Drohnen
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Die Drohne, der Helfer in beinahe jeder Lebenslage. Bild: KEYSTONE

7 Gründe, warum Drohnen die womöglich hilfreichste Technologie unserer Zeit sind

Die unbemannten Luftfahrzeuge erobern die Lüfte. Und sie sind womöglich die hilfreichsten Roboter unserer Zeit, wie die folgenden 7 Beispiele zeigen. 



100'000 zivile Drohnen schwirren derzeit durch den Schweizer Luftraum. Und es werden immer mehr. Doch Drohnen sind längst nicht mehr nur Spielzeuge, die eindrückliche Luftbilder knipsen. Richtig programmiert, können die fliegenden Computer beinahe jede Aufgabe erfüllen. Die folgenden 7 Beispiele zeigen, dass wir uns bald an die Mini-Helikopter gewöhnen müssen, die über unsere Köpfe hinweg schwirren. 

Die Fussball-Drohne

Im Sport interessiert man sich vermehrt für die fliegenden Roboter. So nahm der FC Zürich kürzlich an einem Forschungsprojekt an der Uni Irchel teil, an dem Drohnen über den Köpfen der Fussballspieler kreisten und die Spieltaktik analysierten. «Im Profisport bieten sich viele Möglichkeiten», bestätigt Assistenztrainer Zoltan Kadar gegenüber «SRF». 

ARCHIVBILD ZUR FORDERUNG VON TA-SWISS NACH KLAREREN REGULIERUNGEN VON ZIVILEN DROHNEN --- Eine DJI Mavic Drohne, aufgenommen wahrend des Praxisteils eines Drohnenkurses des Schweizerischen Verbands Zivilier Drohnen (SVZD) am 17. Mai 2017 in Lindau, Kanton Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Analysieren sie auch bald die Spieltaktik am Fussballmatch? Bild: KEYSTONE

Die Anti-Terror-Drohne

«Elios» heisst die Drohne, die bereits von mehreren Spezialeinheiten in Europa und dem Nahen Osten eingesetzt wird. Entwickelt wurde der Flugroboter vom ETH-Spin-off «Flyability». Besonders begeistert von Elios ist die Anti-Terroreinheit der französischen Polizei. Sie bezeichneten die Drohne gar «als bahnbrechendes und einzigartiges Produkt».

Laut «Flyability» eigne sich die Drohne vor allem für Rettungs- und Anti-Terror-Einsätze, weil sie vom Piloten rund 150 Meter weit weg fliegen kann und mit einem Skelett vor Kollisionen geschützt ist. Günstig ist die Anti-Terror-Drohne jedoch nicht: Ein Paket mit Schulung und Ersatzteilen kostet rund 25'000 Franken. 

Die Retter-Drohne

Nicht nur bei der Polizei werden in Zukunft vermehrt Drohnen eingesetzt, sondern auch in der Landwirtschaft. Und da übernehmen sie unter anderem sogar lebensrettende Funktionen.

Der 18-jährige Pascal Zimmermann hat eine Drohne gebaut, die Rehkitze vor dem sicheren Tod durch Mähmaschinen bewahrt. Weil die Jungtiere noch keine Fluchtreflexe entwickelt haben, bleiben sie im hohen Gras liegen, auch wenn sich ein Bauer mit der Mähmaschine nähert. Zimmermanns Drohne fliegt die Felder mit einer Wärmebildkamera ab und spürt so die Rehkitze von oben auf. Ein Jäger vor Ort trägt darauf die Jungtiere behutsam aus dem Feld. 

Die Dünger-Drohne

Nebst dem Retten von Rehkitzen testen Bauern vermehrt auch Drohnen zum Düngen von Feldern. Im Kanton Solothurn prüft die ETH derzeit, wie die ferngesteuerten Fluggeräte den Bauern bei der Bewirtschaftung der Felder helfen können. 

Die besten Drohnenbilder 2014

Mithilfe von zahlreichen Sensoren können Drohnen zum Beispiel messen, wo Pflanzen über viele Nährstoffe verfügen und wo nicht. Mit diesen Informationen kann die Drohne nur jene Pflanzen ansteuern, die auch wirklich Dünger benötigen. Das steigert nicht nur den Ertrag, sondern schont auch die Umwelt. 

Auch im Kampf gegen Schädlinge werden immer wieder Drohnen eingesetzt. Sorgen bereitet den Bauern vor allem der Maiszünsler. Dessen Larven fressen sich durch die Stängel der Maispflanzen, bis sie einknicken. Ein natürlicher Feind des Maiszünslers ist die Schlupfwespe. Deren Eier verteilen immer mehr Bauern mithilfe von Drohnen über dem Maisfeld, denn sobald die Schlupfwesben geschlüpft sind, fressen sie die Eier des Maiszünslers auf. 

Die Flaschenpost-Drohne

Diesen Sommer sollen Drohnen Lieferwagen der Post komplett ablösen – zumindest in Lugano. Die fliegenden Objekte sollen Laborproben und dringend benötigte Medikamente zwischen den beiden Spitälern in Lugano hin und her befördern.

