Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Tötungsdelikt: Acht Menschen in Ohio «im Stile einer Hinrichtung» getötet

23.04.16, 05:28

Nach den tödlichen Schüssen auf mehrere Familienmitglieder im US-Bundesstaat Ohio gehen die Ermittler von einem gezielten Angriff aus. Nach Darstellung der Polizei wurden die acht Opfer «im Stile einer Hinrichtung» umgebracht.

Die Tat habe sich gegen die Familie gerichtet, sagte der Generalstaatsanwalt des Staates, Mike DeWine, auf einer Pressekonferenz am Freitagabend (Ortszeit). «Wir haben keine Hinweise darauf, dass es eine Bedrohung für die Gemeinde gibt.» Auch am Abend suchte die Polizei weiter nach dem Täter. Die Ermittler schlossen auch weiterhin nicht aus, dass es mehrere sind.

Polizisten hatten am Freitagmorgen an vier Orten acht Tote gefunden. Es handelt sich um sieben Erwachsene und einen 16-jährigen Jungen. Manche der Opfer seien in ihren Betten gefunden worden. Allen sei in den Kopf geschossen worden. Drei Kinder wurden lebend gefunden, darunter ein nur wenige Tage alter Säugling.

Keinen Verdächtigen

Bis zu 30 Menschen seien bis zum Abend befragt worden, einen Verdächtigen gebe es aber nicht, sagte DeWine. Andere Familienmitglieder seien über die Bedrohung informiert worden und gebeten worden, sich vorsichtig zu verhalten. Die Situation sei extrem gefährlich.

Der Sheriff von Pike County, Charles Reader, schickte zusätzliche Einheiten in die Gegend. Er hatte am Morgen das Büro des Generalstaatsanwalts um Unterstützung gebeten. Der sandte mehr als ein Dutzend Ermittler an den Tatort.

Pike County befindet sich rund 100 Kilometer von Cincinnati. Es ist eine ländliche Gegend. Die Tatorte lagen nach Angaben des Sheriffs mehrere Kilometer voneinander entfernt. Die Untersuchungen dort sollten bis in die Nacht andauern.

John Kasich, Gouverneur des Staates und republikanischer Präsidentschaftsbewerber, war von dem Generalstaatsanwalt telefonisch über den Stand der Ermittlungen informiert worden. Er zeigte sich erschüttert. (sda/dpa)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen