Gesundheit
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Fünf Prozent der Kinder in der Schweiz leben mit einer Behinderung



Kinder im Rollstuhl und mit Gehhilfen - rund 54'000 Kinder in der Schweiz haben eine Behinderung. Jedes fünfte dieser Kinder ist in seiner Fähigkeit beeinträchtigt, so zu leben wie andere gleichaltrige Kinder. (Archivbild)

Bild: KEYSTONE

In der Schweiz lebten 2017 rund 54'000 Kinder mit einer Behinderung, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Jedes fünfte dieser Kinder war in seiner Fähigkeit beeinträchtigt, so zu leben wie andere gleichaltrige Kinder.

Die Kindheit werde weitgehend mit positiven Vorstellungen von Unbeschwertheit und Freude in Verbindung gebracht, schreibt das BFS in einer Medienmitteilung. Kinder blieben aber nicht von Schwierigkeiten verschont. Anhand verschiedener Statistiken lasse sich die Zahl der 0- bis 14-jährigen Kinder mit einer starken Behinderung auf rund 10'000 und die Gesamtzahl der von einer Behinderung betroffenen Kinder auf 54'000 schätzen.

Die Wahrscheinlichkeit einer Behinderung nehme mit steigendem Alter zu, und die Knaben seien mit einem Anteil von 60 bis 66 Prozent häufiger betroffen als die Mädchen.

Körperbehinderungen kommen am häufigsten vor (43 Prozent der Fälle), ihre Auswirkungen auf das Leben der Kinder sind jedoch oft gering. Hingegen sind geistige Behinderungen seltener (16 Prozent), haben aber meistens grosse Auswirkungen. Jede zweite schwere Behinderung ist eine geistige Behinderung.

Ein Prozent der Kinder schwer behindert

2017 waren rund 8000 zuhause lebende Kinder in ihrer Fähigkeit, so zu leben wie andere gleichaltrige Kinder, erheblich eingeschränkt. 17'304 Kinder wurden separiert in einer Sonderschule unterrichtet, 6992 bezogen eine Hilflosen-Entschädigung der IV, und 4657 wurden in einer sozialmedizinischen Institution betreut.

Von diesen lebten 1622 während des ganzen oder eines Teils des Jahres im Heim, weil sie an einer schweren Behinderung leiden beziehungsweise weil die familiären Ressourcen sowie jene des Gesundheitsumfelds nicht ausreichten, um ihre Bedürfnisse zu decken. Insgesamt lebte rund ein Prozent aller Kinder mit einer schweren Behinderung. Ende 2017 umfasste die ständige Wohnbevölkerung 1,269 Millionen Kinder zwischen 0 und 14 Jahren.

Das BFS veröffentlichte diese Zahlen anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • D Hose 03.12.2019 09:15
    Highlight Highlight Die Integration von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft ist mangelhaft. Das hat zum Teil mit fehlender Infrastruktur, zum Teil mit der Einstellung gewisser Leute zu tun.
    Ich weiss aus eigener Erfahrung das Kinder nicht in eine normale Schule gehen konnten weil sie nicht zugänglich war für den Rollstuhl. Solche Sachen sind nicht gerade förderlich für die Entwicklung eines Kindes.
    Ich persönlich musste hunderte Bewerbungen schreiben bis ich ein Job im ersten Arbeitsmarkt erhalten habe, und das trotz hervorragenden vorheriger Leistungen.
  • Siro97 02.12.2019 14:39
    Highlight Highlight Ich finde dass jedes Kind oder Mensch mit einer Behinderung die gleichen Rechte wie jemand ohne Behinderung bekommen soll. Es fördert den sozialen Austausch und das psychische Wohlbefinden der Personen (nicht immer möglich) . Zusätzlich muss die Gesellschaft weiter aufgeklärt werden. Das heisst die Menschen mit einer Behinderung gleich behandeln wie normale Erwachsene. Hatte ich in meinem Arbeitsalltag leider schon erlebt, dass Leute Bewohner von der Institution mit Du angesprochen haben, obwohl sie auch Erwachsene sind.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 03.12.2019 05:28
      Highlight Highlight Ich habe meine Ausbildung in der Stiftung Brändi gemacht.
      Wir hielten es alle ganz einfach, alle gemeinsam auf Augenhöhe. Immer respektvoll.
      Es war eine wunderschöne Zeit.
      Ich hatte mit so vielen wundervollen Menschen zu tun.
      Es bräuchte neben mehr Respekt und Achtung für Menschen mit Behinderungen, auch weniger Berührungsängste.
      Vor allem werden viele unterschätzt. 😕
    • Siro97 03.12.2019 07:02
      Highlight Highlight @Bambusbjörn aka Planet Escoria
      Ja finde ich auch. Mehr Respekt und die Personen als vollwertige Persönlichkeiten anerkennen
    • Mambojambo123 03.12.2019 15:36
      Highlight Highlight Meine Meinung: Behandelt man Menschen mit Handicap immer gleich wie 'normalos' sind sie erst recht ungleich in der Chancengleichheit.
      Wäre für mehr Respekt betreffend 'special needs' und weniger 'Inklusion im 1. Arbeitsmarkt' zu respektlosen Löhnen und ohne echte Inklusion (5 Behinderte + eine Fachperson ist halt keine)
  • grandvlad 02.12.2019 12:54
    Highlight Highlight Statistik und Zahlen sind informativ... was macht der Bund und Gesellschaft damit? Wie weit ist der Bund oder Gesellschaft Menschen mit einer Behinderung für die Zukunft eine zuversichtlich verbindliche Unterstützung und tatsächliche Integration zu bieten?

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