Interview
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Interview

«Vor 20 Jahren konnte man als Studierender Party machen, heute ist das anders»

Statt zu feiern, setzt sich ihr Studentenverein für psychische Gesundheit ein: Fatljume Halili (links, studiert Medienwissenschaft und Anglistik) und Linda Brandt, eine der drei weiteren Vorstandsmitglieder (rechts, angehende Sprach- und Kommunikationswissenschaftlerin). Foto: Oliver Hochstrasser/unibas.ch

Jeder vierte Student in der Schweiz leidet an psychischen Problemen. Schuld sind unter anderem die Doppelbelastung durch Studium und Job und der Geldmangel. Ein Basler Studentenverband will Abhilfe schaffen – und gibt Kommilitonen Tipps auf Instagram.



26 Prozent der Studenten in der Schweiz leiden an psychischen Problemen. Und laut der Westschweizer Tageszeitung Le Temps haben 2019 fast in allen Schweizer Schulen und Universitäten Konsultationen wegen Schlaf- oder Essstörungen, Isolation, Hyperaktivität oder Aufmerksamkeitsstörungen zugenommen.

Ein Basler Studentenverein mit Namen «Mind-Map» setzt sich nun für die psychische Gesundheit ein – und dafür, dass das Thema auf den Tisch kommt. Die Studenten denken über ihre Stadt hinaus: Der Verein hat dieses Jahr gemeinsam mit der Swiss Medical Students’ Association und dem Verband Schweizer Studierendenschaften eine nationale Kampagne ausgerollt: Nächsten Frühling wird eine Umfrage zur psychischen Gesundheit von Studierenden durchgeführt. Ziel ist es, das Bewusstsein über psychische Erkrankungen zu stärken und Daten zu sammeln, die momentan fehlen.

«Das Bild des feiernden, im Sofa rumhängenden Studis hält sich irgendwie hartnäckig.»

Fatljume Halili, Sie haben an der Uni Basel einen Verein für die psychische Gesundheit von Studenten lanciert. Als Student hat man keine fixen Arbeitszeiten, viele Ferien und wenig Verantwortung – gibt's da überhaupt Sorgen?
Vor 20 Jahren konnte man als Studierender Party machen, hatte viel Freizeit und Freiheiten. Heute ist die Situation anders. Die Bologna-Reform mit Bachelor und Master, die sehr auf Leistung und einen schnellstmöglichen Abschluss angelegt ist, macht den Studierenden Druck. Ausserdem müssen die meisten Studenten neben den Vorlesungen arbeiten. Viele haben mit dieser Doppel- oder gar Dreifachbelastung zu kämpfen. Und auch der Konkurrenzdruck steigt, weil immer mehr Personen studieren. In den Ferien ist dann ebenfalls Arbeit angesagt, oder ein Praktikum, um Erfahrung zu sammeln. Doch das Bild des feiernden, im Sofa rumhängenden Studis hält sich irgendwie hartnäckig.

An was fehlt es den Studenten denn?
Viele sind überlastet, haben Burnout-Symptome, Depressionen oder Angststörungen. Zwar haben sie je nach Studiengang keine klaren Strukturen, keinen durchgeplanten Stundenplan und so viele Freiheiten – aber das bedeutet gleichzeitig viele Unsicherheiten. Das kann belastend sein. Auch die Finanzen sind oft ein Thema, weil trotz des Nebenjobs nicht genug Geld in die Haushaltskasse kommt. Stipendien erhält lange nicht jeder, und diese zu beantragen, ist nicht ganz einfach und mit viel Aufwand verbunden. Und wer dann wegen dem Nebenjob überlastet ist, und in die Psychotherapie müsste, der kann sich die über 100 Franken für die Konsultation dann in vielen Fällen nicht leisten – ein Teufelskreis! Man muss aber sagen, dass dies nicht auf alle zutrifft. Es kommt drauf an, wie die Studenten mit Stressfaktoren umgehen können. Da sind die Menschen ganz unterschiedlich.

«Es muss möglich werden, wie bei einer Magen-Darm-Grippe darüber zu sprechen und sich ein paar Tage krank zu melden, wenn man eine depressive Episode hat.»

In einer Erhebung des Bundesamts für Statistik geben 26 Prozent der Studierenden an, psychische Probleme zu haben ...
Und die Dunkelziffer ist sicher hoch! Zwar spricht man heute mehr über psychische Gesundheit als früher, aber das Stigma ist weiterhin gross. Bei einer Grippe gehen wir zum Arzt und melden uns krank. Belastet unsere Psyche jedoch etwas, schieben wir die Symptome meist zur Seite. Und man sucht sich erst Hilfe, wenn der Leidensdruck zu stark wird. Es muss möglich werden, wie bei einer Magen-Darm-Grippe darüber zu sprechen und sich ein paar Tage krank zu melden, wenn man eine depressive Episode hat. Oder zu sagen, ich kann ein Semester lang nicht studieren, weil es mir schlecht geht. Denn je länger man das seelische Wohlbefinden ignoriert, desto schwieriger ist es, die Hilfe zu bekommen, die man so dringend braucht.

Wie meinen Sie das?
Viele Studenten melden sich erst bei den Anlaufstellen der Uni, wenn es schon brennt; wenn sie bereits lange in einer schweren Depression stecken und die Prüfungen verhauen haben. Wir als Verein oder die Psychologen sind dann eine Art Feuerlöscher. Und präventiv passiert schonmal gar nichts. Viele Studenten erzählen, sie könnten es sich nicht leisten, einen Tag lang nichts zu machen – also nicht zu lernen oder zu arbeiten. Und sie empfinden das als normal, als nötiges Übel. Das erschreckt mich. Kein Wunder geht es ihnen schlecht.

«Wir haben Sportunterricht, lernen wie man gesund isst ... Was man für das mentale Wohlbefinden tun kann, wird hingegen oft erst Thema, wenn man schon beim Psychologen auf der Couch sitzt.»

Gut, aber stehen wir nicht alle unter Stress?
Vielleicht schon, und diesen Satz hört man ja auch immer wieder, das «Wir sind doch alle im Stress». Aber es ist eben nicht normal, in diesem Trott und ständig angespannt zu sein, und unter Druck zu stehen.

Und die Schweizer Universitäten haben keine hilfreichen Angebote?
Jedenfalls ist das Angebot nicht ausreichend – und es wird nicht genügend darüber kommuniziert. Die Angebote erreichen die Studenten nicht! Ich persönlich hatte vor zwei Jahren an der Uni Basel eine schwierige Zeit und war frustriert, weil ich nicht wusste, an wen ich mich wenden konnte. Inzwischen gibt es bereits mehr Anlaufstellen, aber meiner Meinung nach ist das Verbesserungspotenzial an vielen Unis noch hoch. Was mich erschreckt: Es ist die Rolle der Universitäten, Arbeitskräfte auf die Arbeitswelt vorzubereiten. Doch die psychische Gesundheit wird an der Uni, in der Lehre oder in der Schule kaum thematisiert.

Ein Manko?
Ja. Nach der Ausbildung wird plötzlich erwartet, dass die Menschen all die Werkzeuge haben, um in der Arbeitswelt mit allen stressvollen Ereignissen umgehen zu können. Das ist mir ein Rätsel. Das Grundrezept für einen gesunden Körper kennt jedes Kind; Wir haben Sportunterricht in der Schule, lernen, wie man gesund isst. Was man hingegen für das mentale Wohlbefinden tun kann, wird oft erst Thema, wenn man schon beim Psychologen auf der Couch sitzt. Wir wollen aber nicht gegen die Hochschulen agieren, sondern gemeinsam Lösungsansätze erarbeiten. Wir sehen uns als Schnittstelle zwischen der Uni Basel und ihren Anlaufstellen und allen Studierenden. Das funktioniert gut, wie zum Beispiel an Podiumdiskussionen, die wir veranstalten.

«Viele Schweizer erlauben sich nicht, traurig zu sein, weil wir hier einen hohen Lebensstandard haben.»

