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Le Sedunois Guillaume Hoarau, centre, rassemble l'equipe avant le dernier match de la saison de football de Super League entre le FC Sion et le FC Basel, ce vendredi 21 mai 2021 au stade de Tourbillon a Sion. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Auf Guillaume Hoarau (Mitte) zählt Sion auch gegen Thun. Bild: keystone

Barrage – oder wenn sogar der Weg aus der Hölle von Corona diktiert wird

Trotz verhindertem Direktabstieg befindet sich der FC Sion weiter auf der Intensivstation. Mit einem Sieg heute (20.30 Uhr) im Barrage-Hinspiel beim FC Thun würden die Walliser zumindest in die Regelpflege verlegt.

Markus Stalder / Keystone-SDA



Es sind martialische Worte, die die Verantwortlichen des FC Sion mit der Challenge League verbinden. Im Zusammenhang mit der zweithöchsten Fussballliga der Schweiz spricht man im Wallis von «Hölle», von «Intensivstation» und davon, dass der Klub zuletzt «klinisch tot» gewesen sei.

Das Horrorszenario, der direkte Abstieg, verhinderte Sion am letzten Spieltag noch in extremis – dank einem 4:0-Erfolg über den FC Basel, den Zweiten der Super-League-Meisterschaft. Nur könnte der zweite Sieg gegen den FCB aus den letzten 24 Begegnungen umgehend zum Muster ohne Wert verkommen, wenn auf den Walliser Coup nicht mindestens eine weitere Topleistung folgt.

Es kann schnell gehen

Entsprechend verhalten wurde der seltene Erfolg über Basel am Freitag von den Spielern und Trainer Marco Walker gefeiert. «Bereits in der Garderobe waren alle Köpfe auf die beiden Barrage-Spiele gegen Thun gerichtet», berichtete der Trainer. Was auch sonst?

Gregory Karlen rechts, von Thun im Spiel gegen Stefan Knezevic, links, von Luzern beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Thun vom Sonntag, 5. Juli 2020 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Thuns Gregory Karlen wird auf Bruder Gaëtan treffen, der für Sion spielt. Bild: keystone

Heute in Thun wird der Gegner mehr Widerstand leisten. Die Berner Oberländer werden im Barrage-Hinspiel die Zweikämpfe mindestens ebenso konsequent angehen wie die Sittener. Weil die Partie in der Stockhorn-Arena schon den Ausschlag geben könnte.

«Sion muss die Barrage unbedingt gewinnen. Für uns wäre es das Ausrufezeichen hinter eine sowieso gute Saison. Der Druck liegt klar bei den Wallisern.»

Andres Gerber, Präsident FC Thun

Auch wenn die Unterschiede zwischen Sion und Thun gross sein mögen, haben gerade die Barrage-Duelle der letzten beiden Saisons aufgezeigt, wie schnell die Tendenz umschlagen kann.

Wer spielt nächste Saison in der Super League?

Aaraus historisches Debakel

Der FC Thun stieg in der Vorsaison nach ansprechendem Saison-Schlussspurt in der Super League als Favorit in die Barrage gegen Vaduz, wo er Nerven zeigte und abstieg. 2019 schrieb Neuchâtel Xamax gar Geschichte, als es eine 0:4-Heimniederlage aus dem Hinspiel in Aarau kompensierte und die Klasse hielt. Der damalige Neuenburger Trainer Stéphane Henchoz bewegte sich daraufhin im Sprachduktus wie er derzeit in Sitten vorherrscht, als er von «elf Kriegern» berichtete, «die bereit waren zu sterben».

Enttaeuschte Gesichter bei Aarau nach dem Barrage Rueckspiel zwischen dem FC Aarau und Neuchatel Xamax FCS, am Sonntag, 2. Juni 2019, im Stadion Bruegglifeld in Aarau. (KEYSTONE/Christian Merz)

Ein Spiel für die Geschichtsbücher: Aarau vergibt den Aufstieg nach einem 4:0-Auswärtssieg im Hinspiel. Bild: KEYSTONE

Unsicherheit dürfte im Berner Oberland und im Wallis nicht nur bezüglich der Ligazugehörigkeit in der kommenden Saison herrschen. Beide Teams können sich in dieser – aufgrund der Coronavirus-Pandemie – speziellen Saison noch nicht einmal darauf verlassen, dass sie ein mögliches Handicap aus dem Hinspiel noch korrigieren können. Falls Corona ein Rückspiel verhindert, setzt sich der Sieger aus dem Hinspiel durch.

Im Fall eines Unentschiedens in Thun wird nach Spielschluss ein Penaltyschiessen veranstaltet. Kommt es zum Rückspiel in Sitten, bleibt dessen Ausgang bedeutungslos. Falls nicht, entscheidet sich das Schicksal der Klubs an diesem Mini-Wettkampf. Sogar der Weg aus der Hölle wird heuer von Corona diktiert.

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Barthélémy Constantin und seine Trainer

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Barthélémy Constantin und seine Trainer
quelle: keystone / urs flueeler
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«Ihr Zürcher sagt Inzucht, wir Walliser nennen es ‹gesellige Runde›»

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