Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Äthiopier Tedros wird neuer Chef der Weltgesundheitsorganisation



Der Äthiopier Tedros Adhanom Ghebreyesus ist zum neuen Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gewählt worden. Das teilte die UNO-Behörde am Dienstag mit.

Bei der Abstimmung setzte sich Tedros im dritten Wahlgang gegen zwei weitere Kandidaten durch: den Briten David Nabarro und die Pakistanerin Sania Nishtar. Nabarro galt innerhalb der WHO eigentlich als Favorit bei der Wahl.

Tedros übernimmt das Amt von der bisherigen WHO-Direktorin Margaret Chan aus Hongkong, deren zehnjährige Amtszeit von heftiger Kritik am Umgang der WHO mit der Ebola-Epidemie in Westafrika mit mehr als 11'000 Toten überschattet wurde.

Tedros tritt sein Amt am 1. Juli an. Er ist der erste Afrikaner an der Spitze der WHO und erhielt die einstimmige Unterstützung der Afrikanischen Union.

Glückwünsche aus Bern

Aus Bern kamen Glückwünsche von Bundesrat Alain Berset. Der Schweizer Gesundheitsminister ermutigte Tedros zu einer Stärkung der Weltgesundheitsorganisation und zu deren Effizienzsteigerung, wie er gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte.

Es war das erste Mal, dass die 194 Mitgliedsstaaten der WHO über ihre künftige Führung abstimmten. Bislang hatte das Exekutivkomitee lediglich einen Kandidaten vorgeschlagen, den die Mitglieder dann absegnen sollten.

Vor der Stimmabgabe sagte Tedros zu, die WHO mit «Spitzenkräften» ausstatten und zugleich eine strikte Rechenschaftspflicht einführen zu wollen. Kritikern zufolge war dies bei der in Genf ansässigen UNO-Behörde erheblich vernachlässigt worden.

Der 52-jährige Tedros war von 2005 bis 2012 Gesundheitsminister in Äthiopien. In seiner Heimat hatte er mit dem Bau tausender Kliniken die Gesundheitsversorgung stark ausgeweitet und die Versorgung in den Gemeinden vorangetrieben. Kritiker werfen Tedros allerdings vor, drei Cholera-Epidemien in seinem Land vertuscht zu haben.

Universelle Gesundheitsversorgung

Als wichtigste Priorität nannte Tedros eine universelle Gesundheitsversorgung, insbesondere für die ärmsten Menschen der Welt. Er lehne es ab, «zu akzeptieren, dass Menschen sterben, weil sie arm sind», sagte er. Er kündigte zudem «starke Antworten» auf künftige gesundheitliche Krisen an.

Vor dem Völkerbundpalast in Genf protestierten mehrere Dutzend Äthiopier, einige für, andere gegen Tedros. Die Gegner behaupten, Tedros sei korrupt und gehöre zum inneren Zirkel eines repressiven Regimes. Tedros versprach, die WHO und sich persönlich jederzeit rigorosen Prüfern zu stellen. (sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Geld allein macht nicht glücklich – aber was dann, Herr Glücksforscher?

Link zum Artikel

Love-Scamming: Wie ich einer Russin (fast) auf den Leim gegangen bin

Link zum Artikel

Die Geschichte dieses Bildes steht exemplarisch für den momentanen Gender-Knorz

Link zum Artikel

Bond fährt E-Auto? (00)7 Vorschläge, wie er sich noch besser an die Generation Y anpasst

Link zum Artikel

Vegane Influencerin bekommt ihre Periode nicht mehr – jetzt zieht sie Konsequenzen

Link zum Artikel

Warum ich bete

Link zum Artikel

Die Influencer der Zukunft sind nicht menschlich – und sind jetzt schon Millionen wert

Link zum Artikel

Roger Federer ein Spielball der Strömung – das könnte zum Problem werden

Link zum Artikel

Kassieren SVP und SP eine Schlappe? 7 wichtige Punkte zu den Zürcher Wahlen

Link zum Artikel

Im 30'000-Franken-Outfit – so rückt Leroy Sané in die DFB-Elf ein

Link zum Artikel

Bye-bye Beno: Wie der ehemalige Gassen-Mönch in die völkische Szene abrutschte

Link zum Artikel

Das sind die 3 typischen Phasen eines Pyro-Vorfalls

Link zum Artikel

Wie Trump im Fall Manafort schachmatt gesetzt wurde

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen