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Intel bestätigt: Sicherheits-Updates verursachen Probleme

Die jüngst vom Chiphersteller veröffentlichten Updates zum Schutz vor Sicherheitslücken beeinträchtigen alte Rechner massiv.
12.01.2018, 10:2912.01.2018, 12:03

Bei Computern, die mit Broadwell- und Haswell-Prozessoren gesteuert würden, seien häufigere Neustarts nötig, teilte der US-Konzern am Donnerstagabend mit. Möglicherweise müssten deshalb neue Updates entwickelt werden.

Chronologie zur Prozessor-Architektur «Intel-Core-i»:

  • 2012: Ivy Bridge
  • 2013: Haswell
  • 2014: Broadwell
  • 2015: Skylake
  • 2016: Kaby-Lake
  • 2017: Coffee-Lake

In der vergangenen Woche hatten Forscher über Schwachstellen in verschiedenen Computerchips berichtet, über die Hacker an vertrauliche Nutzerdaten von PCs, Smartphones und anderen Geräten gelangen könnten. Betroffen sind unter anderem Intel, Advanced Micro Devices sowie ARM Holdings.

Intel-Chef verspricht ...

Nach der Kritik im Zusammenhang mit dieser jahrelangen Schwachstelle hat Intel-Chef Brian Krzanich zudem mehr Transparenz zugesagt. Intel werde häufig Berichte über die Verbreitung der Software-Updates und ihre Wirkung auf die Leistung der Computer veröffentlichen.

In einem am Donnerstag veröffentlichten offenen Brief versichert Krzanich, dass der Chipkonzern verantwortungsvoll über neu entdeckte Schwachstellen informieren werde. Krzanich bekräftigt, dass Intel bis zum 15. Januar Sicherheits-Aktualisierungen für 90 Prozent seiner Prozessoren aus den vergangenen fünf Jahren veröffentlichen werde.

Die vergangenen Jahres entdeckte Sicherheitslücke war von Unternehmen der Branche bis Anfang Januar geheimgehalten worden, um sie zu studieren und Gegenmassnahmen zu entwickeln. Intel ist stark davon betroffen.

Der kleinere Konkurrent AMD räumte schliesslich ein, dass auch seine Prozessoren nicht ganz gegen die Sicherheitslücke immun sind. Für eines der beiden von Forschern ausgemachten Angriffsszenarien («Spectre») könnten auch AMD-Chips anfällig sein, auch wenn die Schwachstelle schwer auszunutzen sei, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Updates der Betriebssysteme und des Microcodes der Prozessoren sollen die Lücke schliessen oder eindämmen.

(sda/dpa/reu)

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