Heute werden psychische Krankheiten doch viel weniger stigmatisiert als noch vor ein paar Jahren ...
Das Bewusstsein über psychische Erkrankungen ist immer noch sehr mangelhaft. Aus Gesprächen bei uns an der Uni höre ich zudem oft heraus, dass viele Schweizer sich gar nicht erlauben, traurig zu sein. Sie haben das Gefühl, wir hier hätten einen solchen guten Lebensstandard, da dürfe es uns nicht schlecht gehen. Dabei kann ich ja auch nicht entscheiden, ob ich morgen die Treppe runterfalle und mir den Knöchel verstauche oder nicht. Genauso ist es mit der psychischen Gesundheit.

Sie posten mit Ihrem Verein Mind-Map auch psychologische Tipps auf Instagram. Ist das der richtige Ort dafür?
Wir organisieren Achtsamkeits-Workshops, diverse Informationsveranstaltungen – und ja, wir haben mit einer Psychologin Tipps zusammengestellt, die wir auf Instagram posten. Dort erreicht man die meisten Studenten heutzutage. Die Uni Basel unterstützt uns und repostet unsere Inhalte. Die sozialen Medien dienen so oft als erster Anlaufpunkt. Gerade in psychischen Angelegenheiten ist es aber wichtig, dass wir die Studierenden auch im realen Leben treffen.

Was sind die ultimativen Tipps, die Sie Ihren Kommilitonen geben?
Wir sollten uns täglich um unsere Psyche kümmern, genauso wie wir uns dreimal am Tag die Zähne putzen. Achtsamkeitsübungen beispielsweise sind erwiesenermassen sehr effektiv. Und die wie für das Zähneputzen beanspruchen sie nur drei, vier Minuten. Und das tägliche «in sich reinhören»: Ist mir dieses Treffen zu viel? Dann sage ich es ab, und so weiter. Das Ganze sollte ein Automatismus werden, wie eben das Zähneputzen. Das ist aber Übungssache. Und wie beim Sport kann ich, wenn ich heute anfange, nicht erwarten, nächste Woche einen Sixpack zu haben.

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194Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Thomas G. 11.12.2019 06:08
    Highlight Highlight 25 Jährige junge Frau neulich: bin total gestresst! Muss soviel erledigen. Nächster Tag: sitzt gelangweilt auf dem Sofa, TV läuft, Handy vor der Nase mit neustem Youtube Video, Ohrstöpsel drin, Laptop auf dem Tisch um zwischendurch etwas zu "researchen", offenes Buch in der anderen Hand, weil das gelesen werden sollte. Ok. Da wär ich auch gestresst 😀
  • Macke 11.12.2019 05:39
    Highlight Highlight Vielen ist nicht bewusst, dass seit der Bologna-Reform ein Studium einem 100%-Job entspricht, inkl. Semesterferien. Ein phil.-hist.-Studium genauso wie ein naturwissenschaftliches. Da über 90% der Studierenden neben dem Studium arbeiten müssen, gibt es eine Arbeitsbelastung von mehr als 100%, wenn alle ECTS-Punkte gemacht werden. Dazu kommt noch, dass sie im Gastro-GAV explizit von Mindestlöhnen ausgenommen sind, der Lohn somit massiv schlechter sein darf als bei jemandem ohne Ausbildung.
    • Thomas G. 11.12.2019 06:21
      Highlight Highlight Echt jetzt? Mehr als 100%, das ist ja wirklich zu viel des Guten!
  • Quacksalber 10.12.2019 09:03
    Highlight Highlight Der einzige Unterschied zu früher ist, dass da nicht alles auf englisch war. Jedenfalls war es für Naturwissenschaftler gleich mit dem nie Feierabend haben und manchmal wäre etwas psychologische Unterstützung hilfreich gewesen.
  • Kong 09.12.2019 21:53
    Highlight Highlight Meisterung der höchsten Stufe der Prokrastination... oder wie ich Semesterarbeiten über Nacht schreiben kann obwohl ich 4 Monate Zeit hatte.
    Soweit meine Erinnerungen an das Studium :-)

    Der Druck der hier angesprochen wird, hat sicher zugenommen. Aber es war auch früher nicht easy. Die ganze Gesellschaft leidet unter mehr Druck und es ist kein Wunder, dass es vielen dabei schlechter geht. Ist und bleibt aber typabhängig. Kohle war ich immer klamm. Aber Party gab's trotzdem (BWL / Vertiefung IT, später MBA techn. Richtung). Und war nicht mit summa cum laude :-) ... aber für meinen Job reichts.
  • wolge 09.12.2019 19:36
    Highlight Highlight Ich hoffe es wird eine generelle Kampagne zur psychischen Gesundheit.

    Neben Studenten und Schüler ist es insbesondere auch bei Arbeitnehmern akut.

    Schule und Wirtschaft sind und machen krank. Sie erzeugen viele ausgebrannte, desillusionierte, resignierte, frustrierte und demotivierte Menschen.

    Dabei zeigen x psychologische Studien wie es richtig gehen würde.

    Als Empfehlung hierzu das Buch Drive: Was Sie wirklich motiviert von Daniel H. Pink
    • Tomlate 09.12.2019 23:20
      Highlight Highlight Meine Worte und bis jetzt ein Blitz zu diesem Kommentar...
  • Feuerblümchen 09.12.2019 18:52
    Highlight Highlight Und genau solche Kommentare wie hier sind mitunter der Grund, weshalb sich Betroffene erst melden, wenn die psychische Situation bereits eskaliert ist. Ich bin der Meinung, dass uns die „Wir mussten damals auch also sollen sie jetzt“-Einstellung nie weiter bringen wird...
  • lipolup 09.12.2019 18:43
    Highlight Highlight Also der Satz "wir stehen alle unter stress" ist doch einfach falsch. Nur weil man immer etwas los hat oder viel zu tun hat muss das nicht stress sein. Stress ist doch eine negative auswirkung, welche auf die psyche schlägt. Wer mit einem Druck weniger klar kommt oder aus bestimmten Gründen ein deutliches unwohlsein verspürt hat Stress.

    Ich kann mich zum Glück nicht erinnern wann ich zuletzt gestresst war. Aber wollte das nur kurz klarstellen
    • Tomlate 09.12.2019 23:21
      Highlight Highlight Es gibt auch positiven Stress.
  • Randalf 09.12.2019 17:56
    Highlight Highlight
    Diese 25% entsprechen etwa der Zahl der Schüler im Allgemeinen, welche psychische Probleme haben.
    Warum soll es an der Uni anders sein?
  • Cassady 09.12.2019 17:54
    Highlight Highlight Ich glaub die Belastung ist schlicht eine Andere. In der Lehre hat man fixe Ferien, Feierabend, mehr Struktur. An der Uni gibts das nicht. Da kann man sich schon enorm unter Druck setzen (Stichwort: nach der Prüfung ist vor der Prüfung). Nicht alle können mit diesem Druck umgehen und deshalb ist es doch super, wenn junge motivierte Leute versuchen, diesen zu helfen. Immer dieses Gebashe!
  • Feuerwanze 09.12.2019 17:20
    Highlight Highlight Ich habe vor knapp 20 Jahren studiert und irgendwie habe ich auch nicht dauernd gefeiert ...
  • pontifex_maximus 09.12.2019 16:49
    Highlight Highlight Mut zur Lücke. Dann nur schauen, dass man nicht so viel säuft, dass man das zwischen den Lücken auch wieder vergisst.
  • Siro97 09.12.2019 15:33
    Highlight Highlight „Die psychische Gesundheit wird kaum an der Uni , in der Lehre oder in der Schule thematisiert. Genau finde ich auch. Es wird in unserer heutigen Gesellschaft immer noch als Tabuthema gesehen, dabei ist die Psyche eine der wichtigsten Faktoren für den Mensch. Die Arbeitswelt sollte mehr auf ihre Arbeitnehmer achten, sonst kommt das bio-psychische-soziale Modell jedes Menschen in Ungleichgewicht. Bitte unbedingt mehr in der Gesellschaft aufgreifen!
  • Nestroy Lodoño de Salazar y Matroño 09.12.2019 15:27
    Highlight Highlight Aber wenn es laut Artikel immer noch Studiengänge gibt ohne durchgeplanten Stundenplan, können die Studierenden auch damit nicht umgehen. Fazit: keine Freiheiten beim Studium belasten sie; Freiheiten ebenso. Das verstehe ich nicht. Vielleicht kommen sie einfach schlecht vorbereitet vom Gymnasium. Und wer Stipendien beantragen schwierig findet, ist vielleicht an der UNI am falschen Platz.
    • bbelser 09.12.2019 18:10
      Highlight Highlight Gibt halt unterschiedliche Lerntypen. Dem einen kommt das Verschulte entgegen, dem anderen das eher Freie.
      Grundfrage ist aber: was soll uns Ausbildung lehren? Angemessen zu leben oder ordentlich zu funktionieren? Eine gesellschaftlich verantwortungsbewusste Existenz aufzubauen oder als Rädchen im Getriebe zu dienen?
      Heute ist jeweils Letzteres auf ungesunde Weiseübergewichtig.
  • Nestroy Lodoño de Salazar y Matroño 09.12.2019 15:26
    Highlight Highlight Dass Bologna Quatsch ist, bestätigen unterdessen auch viele Dozenten. Die Universitäten wurden verschult, was einer der Gesamtheit der Wissenschaften umfassenden Anstalt für wissenschaftliche Ausbildung und Forschung unwürdig ist. Eben diese Anstalt wurde vor zwanzig Jahren ökonomisiert, was damals fast alle super fanden. Die Studiengänge wurden zum Punkte sammeln fast so wie beim Einkauf in der Migros, was zu dem im Artikel beschriebenen Run nach Leistung und dem schnellstmöglichen Abschluss drängt. Das macht den Studierenden Druck. Zu viel Druck wie es scheint.
    • bbelser 09.12.2019 18:25
      Highlight Highlight Es ist der Druck einer als schicksalhaft und alternativlos dargestellten wirtschaftlichen Globalisierung.
      Bologna war die logische Antwort auf die Forderung nach globalisierungstauglichen Arbeitskräften.
      Dabei wird Globalisierung gerne wie ein Naturgesetz begriffen, dass unserer Gestaltung gänzlich entzogen ist und als gegeben akzeptiert werden muss. Eigentlich ein ziemlicher Humbug in einer demokratisch verfassten Gesellschaft. Sowohl Wirtschaft als auch Bildung sind gestaltbar, ja humanisierbar.
    • Tomlate 09.12.2019 23:29
      Highlight Highlight @bbeiser: sehr treffen beschrieben
  • Hipster mit Leggins 09.12.2019 15:12
    Highlight Highlight vielleicht sollte man nicht ein Ethnologie-Studium mit einem Physiker-Lehrgang an der ETH vergleichen.
  • 54er 09.12.2019 15:09
    Highlight Highlight Vieles hier ist auch mimimi.. klar gibt es auch bei Studenten wie auch bei Arbeitnehmer solche die Hilfe brauchen und für diese das eine sehr gute Hilfe und Unterstützung ist.

    Aber sorry man halt als Student seeehr viele Freizeit und diese muss man halt auch planen.. und zwar auch richtig planen können.. der Grossteil von denen die ich kenne (ob im Studium oder schon mit Dr.) habe das alles problemlos geschafft.. klar mit sehr stressigen Zeiten in der Lernphase.. aber soll ja auch nicht geschenkt sein 🤷🏻‍♂️

    vielleicht machen einfach zu viele ein Studium obwohl es der Falsche weg ist..
    • legis 09.12.2019 18:53
      Highlight Highlight Kommt extrem aufs Studium an! Gibt Studiengänge da brauchst du die langen Ferien einfach weil das Semester der blanke Horror ist! Bitte nicht verallgemeinern!
    • Hoihoi 09.12.2019 19:39
      Highlight Highlight Es kommt halt auch immer drauf an. Als Teilzeitstudent (z.B. Teilzeitstudium an der School of Engineering) machst du das Studium in vier anstatt drei Jahren, arbeitest aber daneben 60%. Das gibt schon einen ziemlichen Arbeitsanfall und teilweise ziemlich viel Druck.
  • fakt ist 09.12.2019 14:37
    Highlight Highlight Eine „Detox-Socialmedia-Diät„ täte diesen Studis gut. Die sind genau wegen zu viel Social Media gestresst. Noch mehr Quellen für noch mehr Infos. All die Infos in dem rasenden Tempo tu verarbeiten, ja, das ist stress! Diese permanente Angst etwas zu verpassen, ja, das macht krank. Da ist nicht das Bologna System dran schuld.

    MUT ZUR LÜCKE LEUTE!

    Und was machen der selbsternannte Psychoverein: Eine neue Quelle. Ja keine Infos verpassen. Damit es dir besser geht. Geh zum Joga. Schau das Relax-Video auf Youtube. Kümmere dich täglich um deine Psyche. Via Insta. Am besten.
  • Sgt.Pepper 09.12.2019 14:37
    Highlight Highlight Ich habe den Eindruck, dass früher ein Viertel weniger studiert hat. Die hatten dann einfach einen solide Ausbildung absolviert und dann denselben Job ausgeübt wie heute mit einem was-auch-immer Masterdiplom.
  • Der Frieden 09.12.2019 14:10
    Highlight Highlight Wow, die Kommentare dieses Artikels sind ja geradezu ein Spiegelbild des Problems: alle brüsten sich mit wie belastungsfähig und leistungsstark sie sind (was ich bezweifle, glaube meiste Leute wollen eifach die soziale Anerkennung dafür, also tun so) und können sich nicht vorstellen, dass es Leute gibt die weniger belastbar sind (sagen wir mal rein genetisch), es also nicht wirklich eine Wahl ist. Solange wir alle uns gegenseitig mit Leistung und Belastbarkeit übertrumpfen wollen, arbeiten wir alle zu viel und zu intensiv, und halten das Stigma der psychisch Kranken als Willensschwach aufrecht
    • Tartaruga 09.12.2019 17:02
      Highlight Highlight Du triffst den Nagel auf den Kopf.
      Ich hatte früher dieselbe Einstellung wie viele hier die grosskotzig mit ihrer Belastbarkeit prahlen. Bis ich dann selbst suizidal wurde.

      Es kann jeden Treffen. Nur leider versteht man das erst, wenn es einen selbst trifft.
    • bbelser 09.12.2019 18:39
      Highlight Highlight Nun ja, die Kommentatoren hier kommen alle aus der Gesellschaft, die wir uns in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben (oder uns aufs Auge drücken liessen). Viele sind Kinder einer als gottgegeben angesehenen Globalisierung: entweder bist du top oder ein loser. Macht einen frösteln...
    • RicoH 09.12.2019 19:26
      Highlight Highlight Richtig, es kann jeden treffen. Ich musste auch einen Job wegen psychischen Problemen aufgeben.

      Ein Studium ist ja auch eine Selektion – nicht alle können das schaffen. Ist auch richtig so.

      Wenn man da an die Grenze der Belastbarkeit kommt, muss man sich halt die Frage stellen, ob das Studium das richtige und man dafür geeignet ist. Der Wille reicht nicht immer, um etwas vollenden zu können...
    Weitere Antworten anzeigen
  • FoxSinBan 09.12.2019 13:50
    Highlight Highlight Ich glaube das Hauptproblem ist das die Studierenden nicht mehr priorisieren und planen können. Desshalb sind sie überfordert. Vielen fehlt die Fähigkeit ein grosses problem in viele kleine lösbare Schritte umzuwandeln.

    Vor Prüfungen nehmen viel ein Inderal und und haben den Nervenzusammenbruch danach. Die Resilienz ist nahe 0.

    Burnout im Job ist vorprogrammiert. Evtl wäre es sinvoller mal in der Schule was über Planung und Stressresistenz zu lernen als immer nur sofort stützuntericht und zusatz betreut. Lieber anleiten wie ein problem zu lösen ist als immer die Lösung vorene hinklatschen.
    • AllknowingP 09.12.2019 16:09
      Highlight Highlight Ich hab Inder Anal gelesen... und bin ziemlich sicher falsch ? Klär mich bitte auf was ein Inderal ist....
    • niklausb 09.12.2019 17:50
      Highlight Highlight @allknowingp 1. Passt deine Frage nicht zu deinem Namen und 2. Google it
    • RicoH 09.12.2019 19:33
      Highlight Highlight Wenn Studierende nicht planen und priorisieren können, sind sie dafür nicht geeignet. So einfach ist das.

      Ein Studium soll die zukünftige Elite formen. Da sollte man schon einiges von den Studierenden erwarten können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WID 09.12.2019 13:20
    Highlight Highlight Als Student hat man viele Freiheiten, wer damit nicht zurechtkommt gehört nicht an die Hochschule. Weiter sind die Eltern bis 26 verpflichtet die erste Ausbildung zu finanzieren, das sollte man problemlos bis 26 schaffen. Wer eine 2. Ausbildung macht, muss sich wie alle um die Finanzierung selber kümmern.
    • Samuelsson 09.12.2019 14:37
      Highlight Highlight Ja super! Und dann kannst du den Eltern auf dem Portemonnaie sitzen. Oft haben die selber Probleme, sich den Alltag zu finanzieren... You Dream you
    • WID 09.12.2019 15:41
      Highlight Highlight @Samuelsson: was wünscht Du Dir denn für die Studis? Einen Lohn vom Staat? Hab übrigens selber studiert, ich weiss wovon ich spreche.
    • loquito 09.12.2019 17:02
      Highlight Highlight WID. Mindestens in Bern gibt es viele Eltern, welche gemäss Staat Geld haben für die Kinder, die Realität ist eine Andere. Gemäss Stipendien, hatten meine Eltern genug für mein Studium (ihre Berechnungsgrundlage war 650! für Wohnen, da geschieden. Andere Ausgaben entsprachen den Kosten vor ca. 15Jahre, KK z. B.) Meine Eltern konnten mich nicht finanziell unterstützen und es soll leute feben, welche dies gar nicht wollen.Und wenn man dann erst mit 30 fertig studiert hat, aber bereits Kinder, ja dann ist man sowieso suspekt und etwas kann nicht stimmen.Du lebst in einer ganz anderen CH als ich
    Weitere Antworten anzeigen
  • PderB 09.12.2019 13:16
    Highlight Highlight Das Problem sind die Schule, sogar das Schweizerische Bildungssystem. Total veraltet. Es wird nur viel Wissen hereingepumpt und geprüft. Die Schüler lernen nicht selber zu denken und sind nachher unfähig Haupt- und Nebenthemen voneinander zu unterscheiden. An der Uni muss man selber denken, aber manche Studenten verlieren sich in Details, weil sie nicht selber denken können.
    • DomKi 09.12.2019 14:10
      Highlight Highlight Das ist doch Plan: nichtdenkende Wissensmonster heranzuzüchten, die sind dann einfach steuerbar.
    • FoxSinBan 09.12.2019 14:18
      Highlight Highlight Absolut korrekt hat bei mir 2 Jahre Studium und eine Offiziers Ausbildung gebraucht bis ich das richtig umsetzen konnte jetzt studiere ich im 4 Jahr Medizin und arbeite 50% daneben und es klappt gut.
    • auloniella 09.12.2019 14:56
      Highlight Highlight Nene da machst du es dir zu wirklich zu einfach. Die Schule ist wieder mal schuld.
      Es gibt viele Unterrichtsmethoden um diese Kompetenzen zu erlernen. Allerdings sind sie schwieriger zu bewerten, und wenn es keine Note gibt ist es den Schülern dann schnell egal. Weil sie auch von Eltern dazu dressiert wurden, dass Noten alles sind. Verteilt man aber Noten sind diese z.b bei Projektarbeiten eher diskutierbar resp. einklagbar. Als Lehrperson rauft man sich da schon oft die Haare. Nie ists recht ;-)

    Weitere Antworten anzeigen
  • biszumbitterenende 09.12.2019 12:50
    Highlight Highlight Ein Dozent hat mir mal gesagt, etwas vom wichtigsten, was man während des Studiums lernern muss, ist Prioritäten zu setzen. Wenn man immer alles bis ins kleinste Detail lernt, hat man nicht viel Freizeit übrig, das stimmt. Es ist jedoch möglich, mit dem Blick fürs Essentielle, gute Noten zu schreiben und trotzdem Party zu machen.
    • FoxSinBan 09.12.2019 14:20
      Highlight Highlight Nur ist das extrem schwer wärend des Studiums zu lernen. Ich konnte es im Militär als Offizier lernen. Ich denke auch das mann es andes lernen kann als im Militär z. B durch mehr Arbeitserfahrung usw. Bei mir wars gerade das richtige zur rechten zeit
  • Adam Smith 09.12.2019 12:50
    Highlight Highlight Bei war das Studium immer 1 Woche vor den Semesterprüfungen anstrengend. Den Rest der Studienzeit habe ich mit Partys, Freunden, Reisen und Geld dumm ausgeben verbracht. Mein Abschluss war dann trotz allem eine 5.1. Meinen Studienkollegen ging es übrigens gleich. Also alles easy.
    • ninici 09.12.2019 14:23
      Highlight Highlight Hast du denn nebenbei noch 60% gearbeitet?
    • cheeky Badger 09.12.2019 14:27
      Highlight Highlight Deinem Namen nach zu urteilen hast du BWL studiert, oder?

      Das ist jetzt auch nicht gerade die Königsdisziplin. Da gibt es durchaus andere Studiengänge, die mehr Aufwand erfordern.

      Aber auch ich habe mir reichlich Zeit für Partys und die daraus resultierenden Kater genommen. Dafür braucht es nur eines: Mut zur Lücke!
    • loquito 09.12.2019 17:07
      Highlight Highlight Meine Freunde hatten dein Leben... Haben alle etwa 20% gearbeitet und ihr ganzes geld fúr Party ausgegeben. KK, Wohnung, Velo, Kleider von Papa bezahlt, Wäsche einmal die Woxhen von Mamma... Superstolz waren diese mit ihrem Abschluss als 27 Jährige... Ich hatte 3 Jahre länger und nie Zeit für Party... Aber ich totsch hatte ja auch schon ein Kind und eine Frau und keine Sponsoren...
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  • derlange 09.12.2019 12:40
    Highlight Highlight Früher war alles besser...
    Anders, nicht besser.
    Heute wollen alle studieren, ist das nötig?
    Vielleicht wäre es besser wenn ein Handwerker auch 8 bis 10 k verdienen könnte, nicht nur der Ingenieure, Techniker usw.
    Vielleicht einfach mal das Bildungssystem studieren - vielleicht ist ja das Studium für all die Studenten die am psychischen Problemen Leiden nicht der richtige Weg.

    Die Schweiz bietet so viele alternative Bildungswege an, nicht nur Gymnasium und dann studieren. Und nicht weinige finden Ihren Weg in der Karriereleiter ohne Masterabschluss oder Doktorarbeit.
  • FrancoL 09.12.2019 12:32
    Highlight Highlight Vielleicht sollten man sich auch Gedanken machen ob jeder der studiert auch wirklich dafür geeignet ist oder die richtige Fachrichtung ausgelesen hat.
    Seit mehr als 20 J. haben wir Praktikanten vorwiegend von der ETH und stellen fest, dass einer von 3 Praktikanten mit der Fachrichtung wohl überfordert ist oder sich unter der Fachrichtung etwas ganz anderes vorgestellt hat. Das führt dazu, dass das lernen nicht optimal abläuft, dass die Studenten sich an Themen halten müssen, die ihnen schlecht zugänglich sind.
  • passiver Überströmer 09.12.2019 12:16
    Highlight Highlight Ein MINT Studium war schon vor 20 Jahren streng, soll es auch! Das schafft nicht jeder und das ist der Sinn der Sache. Wieviel Prozent besuchen heute im Vergleich zu früher das Gymi? Vielleicht hats da einige drunter welche besser eine Lehre mit BMS absolvieren würden. Wenn ich sehe was wir zT. für junge Maschinenbau Absolventen anstellen, die Niveau Unterschiede haben drastisch zugenommen. Das reicht von fast Genie bis zu unter dem Niveau eines 2. Lehrjahr Maschinenzeichners.
  • Bits_and_More 09.12.2019 12:07
    Highlight Highlight Ich würde hier per se nicht dem Studium die Schuld zuweisen. Nach dem Studium geht es ja oft genau gleich weiter, viele Aufgaben, wenig Zeit.

