DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Verteidiger im «IS»-Prozess in Bellinzona: «Bräutigam» bedeutet nicht Selbstmord-Attentäter



Der Verteidiger des Hauptangeklagten im «IS»-Prozess in Bellinzona hat am Mittwochvormittag mit seinem Plädoyer angefangen. Dabei ging er auf die einzelnen Facebook-Chats ein, mit welchen die Bundesanwaltschaft BA zu belegen versucht, dass der Hauptangeklagte für den «IS» Koordinationsaufgaben übernommen hatte und mitbeteiligt war beim Informationsaustausch zwischen einzelnen Mitgliedern und Abu Hajar.

Der Anwalt legte dabei die von der BA als Codewörter bezeichneten Wörter wie «Bräutigam», «Brüder» oder «arbeiten» so aus, dass sie nicht in einem terroristischen Zusammenhang gesehen werden.

So las er den Begriff «Bräutigam» tatsächlich als solchen und nicht als potentiellen Selbstmordattentäter. Dazu erklärte der Verteidiger, dass sich Personen aus dem Nahen Osten oftmals dort verheirateten. Wenn also die Rede davon sei, dass einer der anderen Angeklagten zwei Bräutigame nach Syrien bringen werde, so sei dies in diesem Zusammenhang zu verstehen.

Angebliche Führungsrolle von Abu Hajar

Der Verteidiger versuchte auch, die angebliche Führungsrolle von Abu Hajar im «IS», zu welchem der Angeklagte über Facebook Kontakt hatte, zu widerlegen.

Allein aufgrund der Chats auf Facebook lasse sich eine Führungsrolle nicht belegen, erklärte der Anwalt. Es sei naiv zu glauben, dass ein Führungsmitglied der Terrororganisation Islamischer Staat («IS») überhaupt ein Facebook-Konto führe. Zudem soll dieses – auch gemäss der Bundesanwaltschaft (BA) – von mehreren Personen genutzt worden sein.

Für den Hauptangeklagten und andere Chattende, die über dieses Konto Kontakt zu Abu Hajar hatten, könne es gemäss Verteidiger deshalb nicht klar gewesen sein, mit wem sie überhaupt kommunizierten.

Das Plädoyer wird am Nachmittag fortgesetzt. (whr/sda)

Der «IS» zerstört ein 1400 Jahre altes Kloster im Irak

1 / 8
Der IS zerstört ein 1400 Jahre altes Kloster im Irak
quelle: ap/col. juanita chang / col. juanita chang
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Threema gewinnt vor Bundesgericht «gegen Überwachungsbehörden»

Der abhörsichere Schweizer Messenger muss keine zusätzlichen Nutzerdaten für den Geheimdienst und staatliche Ermittler erheben.

Der Schweizer Messenger-Anbieter Threema hat vor dem obersten Gericht des Landes einen Sieg gegen das eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) errungen.

Das Bundesgericht hat den Entscheid der Vorinstanz bestätigt, wonach die Threema GmbH nicht als Fernmeldedienstanbieterin im Sinne des BÜPF («Bundesgesetzes betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs») zu betrachten sei, sondern nach wie vor als «Anbieterin abgeleiteter Kommunikationsdienste».

Hätte das EJPD …

Artikel lesen
Link zum Artikel