Aargau
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SBB-Engpass Olten-Aarau: In rund einem Jahr gibt es vier Gleise



Zwei Personenzuege der SBB passieren die Baustelle am Eppenbergtunnel, fotografiert anlaesslich einer Baustellenbesichtigung der SBB zum Vierspurausbau der Strecke Olten - Aarau, bei Woeschnau SO, am Dienstag 16. August 2016. Der Eppenbergtunnel ist das Herzstueck des 855-Millionen-Projekts

Bild: KEYSTONE

Der Ausbau der SBB-Strecke Olten-Aarau auf vier Spuren mit dem neuen Eppenbergtunnel ist auf der Zielgeraden. In knapp 14 Monaten wird dieser Flaschenhals im Schweizer Schienennetz Vergangenheit sein.

«Wir sind auf einem sehr guten Stand», sagte Thomas Schweizer, SBB Gesamtprojektleiter, am Mittwoch anlässlich einer Baustellenbesichtigung in Wöschnau SO. Auch könnten die Gesamtkosten von 855 Millionen Franken unterschritten werden. Bislang seien 655 Millionen Franken ausgegeben worden.

Der Ausbau von zwei auf vier Spuren erhöht die Kapazität auf der Ost-West-Achse, der Hauptschlagader des Schweizer Bahnnetzes. Vom Ausbau profitieren der Fern- und der Regionalverkehr. Heute fahren rund 550 Züge pro Tag auf der Strecke.

Neuer Tunnel als Herzstück

Herzstück des Projekts ist der zweispurige und 3.1 Kilometer lange Eppenbergtunnel. In diesen Tunnel werden derzeit die Bahntechnik und die Gleise eingebaut. Die Gleise werden millimetergenau verlegt und die Schwellen einbetoniert. Es gibt kein Schotter. Die Gleise bleiben für die Dauer von 20 bis 30 Jahren fix.

Auf einer Gesamtstrecke von 680 Metern wird unter die Gleise zudem ein massives Masse-Feder-System verlegt, um die Erschütterungen der fahrenden Intercityzüge zu dämpfen. An einigen Stellen stehen die Wohnhäuser nur acht Meter über dem Tunnelportal.

Gross wird die Sicherheit im neuen Tunnel geschrieben. In Wöschnau wurde ein horizontaler Sicherheitsstollen ausgebrochen, in Gretzenbach und Schönenwerd je ein vertikaler Notausstieg.

Der Eppenbergtunnel waehrend den Innenausbauarbeiten anlaesslich einer Medienfuehrung durch die Baustelle am Mittwoch, 18. Juli 2018, bei Woeschnau im Kanton Aargau. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Bild: KEYSTONE

Mit den Bauarbeiten war im Mai 2015 begonnen worden. Neben dem Eppenbergtunnel wurden auf der Strecke von Olten-Aarau neue Gleise verlegt, unter anderem ein 2.5 Kilometer langes Gleis zwischen Dulliken und Däniken.

Auch die Bahnhofperrons in diesen beiden Gemeinden wurden neu errichtet oder modernisiert. Notwendig waren auch Bauarbeiten, um die zwei neuen Gleisspuren an die bestehenden Spuren anzubinden.

Testbetrieb, Probebetrieb, Inbetriebnahme

Im kommenden März werden in Wöschnau zwei neue Spurwechsel mit Schnellfahrweichen eingebaut. Sie ermöglichen, dass die Züge ohne Geschwindigkeitsreduktion in alle Gleise des Bahnhofs Aarau ein- und ausfahren können.

Die Baustelle im Eppenbergtunnel waehrend den Innenausbauarbeiten anlaesslich einer Medienfuehrung durch die Baustelle am Mittwoch, 16. Oktober 2019, bei Woeschnau im Kanton Solothurn. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Bild: KEYSTONE

Im August des kommenden Jahres beginnen die SBB mit dem Testbetrieb Eppenbergtunnel, im September findet dann die obligatorische Rettungsübung statt. Am 19. Oktober soll der Tunnel in den Probebetrieb gehen. Mit dem neuen Fahrplan per 12. Dezember 2020 soll der Vierspurausbau Olten-Aarau in Betrieb genommen werden. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • dan2016 16.10.2019 17:10
    Highlight Highlight ich hoffe doch sehr, dass die neue Strecke ohne fixe Signaltechnik auskommt und Tempo 200 tauglich ist....
    • jk8 17.10.2019 09:08
      Highlight Highlight Für 2.5 km auf 200 km/h zu beschläunigen wäre etwa das uneffizienteste, was man machen kann. Die Zeitersparnis wäre geschätzt 10 Sekunden bei doppeltem Energieaufwand.
    • Meyer Andrej 17.10.2019 17:07
      Highlight Highlight Dan2016. Tolle Idee Däniken 125 - 200 - 140 nicht gerade Gretalike. Was willst Du denn noch, ETCS L2 ist unbrauchbarer Schrott, wenn das RBC abnippt, dann kannst Du sie Strecke dicht machen.
  • Knut Knallmann 16.10.2019 16:20
    Highlight Highlight Ich hatte das Glück an einem Tag der offenen Baustelle den Tunnel inklusive Tunnelbohrmaschine zu besichtigen. War sehr eindrücklich. Ich hoffe die Fertigstellung läuft reibungslos und pünktlich :)
  • Herr Ole 16.10.2019 13:26
    Highlight Highlight Cool. Jetzt braucht es nur noch zusätzliche Leute, die die zusätzlichen Züge auf dieser Strecke fahren.
    • Thorium 16.10.2019 17:57
      Highlight Highlight Autonome Züge sind das Schlüsselwort. Wird sicher bald verfügbar sein.
    • Meyer Andrej 17.10.2019 17:09
      Highlight Highlight @Thorium. Mir wäre ein autonomes Management lieber. Aber autonome Züge unter ETCS L2 ist sicherlich eine ganz tolle Sache. Sicherheit hat höchste Priorität. ETCS ist unbrauchbar! Aber andere Frage, weisst Du überhaupt was ETCS ist?

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