    Man muss priorisieren und Aufwand / Ertrag abschätzen können. Meiner Erfahrung nach haben gerade Perfektionisten sehr grosse Mühe damit. Ja, man kann immer noch mehr lernen, noch eine Aufgabe lösen und für die Projektarbeit noch ein extra Kapitel schreiben usw. Im Berufsleben ist das wiederum dasselbe.

    Ohne Priorisierug oder einfach mal "Nein" zu sagen, geht das natürlich mit dem Privatleben nicht unter einem Hut und hier sollte angesetzt werden.
    • Forest 09.12.2019 13:02
      Highlight Highlight War früher auch nicht viel anders. Da gab es weder Zalando, Uber, Sbb App oder Eats. Wir leben in der modernsten und einfachsten Zeit, wo wir sogar unseren Einkauf heimliefern können, aber heute ist man ja bereits gestresst wenn man nach 5min keinen Parkplatz findet.

      Der Zaubertrick dabei ist ganz einfach: Vorbereitung und Zeit Management.
  • Forest 09.12.2019 12:04
    Highlight Highlight " Sie posten mit Ihrem Verein Mind-Map auch psychologische Tipps auf Instagram. Ist das der richtige Ort dafür? "

    Wie wäre es sich mehr Zeit für sich zu nehmen? Statt zu schauen was andere auf Instagram tun.
  • PlayaGua 09.12.2019 11:48
    Highlight Highlight Dasselbe haben die Studierenden vor 20 Jahren - als ich studierte - auch behauptet.
  • simiimi 09.12.2019 11:45
    Highlight Highlight Jesses was leben wir in einem Mimöslizeitalter. Vor meinem Abschluss diesen Frühling habe ich 24 ECTS im Semster geschrieben, nebenbei an der Masterarbeit gearbeitet und bin zweimal pro Woche nach Zürich zur Arbeit gefahren. Für Party hats trotzdem immer gereicht und ich würde es jederzeit wieder tun.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 09.12.2019 14:01
      Highlight Highlight Und natürlich ist ABSOLUT jeder genau so wie du, der absolute Siebesiech der alles kann.
      Vor der Uni hättest du lieber zwei Dinge lernen sollen: Empathie und Differenzierung.
    • Evan 09.12.2019 16:41
      Highlight Highlight 24 ECTS sind auch möglich, sofern man sonst keine Probleme hat im Leben.
    • loquito 09.12.2019 17:13
      Highlight Highlight 2*/Woche ist gerademal 40%... Versich das Ganze mit 80%-100% ich hab oft 4-5Tage die Woche gearbeitet, natürlich Sa ind So, oft 11h... Und hab knapp 20 ECTS Hamsterpunkte sammeln können. Meine Masterarbeit in Geisteswissenschaft wäre nebenbei gar nicht schreibbar gewesen... Aber in Bwl oder Jus kriegt man so eine Masterarbeit shcon noch nebenbei geschrieben...
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  • bbelser 09.12.2019 11:44
    Highlight Highlight Wie es scheint, haben wir uns eine recht ungesunde Lern- und Arbeitswelt eingerichtet. Kein Wunder, wenns nur noch um die optimierte Verwertbarkeit der Ware Mensch geht, statt um freies, kreatives und anregendes Lernen und Lehren.
    Wenn so viele intelligente junge Menschen, die etwas weniger robust sind, durchs Studieren psychische Probleme kriegen, stimmt irgendwas nicht mit dem System, das wir uns zurechtgezimmert haben...
    Und dann "Achtsamkeitsübungen"? Really? Um junge Menschen optimiert durch den Fleischwolf zu jagen?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 09.12.2019 14:18
      Highlight Highlight Ich wurde leider schon von den Lehrern kaputt gemacht.
      Am liebsten wäre es mir gewesen, wenn ich nach meiner Ausbildung eine Weiterbildung hätte machen können.
      Aber es war jedem Chef weitaus wichtiger, dass er eine verhältnismäßig günstige Arbeitskraft hat, und schon gar nicht jemanden, der sie im Zweifelsfall ersetzen könnte.
      Ich wollte schon bei der Feuerwehr kein Offizier werden, im Arbeitsleben habe ich schon doppelt keine Lust auf Führungsrollen.
      Einrichten, optimieren, programmieren, vielleicht noch den Lehrlingen etwas unter die Arme greifen. Das wäre meins. 😊
    • bbelser 09.12.2019 17:54
      Highlight Highlight Vielleicht willst du darüber keine Auskunft geben, aber inwiefern haben Lehrer dich "kaputtgemacht"? Durch persönliche Antipathie oder durchs Schulsystem? Verfehlte Anforderungen?
      Die meisten Menschen sind weder für Top-Karrieren noch für Führungsrollen gemacht. Und doch wird uns gerne weisgemacht, dass jeder das kann und auch anzustreben habe.
      Da finde ich das heutige Schwarz-Weiss-Denken fatal: entweder bist du top oder ein loser. Lernt man oft schon als Schüler.
      Dabei sind doch 80% der Menschen zuerst mal dran interessiert, ein gutes, zufriedenes und gelingendes Leben führen zu können.
  • Texup 09.12.2019 11:42
    Highlight Highlight Aha. Dann viel Spass nach dem Studium, in einer Kaderposition ohne bezahlte Überstunden und Verantwortung nicht nur sich selbst gegenüber.
    • Brettspiel 09.12.2019 12:52
      Highlight Highlight ok
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    • loquito 09.12.2019 17:16
      Highlight Highlight Hahaha Kaderposition... Sicher, wenn Papa oder Vitamin B im Spiel sind. Sonst mal WiMi, Projektverantwortlicher und danmn, evtl. so um die. 40-50 Kader...
    • Maragia 10.12.2019 10:56
      Highlight Highlight Hatte bei meinem Einstieg nach dem Studium auch eine Kaderanstellung (auf dem Papier) und daher keine Überstunden bezahlt...
  • frederik 09.12.2019 11:39
    Highlight Highlight Studieren ist super, wenn man Mami und Papi im Rücken hat.
    Wenn man dann aber eine Wohnung, KK, ÖV-Abo etc. finanzieren muss, ist es mit 50% Arbeit à 23.- Bruttolohn bei 30ECTS vielleicht erfahrungsgemäss doch nicht mehr so cool. Natürlich kommt es auf das Studium an, und auf die Fähigkeiten welche man mitbringt.
    Ein bisschen Party geht aber trotzdem ;-)
    • Fanta20 09.12.2019 12:53
      Highlight Highlight Dieser Kommentar bringt es auf den Punkt und deckt sich mit meiner eigenen Erfahrung. Wenn man sich mehrheitlich auf das Studium konzentrieren kann, ist es keine so grosse Sache. Aber wenn man parallel dazu mehr oder weniger seinen gesamten Lebensunterhalt selbst verdienen muss, wird's rasch sehr anspruchsvoll.

