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Mehrheit der Schweizer Bevölkerung bevorzugt Schweizer Fleisch



ARCHIV - ZUR MELDUNG ZUM WERTEVERLUST IM SCHWEIZER FLEISCHMARKT STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Employees of butcher Nyffenegger cut meat, Zollbrueck, Emmental Valley, April 4, 2014. The family-owned business butches every week around 30 pigs and 15 cows. The sausages are produced according to a traditional formula. (KEYSTONE/Gaetan Bally) 
 
Ein Mitarbeiter der Firma Nyffengger in Zollbrueck, Emmental, bearbeitet am 4. April 2014 frisch geschlachtetes Fleisch. Die Metzgerei Nyffenegger fuehrt neben einem Metzgerei-Laden einen hauseigenen Schlachtbetrieb. Jeden Montag werden um die 30 Schweine und 15 Rinder geschlachtet. Das Fleisch wird jeweils am Dienstag und Mittwoch verarbeitet, am Freitag wird Wurst gemacht. Die Wurtswaren werden nach alter Tradition hergestellt, neben der traditionellen Cervelat auch Schwarten- und Dauierwuerste.   (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Viele mögen's einheimisch: das Fleisch. Bild: KEYSTONE

Mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung bevorzugt gemäss einer Umfrage Fleisch aus einheimischer Produktion. Diese Konsumenten wollten damit signalisieren, dass sie die Schweizer Bauern unterstützten, oder es gehe ihnen um Umwelt und Qualität der Produkte.

Das zeigt der neue Agrarbericht, der am Donnerstag vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) veröffentlicht wurde. Er basiert auf einer Online-Befragung bei 1006 Personen, die im Januar 2019 durchgeführt wurde. Der Agrarbericht wird alle zwei Jahre vom Marktforschungsinstitut Demoscope im Auftrag des BLW durchgeführt.

Demnach greifen die Konsumentinnen und Konsumenten nicht nur beim Fleisch bevorzugt nach einheimischen Produkten: Auch bei Milch und Milchprodukten achtet mehr als die Hälfte der Befragten auf das Schweizer Siegel. Zudem entscheiden sich drei Viertel der Befragten immer oder fast immer für Eier aus einheimischer Produktion.

Unterstützung der Bauern

Die Gründe für diese Wahl sind unterschiedlich. Während rund ein Viertel der Befragten damit signalisieren will, dass sie die Schweizer Bauern unterstützen, gaben je rund 15 Prozent an, dass ihnen die Umwelt und die Qualität der Produkte wichtig sind.

Wo kaufst du dein Fleisch?

Der Bericht zeigt weiter, dass sich der zunehmende Verzicht auf Fleisch wegen des Klimawandels in der Schweiz noch nicht auf eine Reduktion oder Stagnation in der Fleischproduktion niedergeschlagen hat. So wurden im Berichtsjahr 2018 total 489'880 Tonnen Schlachtgewicht produziert, was einer Zunahme um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der jährliche Pro-Kopf-Fleischkonsum der Schweizer Bevölkerung blieb mit 52,06 Kilogramm fast auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr.

Neun Tage Ferien für Landwirte

Der Agrarbericht hält in den Rubriken Mensch, Produktion, Umwelt, International, Betrieb, Markt, Politik und Service weitere Erkenntnisse bereit. Etwa, dass die befragten Landwirte und Bäuerinnen durchschnittlich neun Tage in die Ferien gehen.

Bauer Georg Schmid aus Wildhaus ist am Mittwoch, 18. Juli 2007, auf der Winkelweid im Toggenburgischen Unterwasser das Heu am einholen, bevor die angekuendigten schweren Gewitter kommen. (KEYSTONE/Eddy Risch)

Bild: KEYSTONE

Für Bauernfamilien – insbesondere für jene mit Nutzvieh – ist es im Gegensatz zu den anderen selbständig Erwerbenden aufwendig, vom Betrieb vorübergehend wegzugehen. Knapp ein Fünftel der Landwirte beziehungsweise knapp ein Drittel der Bäuerinnen haben gar keine Ferien.

Der Bericht zeigt zudem, dass in der Schweiz 768 Betriebe aufgegeben wurden, insgesamt gab es noch 50'852 Landwirtschaftsbetriebe (minus 1,5 Prozent), und täglich geben zwei Betriebe die Milchwirtschaft auf. 3157 Betriebe oder 6,2 Prozent aller Betriebe wurden im Berichtsjahr von einer Frau geleitet.

(aeg/sda)

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quelle: chicken.ca / chicken.ca
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