Interview
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Berns Ramon Untersander laeuft aufs Eis vor dem dritten Eishockey Playoff-Viertelfinalspiel der National League zwischen dem SC Bern und dem Geneve-Servette HC am Donnerstag, 14. Maerz 2019 in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Ramon Untersander fährt aus der Bärenhöhle aufs Eis der PostFinance-Arena. Bild: KEYSTONE

Interview

Untersander nach Kopfverletzung wieder voll da: «Habe gelitten und mit mir gehadert»

Er gehört zusammen mit Simon Moser, Tristan Scherwey, Mark Arcobello und Leonardo Genoni zu den Playoff-Schlüsselspielern des SC Bern: Verteidiger Ramon Untersander. Dass der 28-Jährige aktuell zu den Leistungsträgern gehört, grenzt allerdings an ein Wunder.

Marcel Kuchta / ch media



Ramon Untersanders Saison war über Monate geprägt von einer Kopfverletzung. Eine Störung des Gleichgewichtsorgans, welches das Zusammenspiel von Auge und Innenohr koordiniert, Bewegungen verarbeitet und Reflexe auslöst, setzte den Nationalspieler ausser Gefecht. Er hatte vor allem mit Schwindelattacken zu kämpfen und kehrte erst während der Playoff-Viertelfinalserie gegen Servette in die Mannschaft zurück. Nach ein paar Wochen später spielt er schon wieder so, als wäre nichts gewesen.

Ramon Untersander, hätten Sie vor ein paar Wochen Geld darauf gesetzt, dass Sie mit dem SCB zwei Spiele vom Meistertitel entfernt sind und selber dabei eine der Hauptrollen spielen?
Ramon Untersander: Nein, das sicher nicht. Ich habe lange Zeit nicht damit rechnen dürfen, dass es für mich in dieser Saison überhaupt noch für ein Comeback reicht. Aber ich habe extrem viel dafür investiert, dass ich jetzt schon wieder so weit bin. Ich habe auch während meiner Verletzung immer versucht, positive Visionen aufzubauen, mir solche Szenarien vorzustellen. Das hat mir geholfen

Berns Ramon Untersander in Aktion, siebten Eishockey Playoff-Halbfinalspiel der National League zwischen dem SC Bern und dem EHC Biel, am Dienstag, 9. April 2019 in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Untersander kämpft um jeden Scheibe. Bild: KEYSTONE

Haben Sie sich in der schwierigen Zeit, als Sie wegen der immer wiederkehrenden Symptome auch Mühe im Alltag hatten, mentale Unterstützung geholt?
Ja. Ich habe viel mit dem Sportpsychologen Jörg Wetzel zusammengearbeitet. Das war in meinem Fall sehr wichtig, weil es gerade um die Weihnachtszeit herum sehr schwierig war. Da habe ich sehr gelitten und gehadert mit mir selber. Das war alles andere als einfach.

Und wie gingen Sie Ihre körperlichen Probleme an? Kopfverletzungen sind ja meist sehr unberechenbar.
Gleichzeitig mit dem Schritt zum Sportpsychologen entschlossen ich und das medizinische Team des SC Bern, den Weg via «Swiss Concussion Center» in Zürich zu beschreiten. Dort ging ich in die Therapie. Gleichzeitig machte ich dreimal täglich spezielle Übungen.

Wie war es dann, nach dieser langen Absenz wieder in den Spielbetrieb zurückzukehren?
Am Anfang nach meiner Rückkehr hatte ich schon meine Schwierigkeiten. In der Serie gegen Genf fehlte mir das Timing und auch das Vertrauen. Punkto Physis konnte ich – im Rahmen der Möglichkeiten – zum Glück immer recht viel investieren. Und bevor ich zurückkehrte, war ich schon zweieinhalb Wochen zusammen mit der Mannschaft auf dem Eis im Training. Das hat schon viel gebracht.

Sind Sie selber auch überrascht, wie gut Sie schon wieder spielen?
Das soll jetzt nicht arrogant tönen: Aber ich habe mir immer zugetraut, so stark zurückzukehren. Ich habe immer gewusst, dass ich gut bin. Das Selbstvertrauen, diese Selbstsicherheit habe ich. Und die braucht man auch, wenn man auf diesem hohen Level bestehen will. Ich fühle mich gut bei dem, was ich mache, und bin von mir selber überzeugt.

Untersander Gamewinner im Halbfinal:

Haben Sie keine Angst, wieder in die Zweikämpfe zu gehen?
Angst nicht. Vielleicht eher Respekt. Ich versuchte am Anfang, das Spiel ein bisschen besser zu lesen, mich schlauer zu positionieren. Mit der Zeit vergisst man das aber wieder. Dann macht man alles wieder instinktiv. Klar ist aber: Man muss sich nach so einer Verletzung sicher damit auseinandersetzen, dass Eishockey ein Körperkontakt-Sport ist. Dem kann man nicht aus dem Weg gehen. Irgendwann muss man den Schritt auf das Eis wieder wagen. Aber klar: Ein Schlag an den Kopf kann immer passieren. Ob mit oder ohne Absicht – es gehört dazu.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Peter Griffin 18.04.2019 13:06
    Highlight Highlight Respekt Unti! Bidu soll dich weiterhin physisch, tatkräftig auf dem Rink unterstützen. Dann klappts.💪💪💪 Noch 2 bis🏆
  • Lümmel 18.04.2019 12:10
    Highlight Highlight Eine solche Beeinträchtigung körperlich wegzustecken ist das eine. Aber dann auf mentaler Ebene wieder so bereit zu sein um eine solche Performance abzuliefern... Chapeau!
  • offspring 18.04.2019 11:08
    Highlight Highlight Fernab ein SCB Fan zu sein, aber ich mag es ihm absolut gönnen, dass er so ein starkes Comeback feiert!
  • Bill3290 18.04.2019 10:47
    Highlight Highlight Schön das Ramon zurückkehren konnte und das auch gleich noch so überzeugend.

    Hatte lange Zeit wirklich Angst dass man ihn nicht mehr auf dem Eis sehen wird. Wie er sich seinen Weg zum absoluten Topverteidiger gebahnt hat beeindruckt mich sehr.
  • Nonchalant 18.04.2019 10:41
    Highlight Highlight Sensationeller Spieler!! Was für ein Comeback nach einer derart schwierigen Zeit. Ich glaube ganz Bern ist froh, dass er wieder da ist!
    • Timmy72 18.04.2019 11:32
      Highlight Highlight Von A-Z Deiner Meinung!
      Mit seinem Comeback mitten in der Serie gegen Genf, und dann noch auf solche Art und Weise, hat Untersander viele überrascht.
      Er wird von Spiel zu Spiel besser, für ihn selber sicher eine riesige Erleichterung und auch Genugtuung nach so einer langen, schwierigen Zeit ... und für uns SCB Anhänger eine grosse Freude :-)
      MERCI UNTI!!

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