Umwelt
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A firefighter searches for human remains in a trailer park destroyed in the Camp Fire, Friday, Nov. 16, 2018, in Paradise, Calif. (AP Photo/John Locher)

Kalifornien hat mit verheerenden Waldbränden zu kämpfen. Bild: AP/AP

Nach den Waldbränden in Kalifornien: Zahl der Vermissten steigt auf über 1000 



Nach einem verheerenden Waldbrand im Norden Kaliforniens gelten mittlerweile mehr als 1000 Menschen als vermisst. Die Liste der bislang nicht gefundenen Personen werde kontinuierlich aktualisiert, sagte der zuständige Sheriff am Freitagabend (Ortszeit), Kory Honea.

Zugleich betonte er, es müsse nicht unbedingt bedeuten, dass die 1011 Personen tatsächlich vermisst würden. Es handle sich um eine vorläufige Aufstellung von Vermisstenmeldungen mit möglichen Dopplungen. Er rief Anwohner in der Region auf, zu prüfen, ob ihre Namen aufgeführt seien und sich gegebenenfalls bei den Behörden zu melden. Am Donnerstag war die Zahl der Vermissten auf 631 gestiegen.

Die Zahl der Todesopfer durch das «Camp Fire» stieg demnach mit dem Fund von acht weiteren Leichen auf 71. Das «Camp Fire» gilt als das tödlichste und zerstörerischste in der Geschichte des Bundesstaates. Nach Angaben der Feuerwehr wurden insgesamt knapp 57'000 Hektar Land zerstört. In dem kleineren «Woolsey Fire» nahe Malibu kamen drei weitere Menschen ums Leben. Fast 40'000 weitere Hektar brannten hier nieder.

Trump reist am Samstag an

Gut eine Woche nach dem Ausbruch der verheerenden Waldbrände wollte US-Präsident Donald Trump am Samstag in den Westküstenstaat reisen. Nach Angaben des Weissen Hauses wollte er Betroffene der Katastrophe treffen. Einzelheiten des Besuchs waren zunächst nicht bekannt.

In Kalifornien haben zwei grosse Brände seit der vergangenen Woche gigantische Schäden angerichtet. Tausende Häuser fielen den Flammen zum Opfer, allein in Paradise brannten 9700 Wohnhäuser ab. In den Häuserruinen setzten Suchteams mit Spürhunden die Suche nach sterblichen Überresten fort. Viele der geborgenen Leichen sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. 58 der 71 Opfer seien bisher identifiziert worden, hiess es am Freitagabend.

Erster Regen nach Monaten in Sicht

Die Feuerwehrleute machten weiter Fortschritte beim Löschen der Brände. Die Flammen im Raum Paradise waren jetzt zur Hälfte eingedämmt. Für kommende Woche sagt der Wetterdienst die ersten Regenfälle seit Monaten voraus.

Die Folgen der Katastrophen sind in weiten Teilen Kaliforniens spürbar. Die Behörden warnten vielerorts vor gefährlicher Rauchbelastung und schlechter Luftqualität. Im Raum San Francisco, rund 250 Kilometer südlich von Paradise, blieben Schulen und andere Einrichtungen am Freitag geschlossen. Viele Menschen auf den Strassen trugen Schutzmasken. Vor allem älteren Personen, Kranken und Kindern wurde geraten, in ihren Häusern zu bleiben. (leo/sda/dpa/afp/ap)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Imnon 17.11.2018 13:14
    Highlight Highlight Gibt es irgendwelche Prognosen von Klimaforschern zur Zukunft in der Ecke? Ich befürchte, das wird nicht das letzte Feuer in diesem Ausmass gewesen sein. Mit der Klimaerwärmung müsste eher mit noch Schlimmerem gerechnet werden.
    • Gawayn 17.11.2018 19:16
      Highlight Highlight Aber nicht doch
      Alleswisser Trumpel hat doch ganz klar erklärt das es Klimaerwärmung gar nicht gibt.

      Kann Spuren von Ironie enthalten...

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