch dort muss man wohl oder Übel Unterschiede machen denn es ist ja nicht alles das selbe...
      Ich finde es aber ebenfalls befremdend dass bei Männer mit anderen Ellen gemessen wird.
    • EvilBetty 16.08.2016 14:22
      Highlight Highlight Yo, angefangen damit, dass es auch rechtlich völlig in Ordnung ist seine Kinder körperlich zu züchtigen, den Ehepartner aber nicht... Und gewisse Politiker finden das sogar gut... ?!

12 Kärtchen für genervte Kleinkind-Mütter

«Sollte das Kind nicht längst im Bett sein?» «Mein Fluppi konnte mit einem Jahr schon gehen.» Fremde Menschen, die Grosseltern, der eigene Partner und Freunde – alle wissen sie es besser als die Mutter des Kindes und überschreiten dabei unzählige Grenzen. Doch jetzt gibt es ein Gegenmittel.

Ich habe mit zahlreichen Kleinkind-Müttern über das Mom-Shaming und andere unangenehme Begegnungen im Alltag gesprochen. Daraus sind zwölf hoffentlich hilfreiche Antwortkärtchen entstanden, die ihr den Besserwissern und Grenzüberschreitern fortan wortlos in die Hand drücken könnt. Ausdrucken, ausschneiden und austeilen.(Und selbstverständlich folgen auch schon bald die «Kärtchen für genervte Kleinkind-Väter».)

Herzlichen Dank an alle interviewten Mütter für ihre ehrlichen, teils …

Artikel lesen
Link zum Artikel