Testbetrieb einer Paket-Drohne der Swiss Post am 28.3.2017 in Lugano. Die Drohne pendelt zwischen den Spitaelern Civico und Italiano. (POST/Alessandro Della Bella)

Die Drohnen werden mit Laborproben oder dringend benötigten Medikamenten beladen.  Bild: post/ALESSANDRO DELLA BELLA

Seit mehr als einem Jahr testet die Post den Drohnentransport auf Sicherheit, Praxistauglichkeit und Zuverlässigkeit. Und die Tests sind erfolgreich, wie die Post schreibt. Das Unternehmen gehört damit zu den ersten weltweit, die die autonome Drohnenlogistik auch für den kommerziellen Gebrauch anwenden werden.

Die Kulturerhaltungs-Drohne

Erst kürzlich schlossen Intel und die chinesische Stiftung für die Bewahrung des Kulturellen Erbes einen Pakt. Mithilfe der Drohnentechnologie soll die chinesische Mauer möglichst lange erhalten bleiben. Intels Falcon 8+ Drohnen sollen mit hochauflösenden Bildern dafür sorgen, dass besonders schwererreichbare Teile der chinesischen Mauer überprüft und wenn nötig restauriert werden. 

Nach diesen 34 Drohnenbildern willst du ein Vogel werden

Auch in der Schweiz fliegen immer häufiger Drohnen über Eisenbahnstrassen, Brücken und Häuser und überprüfen diese auf Mängel. Diese Methode erspart sehr viele Kosten, da viele Abschnitte zu Fuss meist schwer erreichbar sind. 

Die Überwachungs-Drohne

Am umstrittensten sind womöglich jene Drohnen, die für die Überwachung von Personen eingesetzt werden sollen. Harsch diskutiert wird derzeit die Überwachung von mutmasslichen Sozialhilfebetrügern. Eine vom Parlament vorgeschlagene Änderung im Sozialversicherungsrecht will genau das erlauben: Künftig sollen Versicherungen mögliche Betrüger auch mit Drohnen observieren lassen können. Ob es tatsächlich soweit  kommen wird, wird sich zeigen. Derzeit sammeln Gegner des Gesetzes Unterschriften für ein Referendum. 

1'374 Drohnen setzen einen neuen, bunten Weltrekord

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Video: srf

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Maya Eldorado 03.05.2018 12:17
    Highlight Highlight Drohnen sind die männlichen Bienen. Sie haben die Aufgabe, die Königin zu begatten. Das ist ihre einzige Aufgabe.

    Wie konnte man nur dazu kommen diesen elektronischen Flugkörpern den Namen "Drohne° zu verpassen.
  • swissda 03.05.2018 11:44
    Highlight Highlight Punkt 8: Menschentransport / Taxis: Verminderung der Verkehrsüberlastung in Städten und Evakuierung von Menschen aus gefährlichen Lagen, wo Helis nicht oder erst spät hinkommen
    • Mch 04.05.2018 07:43
      Highlight Highlight Das wird schwierig. Es braucht viel Energie solch schwere "Dinge" von A nach B zu fliegen. Auf dem Boden ist es energieeffizienter. Ich glaube hier eher an autonomes Fahren.
  • themachine 03.05.2018 11:11
    Highlight Highlight Killerdrohnen mit automatischer Gesichtserkennung, darauf wirds doch hinaus laufen! *schwarzmalmodusoff*
    • Sarkasmusdetektor 03.05.2018 19:40
      Highlight Highlight Wenn Skynet sie steuert, definitiv.
  • Anonymer 03.05.2018 09:49
    Highlight Highlight Retterdrohnen für in Not gekommene Menschen sind besonders spannend. Zur See können sie schnell Schwimmhilfen abwerfen oder in den Bergen schnell zur Auffindung der in Bergnot geratenen Personen helfen. Dort angekommen kann wiederum mit wärmendem Material, Erstehilfesets, Kommunikationsmitteln (falls kein Handyempfang vorhanden) und Peilsender etc. geholfen werden.
    Defibrillatordrohnen werden meines Wissens auch schon eingesetzt.
  • Bert der Geologe 03.05.2018 09:32
    Highlight Highlight Drohnen sind überall dort bahnbrechend, wo sie eine aufwändige und damit teure Dienstleistungen übernehmen können. Z.B. bei Luftbilder, die von einer Drohne gemacht werden, statt von einem Helikopter oder Flugzeug. Das mit der Terrorbekämpfung ist natürlich zweischneidig. Denn sie können genauso für Terroranschläge eingesetzt werden.

(Fast) landesweite Swisscom-Störung behoben ++ auch Notfallnummern waren betroffen

Die Swisscom kämpfte am Freitag zwischen 10.20 und 11.20 Uhr mit Problemen: In grossen Teilen der Deutschschweiz war die Telefonie beeinträchtig. Zum Teil waren auch Notfallnummern betroffen.

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