      Meine Eltern haben mich damals unterstützt, wofür ich ihnen extrem dankbar bin. Ich hatte eine coole Studienzeit und die Sache dafür aber auch schnell durchgezogen.
  • The Snitcher 09.12.2019 11:36
    Highlight Highlight Ganz ehrlich..... das ist nun die Quittung für die ganzen Weichspüler-Erziehungsmethoden aus den 90ger Jahren. Jeder ist besonders und man kriegt auch ein Sternchen fürs Mitmachen. Jetzt haben wir eine Schneeflöckchen-Generation die sich ständig unfair behandelt fühlt, alles viel viel zu stressig ist und rumheult weil sie kein Sternchen für jeden Pups kriegen, denn sie ablassen.
    • tömu 09.12.2019 11:48
      Highlight Highlight Word!
    • Liselote Meier 09.12.2019 12:00
      Highlight Highlight Ok Boomer.

      Dir ist aber schon klar, dass heute eine andere Produktivität und Komplexität vorherrscht als in den 80er. 24 Stunden Gesellschaft, erhöhter Konkurrenz Druck usw.

      Aber ja das Problem liegt an der fehlenden Züchtigung.




    • FrancoL 09.12.2019 12:36
      Highlight Highlight Das mag für den einen oder anderen zutreffen, die Mehrheit trifft es aber ganz und gar nicht.
      Die Studenten die bei uns das Praktikum machen sind in Vielen Bereichen klar besser und strenger ausgebildet als noch vor 20 oder 30 Jahren. Zudem fordern die Unternehmen die Studenten einstellen heute klar höhere Anforderungen. Also ist auch eine Zunahme von Stress, wie auch bei allen Berufen ohne Studium, eine Tatsache.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hummingbird 09.12.2019 11:30
    Highlight Highlight Als ich vor bald 20 Jahren studierte, hatte ich beides: eine lockere Studizeit mit viel Freizeit zum Reisen und Zeit um zu arbeiten, aber auch eine Essstörung. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich diesbezüglich gross etwas geändert hat seither (hab im Bolognasystem studiert). Was sich aber geändert hat, sind die Erwartungen und die Einstellung der Studierenden. Sie scheinen nicht mehr alles mit sich machen lassen, erwarten, dass das System sich ihnen anpasst. Das ist zwar gesünder fürs Ego, aber passt nicht zur Leistungsgesellschaft.
    • Hummingbird 09.12.2019 12:57
      Highlight Highlight Übrigens studiere ich aktuell zum 2. Mal, immer noch im Bolognasystem, und habe auch jetzt noch viel Zeit für anderes ...
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 09.12.2019 20:49
      Highlight Highlight Ganz viel Erfolg für dein zweites Studium. 🙋‍♂️
      Vielleicht bekomme ich es auch noch irgendwie hin, und kann Maschinenbau studieren.
      Hauptsache ich kann weiterhin mit Metall und schweren Maschinen arbeiten. Das wäre mein absoluter Traum. 🥰
    • ChlyklassSFI 10.12.2019 12:37
      Highlight Highlight Viel Erfolg, Bambusbjörn! Ich starte nächstes Jahr womöglich auch ein Studium (Informationswissenschaft). Wenn das Interesse oder die Faszination da ist, kann man sich mit Hingabe dem Lernen widmen. Ich freue mich.
  • wydy 09.12.2019 11:29
    Highlight Highlight Man sollte hier evtl. differenzieren. Als ehemaliger MINT Student muss ich sagen, das Studium war anstrengend und sicher nicht nur Party. Ich hatte weniger Freizeit als ein normaler Angestellter. Zum einen hat man keinen geregelten Arbeitstag, sondern die Fächer sind teilweise Samstag und gehen teilweise bis 21:00. Man kann sich das nur bedingt einteilen. Dann war am Abend nach der Schule nicht Feierabend, sondern man musste noch Hausaufgaben machen, was im Studium um einiges mehr ist, als man in der Ausbildung kennt. Zusätzlich gehen die ganzen Ferien für Sommerjobs drauf.
  • ursus3000 09.12.2019 11:29
    Highlight Highlight Klar früher war ALLES EINFACHER und heute wollen sie MITLEID
    • Antinatalist 09.12.2019 12:35
      Highlight Highlight Stimmt genau. Früher schlug einfach irgendwo ein Blitz ein und schon hatte man Feuer. Heute braucht's dafür Feuerzeuge.
    • npe 09.12.2019 15:17
      Highlight Highlight OK Boomer.
  • wasps 09.12.2019 11:29
    Highlight Highlight Ja klar. Die StudiWG um die Ecke, die hat das ganze Jahr durch Rambazamba. Vielleicht tummeln sich einfach zu viele Studis an den Unis/ETHs, die dort nicht hingehören. War früher übrigens nicht anders!
    • FrancoL 09.12.2019 12:40
      Highlight Highlight Hauptproblem erkannt, heute und eben auch früher gibt (gab) es zu viele Studenten, die sich kaum richtig für ihre Fachrichtung einsetzen und somit nicht an die Hochschule gehören.
    • RiiseHolzchopf 09.12.2019 13:44
      Highlight Highlight Und schlussendlich gibt es mittlerweile einfach auch zu viele Studenten, welche die intellektuellen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium ohne Extrem-Aufwand nicht mitbringen. Zu viele Studenten, welche wohl eher prädestiniert für andere Aufgaben wären.
  • Menel 09.12.2019 11:22
    Highlight Highlight Es kommt dabei aber immer sehr stark auf die Studienrichtung drauf an. Der Aufwand für ein Pysik, Mathematik oder Nanowissenschafts-Studium ist wesentlich anders, als zB. für ein Germanistik, Geschichts- oder Sportstudium.
    • HappyMe 09.12.2019 11:38
      Highlight Highlight Dem kann ich als ehemalige Germanistik-Studentin nur beipflichten ;)
    • 155West 09.12.2019 11:41
      Highlight Highlight Und das kannst du beurteilen, weil Du Physik, Mathe, Germanistik und Geschichte studiert hast und somit direkten Einblick in die unterschiedlichen Fächer hast?
    • sevenmills 09.12.2019 12:41
      Highlight Highlight @Mendel: "der Aufwand ist anders." Ja, mit Betonung auf "anders". Ich finde es schwierig, MINT und Geisteswissenschaften miteinander zu vergleichen, weil die Art des Studiums schon ganz anders ist. Als MINT-Student muss ich etwas vereinfacht gesagt vor allem Serien lösen, als Germanistik-StudentIn musst du halt sehr viele Texte suchen und lesen, Arbeiten schreiben, Vorträge vorbereiten. Das ist etwas, das ich von meinem Naturwissenschaftsstudium bis zur Bachelorarbeit kaum gekannt habe. Darum finde ich Vergleiche schwierig. Aber klar, gerade die propädeutischen Semester sind schon sehr hart.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tooto 09.12.2019 11:19
    Highlight Highlight Was man auch berücksichtigen muss:
    Nicht jeder Mensch ist für ein Studium geeignet. Der Leistungsdruck ein Studium abzuschliessen und nicht einfach nur eine 0815 Lehre, ist wohl in den letzten Jahren ebenfalls deutlich gestiegen.
    Wenn man dann halt überdurchschnittlich viel dafür arbeiten muss, um den Notenschnitt zu erreichen, kann ich mir durchaus vorstellen dass das sehr schnell zu einer extremen Belastung und somit psychischen Problemen führen kann.
    • Stiller Mitleser 09.12.2019 12:22
      Highlight Highlight Wie mein Name schon verrät, bin ich eigentlich immer ein stiller Mitleser gewesen. Aber dein Kommentar hier bringt mich total auf die Palme. 08/15 Lehre!? Hast du in deinem Leben überhaupt schonmal richtig gearbeitet? Eine Lehre ist nicht einfacher als ein Studium, sondern einfach andersartig. Ich habe im Hotel gelernt und da hatten wir sicher alles, aber kein einfaches Leben!! Soviel dazu
    • Tooto 09.12.2019 13:59
      Highlight Highlight Lieber Stiller Mitleser.

      Obwohl ich das Gefühl habe ich muss mich normalerweise im Internet nicht rechtfertigen:
      Ich habe eine Lehre gemacht, zwei Jahre gearbeitet, dann drei Jahre Berufsbegleitend eine Höhere Fachschule besucht und einfach weiter gearbeitet, was ich auch bis heute täglich mache.

