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Fribourg verbannt WhatsApp und Co. von den Schulen

17.08.18, 16:58


epa05287195 (FILE) A file picture dated 07 April 2016 shows the logo of the messaging application WhatsApp on a smartphone in Taipei, Taiwan. For the second time in six months, a Brazilian judge on 02 May 2016 ordered a temporary shutdown of the Facebook-owned WhatsApp messaging service. The ruling requires Brazilian mobile providers to block the service for 72 hours beginning at 1700 GMT on 02 May 2016. The order was issued in response to a motion from the Federal Police, who are seeking to force Facebook to comply with previous court orders requiring the company to reveal the content of texts sent via WhatsApp by the defendants in a drug trafficking case.  EPA/RITCHIE B. TONGO *** Local Caption *** 52688299

Bild: EPA/EPA FILE

Der Kanton Freiburg hat neue Richtlinien über die Internetnutzung und den Gebrauch digitaler Technologien der Freiburger Schulen erlassen. Er will, dass die Schulen bevorzugt die vom Kanton bereitgestellten Plattformen nutzen.

Den Schulen verbietet er, im Namen von Schülern auf anderen Plattformen wie WhatsApp, Facebook oder Instagram Konten zu eröffnen, auch nicht für Lernaktivitäten. Die Schulen haben ein Jahr Zeit, sich den neuen Vorgaben anzupassen, wie der Kanton Freiburg am Freitag mitteilte.

Eine der Kantons-Plattformen heisst «Frischool» und wird ab Ende September bereitstehen. Der Kanton Freiburg spricht von einem «digitalen Ressourcenportal», zu dem die Schüler an der Schule oder zu Hause Zugriff erhalten. Es enthält eine Online-Enzyklopädie, um Dokumentationen zu suchen und Vorträge vorzubereiten.

Auch eine Datenbank mit interaktiven Informationsquellen für wissenschaftliches Lernen wird «Frischool» aufweisen. Zusätzliche Wortschatz-Übungen mit Selbstkorrektur ermöglicht das Portal ebenfalls.

Weniger Schüler, mehr Klassen

Kommende Woche beginnt im Kanton Freiburg für 46'754 Schülerinnen und Schülern der Unterricht. Das sind 735 weniger als vor einem Jahr. Trotz dem leichten Rückgang der Schülerzahl eröffnet der Kanton Freiburg sechzehn zusätzliche Klassen, was ermöglicht, den Klassendurchschnitt stabil zu halten respektive leicht zu senken.

Der Durchschnitt beträgt in der Primarschule 19.3 Kinder pro Klasse und 19.2 auf der Orientierungsstufe.

Im Zeichen von Bundesgerichtsentscheid

Im Kanton Freiburg ist der Schulbeginn auch geprägt vom Bundesgerichtsurteil vom vergangenen Dezember zur grundsätzlichen Unentgeltlichkeit der Volksschule. Bisher konnten die Freiburger Gemeinden ihre Kosten für kulturelle und sportliche Schulaktivitäten sowie für Schulmaterial teilweise den Eltern verrechnen.

Es werden nun Listen erstellt, die aufzeigen, auf welchem Schulniveau die Gemeinden was genau zur Verfügung stellen müssen.

Der Freiburger Staatsrat hat beschlossen, die Hälfte der bisherigen Elternbeiträge, das heisst drei Millionen Franken, zu übernehmen. Damit dieser Entscheid umgesetzt werden kann, muss die Schulgesetzgebung abgeändert werden. (sda)

WhatsApp-Nutzer müssen künftig mindestens 16 Jahre alt sein

Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Chääschueche 18.08.2018 21:55
    Highlight Und das wird kein Kind interessieren. Diese Plattformen werden Floppen.

    Aber jaaa...sind ja nur Steuergelder.


    6 1 Melden
  • c_meier 17.08.2018 21:49
    Highlight und jetzt muss jeder Kanton eine eigene Software programmieren lassen?
    ich muss wohl umschulen auf Programmierer 😉
    27 0 Melden
  • Erdling.Nik 17.08.2018 20:07
    Highlight Der Staat sollte den Pädagogen und Schulen bloss Empfehlungen geben. Solche Verbotslisten sind niemandem dienlich. Die Schulen sind nicht dämlich; sie werden nach und nach von selber auf Whatsapp und die anderen Facebook-Sparten verzichten.
    8 7 Melden
  • Erdling.Nik 17.08.2018 20:05
    Highlight Sorry, als Klassenlehrer einer 5. und 6. Klasse finde ich diese aktuellen Entwicklungen schlecht. Mir ist Datenschutz wichtig und ich bin ein Befürworter sicherer Netze, sicherer Online-Gruppen, von Anonymisierungen, etc. Aber diese Monopolisierung des Online-Bereichs im Bildungswesen wird wieder zu den typischen Schweizer Problemen führen. Es beginnt langsam mit den sozialen Medien, aber bald werden auch schon andere Apps «aus Datenschutzgründen» verboten sein und dann muss man als Schule Schweizer Apps mit horrenden Preisen kaufen. Wirklich toll, diese Entliberalisierung!
    14 12 Melden
  • Mova 17.08.2018 18:05
    Highlight Wie machen die das mit den Telefonlisten? Ist doch praktisch.
    4 0 Melden
  • Mirjjrim 17.08.2018 18:05
    Highlight Und in der Realität sieht das dann so aus...
    5H PS, 26 Schüler
    9H OS, 15 Schüler

    Wäre noch interessant zu wissen, woher die Zahlen kommen und wie es bzgl. D/FR verteilt ist 😉
    0 2 Melden

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