USA

Trump macht Rückzieher bei Einfuhr von Grosswild-Trophäen – was wohl seine Söhne denken?

18.11.17, 06:40 18.11.17, 14:16

Nach massiven Protesten von Naturschützern hat US-Präsident Donald Trump die Erlaubnis zur Einfuhr von Trophäen von Grosswildjägern wieder auf Eis gelegt. Das twitterte Trump am späten Freitagabend (Ortszeit).

«Habe die Entscheidung zu Grosswild-Trophäen auf Eis gelegt bis ich alle Naturschutz-Fakten studiert habe. Das Thema wird schon seit Jahren erörtert. Werde es demnächst mit Minister Zinke aktualisieren. Danke!» schrieb der US-Präsident.

Die Trump-Regierung hatte erst tags zuvor eine Regelung von Trumps Vorgänger Barack Obama aufgehoben, die amerikanischen Grosswildjägern verboten hatte, Trophäen der von ihnen in Sambia und Simbabwe erlegten Elefanten in die USA einzuführen. Die legale und regulierte Jagd könne helfen, bestimmte Tierbestände zu erhalten, erklärte die US-Naturschutzbehörde FWS dazu.

Naturschützer waren dagegen auf die Barrikaden gegangen. «Amerikanische Trophäenjäger sollten keine Elefanten töten, wenn ihre Population schrumpft. Das hat nichts mit Naturschutz zu tun», erklärte etwa das Organisation Center for Biological Diversity.

Auch in den sozialen Medien war die Empörung gross. Dort kursierten Bilder, die die beiden Trump-Söhne Donald Trump Jr. und Eric zeigen, wie sie mir Grosswild-Trophäen posieren. Die Aufnahmen entstanden vor fünf Jahren und wurden vom Magazin «TMZ» veröffentlicht. 

Trump Jr. mit abgeschnittenem Elefantenschwanz

Checks hatten laut dem Weissen Haus ergeben, dass sich die beiden afrikanischen Länder jetzt an strenge Naturschutzvorgaben hielten. «Deshalb dürfen Amerikaner dort wieder jagen», hatte Trumps Sprecherin Sanders am Freitag gesagt.

Befürworter der neuen Regelung hatten zudem angeführt, dass Einnahmen aus offiziell organisierten Jagden in den afrikanischen Ländern für den Schutz von Wildtieren eingesetzt werden könnten. Die Gegner kritisieren wiederum, dass dieses Geld angesichts weit verbreiteter Korruption eher in den Taschen von Wilderern und Betrügern lande. (sda/dpa/reu)

100 Elefanten werden täglich für Elfenbein getötet

46s

100 Elefanten werden täglich für Elfenbein getötet

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Hier werden zwei Olympia-Skicrosser spektakulär durch die Luft geschleudert

Letzte Umfragen: Klarer Nein-Trend zu No Billag ++ 60 Prozent lehnen Initiative ab

Rumantsch, du hast die schönsten Fluchwörter! Errätst DU, was sie bedeuten?

Apple veröffentlicht Notfall-Update für iPhone, Mac und Watch (und TV)

Die Geburtsstunde einer Legende: Jamaika hat 'ne Bobmannschaft!

Kim-Schwester gibt Pence einen Korb

Lara Gut scheidet in der Abfahrt aus

Die Reaktionen dieser Basler Fussball-Reporter nach ihrer falschen Prognose? Unbezahlbar

«Vorwärts Marsch!» – hier findest du die schönsten Laternen des Morgestraichs

Die irische Rebellin, die lieber stirbt, als auf die britische Krone zu schwören

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
4
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 18.11.2017 10:27
    Highlight Danke, den Tierschutzorganisation, dass sie den orangen Mann zum Einlenken gebracht haben. Es freut mich für jedes Tier, das nun weiter durch die Savanne streifen kann, ohne von hirnerweichten Milliardärssprösslingen aufs Korn genommen zu werden. Weiter so!
    44 2 Melden
  • Jein 18.11.2017 07:57
    Highlight Überlassen wir es nun den Trump-Anhängern, Trumps Bekenntnis ein Gesetz verabschiedet zu haben ohne irgendwelche Fakten zum Thema gelesen zu haben, ins Positive zu spinnen.
    61 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 18.11.2017 07:37
    Highlight Jagd ohne Notwendigkeit entblösst das Primitive im Jäger.

    Nur ein Mensch, der das Tier in sich nicht unter Kontrolle hat, tötet ohne Notwendigkeit andere Lebensformen. Davon ausgehend kann man festhalten, dass solche Menschen mit Sicherheit auch andere tierische Triebe nicht unter Kontrolle haben, bzw. von ihnen kontrolliert werden.

    "Jagd ist doch immer eine Form von Krieg."
    Goethe

    "Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit."
    T. Heuss
    94 9 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 18.11.2017 21:00
      Highlight Also, wir in der Schweiz haben überhaupt keine Notwendigkeit, irgend ein Tier zu töten. Es ist aber tausendfach an der Tagesordnung.
      1 2 Melden

Die Unheimlichen Staaten von Amerika: Alle 60 Stunden ein Waffen-Vorfall an einer Schule

Parkland liegt rund 55 Kilometer nördlich von Miami. Rund 25'000 Einwohner zählt die Stadt. Und sie wurde im letzten Jahr zu Floridas sicherster Stadt gewählt. Jetzt wurde auch die sicherste Stadt Floridas brutal getroffen. Und in den USA zählt man mit Sorge die Zahl der Schul-Massaker.

Gemäss der Nonprofit-Organisation «Everytown for Gun Safety» war der Vorfall in Parkland bereits die 18. Schussabgabe an einer Schule im 2018. Das bedeutet, dass im laufenden Jahr in den USA alle 60 …

Artikel lesen