      Aber ich kann daher nicht beurteilen was schwieriger ist, da ich nur einen Weg gemacht habe.
      Das war bewusst so provokativ geschrieben, da ich das Gefühl habe viele wollen oder müssen studieren weil sie Angst haben sonst nichts zu erreichen.
    • Cassady 09.12.2019 17:51
      Highlight Highlight Sorry, eine KV-Lehre ist mal gabz sicher wesentlich einfacher als ein Studium. Während meines Studiums habe ich nebenher in einem Büro den KV-Job erledigt (ohne Lehre). Bei handwerklichen Jobs ist was anderes.
    Weitere Antworten anzeigen
  • stupef!ed 09.12.2019 11:17
    Highlight Highlight Liegt es daran, dass die Anforderungen gestiegen sind oder daran, dass ggf. heute Leute studieren, die vielleicht an einer FH, HS oder einer guten Lehre besser aufgehoben wären?

    Ein Studium bereitet auf eine akademische Laufbahn vor, ist vom Charakter her abstrakt und vermittelt grundlegende Problemlösungskompetenz und regt zum kritischen Denken an

    Eine FH / HS hat Klassencharakter und bereitet meist auf ein konkretes Berufsbild vor und ist toll strutkuriert.

    Beides super Wege, man sollte sich aber vor der Wahl bewusst sein, in welchem Typ Bildung man selber besser aufgehoben ist.
    • nokom 09.12.2019 12:22
      Highlight Highlight Das stimmt so nicht generell für FHs. Für die HF mag das so sein, aber ein FH-Studium unterscheided sich, abgesehen von etwas mehr Praxisbezug (manchmal auf Kosten der theoretischen Details), nicht gross von einem Unistudium. Es ist ja auch offiziell der gleiche Abschluss.
    • Ueli_DeSchwert 09.12.2019 13:06
      Highlight Highlight Eine "FH" ist ebenfalls ein richtges Studium, nur zur Info :)
    • stupef!ed 09.12.2019 14:15
      Highlight Highlight @nokom @Ueli_DeSchwert

      Einverstanden bezüglich gleichem Abschluss!

      Bzgl Struktur bzw. Grad der Selbständigkeit gibt es aber schon Unterschiede (FH = Klassenstruktur mit teilweiser Präsenzpflicht; Uni = unverbindlichere Vorlesungsstruktur)

      Mein Hauptpunkt: Maturand/innen sollen sich vorher überlegen, welche Struktur Ihnen eher liegt und sich nicht aufgrund von subjektiv wahrgenommenen Wertungen was "besser" ist für etwas entscheiden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Markus97 09.12.2019 11:15
    Highlight Highlight Bin selber Student in einer technischen Richtung. Es ist anstrengend und ich habe bestimmt mehr Stunden als ein 100% Angestellter. Den Freitag- und Samstagabend kann ich mir trotzdem problemlos für "Party" nehmen. Viele Leute haben eher andere Prioritäten in der Freizeit. Sonst würde man die Zeit schon finden. Niemand lernt 7Tage die Woche 15h am Tag.
    • wasps 09.12.2019 11:31
      Highlight Highlight Du hast aber ganz bestimmt auch mehr Ferien als ein 100% Angestellter, der hat nämlich im Schnitt nur 4 bis 5 und nicht 10 bis 12 Wochen im Jahr!
    • Markus97 09.12.2019 12:09
      Highlight Highlight Weihnachts und Osterferien brauche ich für Prüfungsvorbereitung. Da hocke ich täglich in der FH. Die langen Sommerferien sind natürlich super aber da gehe ich (wie die meisten) arbeiten oder nehme Sommermodule. Drei bis vier Wochen frei mache ich im Sommer jedoch trotzdem.
    • Bündn0r 09.12.2019 12:23
      Highlight Highlight Ein ETH Student hat 2 Wochen Ferien im Jahr auf sicher: Die Zeit zwischen Prüfungen und Semesterbeginn im September. Im Winter sind es übrigens 2 Tage (Sa+So).

      Natürlich kann man sich die Zeit selbst einteilen und so auch mehr Zeit frei nehmen, die Arbeit muss dann vor-/nachher erledigt werden.
      Dass Studis sicher mehr Ferien haben stimmt somit nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • beautyq 09.12.2019 11:15
    Highlight Highlight "Wir wollen immer mehr Freizeit, wissen diese dann jedoch nicht sinnvoll einzusetzen." - so würde ich die aktuelle Problematik, welche viele Studierende in der heutigen Zeit betrifft, nennen.

    Zeitmanagement lernt man nicht einfach so und viele haben dann die Tendenz, alles hinauszuschieben, so dass sie dann in einen künstlichen Stress verfallen. Auch das gilt natürlich nicht für alle.

    In einer Zeit, in der über 50% die Schule studienberechtigenden abschliessen, sollten Zeitmanagement und Selbstdisziplin vermehrt gelehrt werden.

    Ein klares Luxusproblem - aber es besteht!
  • circumspectat animo 09.12.2019 11:06
    Highlight Highlight Ja die Welt steht unter Stress und solange man nicht bereit ist etwas anders zu machen und politisch diejenigen Kräfte zu stärken die für den Menschen und nicht für die Wirtschaft stehen wird sich daran auch nichts ändern.
  • Joshuuaa 09.12.2019 11:03
    Highlight Highlight Ich habe die Headline gerade gelesen. Verkatert. Als Student. Mit gutem Notenschnitt. Und Nebenjob.
    • bbelser 09.12.2019 11:34
      Highlight Highlight Heldenhaft!
    • Pomponius 09.12.2019 12:02
      Highlight Highlight Ging mir genau gleich 😂
    • Markus97 09.12.2019 12:10
      Highlight Highlight Tönt nach PH xD
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  • Roterriese 09.12.2019 11:03
    Highlight Highlight Wer der Uni nicht gewachsen ist, hat da auch nichts verloren. Heute werden Kinder häufig durch die Matura geprügelt, trotz mangelhafter Leistungen. Dies rächt sich halt spätestens an der Uni
  • cutP 09.12.2019 11:01
    Highlight Highlight Und weshalb ist es dann an Freitagen an den Hochschulen ausgestorben wie in einem Western?
    • Yes. 09.12.2019 12:34
      Highlight Highlight Von welcher Hochschule sprichst du? Im Moment ist auch am Wochenende jeder einzelne Lernplatz besetzt.
  • Ueli_DeSchwert 09.12.2019 10:57
    Highlight Highlight Etwas, was ich selber bemerkt habe: Als Studi gibt es keinen "Feierabend". Es gibt immer noch mehr zu lernen, mehr Aufgaben zu lösen und mehr Projekte zu bearbeiten. Fertig werden müssen sie ja sowieso. Doch genau da ist das Problem: Kein Feierabend, Keine Erholung und das über Monate...
    • Tooto 09.12.2019 11:20
      Highlight Highlight Es gehört dazu, zu lernen wann man Feierabend machen kann und wann nicht.
      Viele Studenten streben höhere Positionen in Betrieben an.
      Und da wird es nicht anders sein.
    • Frei Schnauze 09.12.2019 11:29
      Highlight Highlight Vielleicht solltest du die Sterne nicht zu hoch hängen und dir etwas einfacheres und passenderes suchen, ist im Fall kein Beinbruch.
    • Hummingbird 09.12.2019 12:57
      Highlight Highlight Man muss sich den Feierabend und die Erholung bewusst einplanen, sich das gönnen und das Zeug inkl. Handy auch mal zur Seite legen können. Das ist Einstellungssache.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alnothur 09.12.2019 10:55
    Highlight Highlight Wer an einer Uni, mal ETH/EPFL ausgenommen, jeden Tag stundenlange lernen muss um durchzukommen, sollte es vielleicht mit einer Lehre versuchen...

    "Es ist die Rolle der Universitäten, Arbeitskräfte auf die Arbeitswelt vorzubereiten"

    Und da hat jemand nicht verstanden, was eine Uni ist...
    • stupef!ed 09.12.2019 11:40
      Highlight Highlight "Es ist die Rolle der Universitäten, Arbeitskräfte auf die Arbeitswelt vorzubereiten"

      Und da hat jemand nicht verstanden, was eine Uni ist...

      --> 100% agree. Uni = academia, abstraktes Problemlösen, Freude am entdecken von neuem. FH / HS / Lehre = vorbereiten von Arbeitskräften auf Arbeitsmarkt anhand bestehender Modelle
    • Baccaralette 09.12.2019 12:41
      Highlight Highlight Danke dir - genau das denke ich jedes Mal, wenn wir die neuen Hochschulpraktikanten begrüssen.
      Sie sind nicht zum arbeiten gemacht, was nicht wertend gemeint ist: man muss ihnen wirklich alles und jedes Ding erklären, weil sie selber nicht darauf kommen.
      Hochstehende Dinge können sie sicher im Handumdrehen erfassen, aber das reicht nicht zum Leben.
    • willi202202 09.12.2019 13:41
      Highlight Highlight @stupef!ed: Übersetzt heisst das Uni = Freude an theoretisch abstrakten Problemlösungen, die in der Schublade landen... (OK, ein Paper resultiert evt. noch) FH / HS / Lehre = Freude an einer Produktentwicklung, deren Output evt. im Laden steht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • haegipesche 09.12.2019 10:38
    Highlight Highlight Hatte während 6 Jahren in St. Gallen das gemütlichste und sorgenfreiste Leben. Habe den überwiegenden Teil meines Studiums selber finanziert - von Sampling am Bhf über Nachhilfe geben bis Werkstudent.
    Wie kann ein Studium so viel anders sein, dass so ein Druck entsteht?
    Wäre es nicht sinnvoller, die Studenten auf Prüfungsangst, Resilienz und Budgetplanung zu sensibilisieren?
  • LiquidIce 09.12.2019 10:33
    Highlight Highlight "Was man hingegen für das mentale Wohlbefinden tun kann, wird oft erst Thema, wenn man schon beim Psychologen auf der Couch sitzt." Das bringt es eigentlich so ziemlich auf dem Punkt. Es wird uns nie richtig belehrt, dass man sich mit der eigenen Psyche beschäftigen muss. Entweder man macht es erst dann nachdem der Baum schon brennt oder man kommt selber auf die Idee das zu machen. Jedoch sind wir im Alltag ständig mit anderen Dingen beschäftigt (Social Media, Netflix etc.), sodass der eigene Geist völlig vernachlässigt wird. Obwohl eigentlich genau der, an erster Stelle stehen sollte.
  • Blaugrana 09.12.2019 10:32
    Highlight Highlight Die Initiative ist lobenswert. Allerdings störe ich mich sehr an der Aussage, dass ‚früher‘ alle Studenten faul rumgehängt sind und Party gemacht haben. Ich habe vor der Bologna-Reform studiert, hatte ebenfalls grossen Erfolgsdruck, Prüfungsstress, Jobs neben den Vorlesungen, ebenfalls alle Semesterferien gearbeitet, ebenfalls nie genug Geld. Vor 20 Jahren konnte man wahrscheinlich genau gleich viel oder wenig Party machen wie heute. Man hatte nicht mehr Freizeit und Freiheiten. Die Arroganz ihrer Aussage nervt mich.
    • bbelser 09.12.2019 17:02
      Highlight Highlight Bei mir ist es nun 40 Jahre her, dass ich mitten im Studium war. Auch da gabs Stress, Prüfungsdruck, Lern-Marathons, aber auch intensive alkoholische Erlebnistouren und viel Spass und Palaverei in unserer WG.
      Was aber grundlegend anders war als heute: wir hatten trotz atomarer Bedrohung durch die beiden Machtblöcke (und das hat uns eine Heidenangst gemacht) ein durchwegs positives Lebensgefühl und Zukunftsbild. Auch wenn alles Mögliche bei diesem Studium schief ging, konnten wir einfach einen anderen Weg einschlagen ohne grosse Einbussen zu fürchten.
      Heute herrscht da ein anderes Lebensgefühl
  • MacB 09.12.2019 10:23
    Highlight Highlight Sorry, wenn man als Studi heute nicht Party machen kann, macht man was falsch :)
  • Curly Turkey 09.12.2019 10:23
    Highlight Highlight "Vor 20 Jahren konnte man als Studierender Party machen, hatte viel Freizeit und Freiheiten. Heute ist die Situation anders."

    Genau gleich haben wir das vor 20 Jahren auch gesagt.
  • Ricardo Tubbs 09.12.2019 10:20
    Highlight Highlight wird dann im berufsleben auch nicht besser, willkommen im richtigen leben, liebe studenten!
    • bbelser 09.12.2019 17:03
      Highlight Highlight Dann ist wohl in beiden Welten irgendwas grundsätzlich falsch, oder?
  • Retiru 09.12.2019 10:17
    Highlight Highlight Kann das alles gut nachvollziehen. Leider haben noch immer zu viele das Bild von den Partyleben von den Studenten und ihre „Probleme“ werden nicht gehört, da ja ein Student kaum grössere Probleme (wenn überhaupt Probleme) als jemand der in der Berufswelt steht haben kann.

    Dabei wissen viele nicht, dass die meisten Studierenden nicht wie die Handwerker um 5 Schluss haben und am Wochenende nichts zu tun haben, sondern dass die Tage meist über 9 Stunden enden.


    • vandalis 09.12.2019 12:02
      Highlight Highlight Da haben wohl beide Seiten ein etwas einfaches Bild von der "Gegenseite".
      Viele Berufstätige haben zwar um 5 Feierabend, kommen aber nicht umhin, sich in ihrer Freizeit weiter zu bilden, oder sich Gedanken zu Problemen auf der Arbeit zu machen. Und wenn man das nicht macht, ist man schnell weg vom (Berufs-)Fenster.
      Ich denke, hier wird zu oft mit "Das Gras ist auf der anderen Seite grüner" argumentiert und versucht, und versucht die eigene Seite über die andere zu stellen.
    • Pafeld 09.12.2019 12:31
      Highlight Highlight Ich hatte im Grundstudium (MINT) mit Nebenjobs und dem notwendigsten Lernaufwand locker eine 72-Stunden Woche. Da war die Berufslehre davor ein Witz dagegen. Ich weiss, dass das gewisse Nicht-Akademiker ungerne hören. Aber sich nach einer solchen 72-Stunden Woche mit rumgurken unter dem Existenzminimum sich von irgendwelchen 42.5-Arbeitern noch als fauler Student bezeichnen lassen zu müssen und das die Stipendien gefälligst nicht mit der Giesskanne verteilt werden sollten, schafft ganz bestimmt nicht mehr Akzeptanz für die traditionelle Lehre gegenüber dem Studium.
    • Baccaralette 09.12.2019 12:42
      Highlight Highlight Ach. Und die, die studieren, studieren ja nicht, um danach einen handwerklichen Job zu machen. Die wollen Karriere machen und da haste auch nicht um 5e Feierabend.
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  • paule 09.12.2019 10:11
    Highlight Highlight Ich habe erfolgreich durch viel Outdoorsport Burnout und schlimmeres verhindern können.
    Rausgehen bei Wind und Wetter, etwas anderes als Zahlen, Kunden und Geldprobleme.
    Mal eine Woche paddeln gehen ohne Telefon, ohne Zeltplatz und ohne Stress, dafür Kochen mit Holz und dem Auge mal etwas anderes als Bildschirm und Papier gönnen.
    Wirkt, glaubt es mir, mache es jetzt als Rentner immer noch so.
  • Frei Schnauze 09.12.2019 10:01
    Highlight Highlight Als ob das in der ordinären Arbeitswelt anders wäre...

Philip Kovce: «Das Grundeinkommen ist eigentlich ein Grundrecht»

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