Film
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Seb (Ryan Gosling) und Mia (Emma Stone) stellen sich hier gerade vor, in Paris an der Seine zu stehen. Bild: ascot elite

«La La Land» ist ein Traum von einem Film! ❤️💃🎤😻

Okay, auch wir finden, dass «La La Land» am Sonntag bei den Golden Globes und Ende Februar bei den Oscars ganz viele Preise gewinnen MUSS.



«La La Land» hat eine Mission: das Kino. Leute, geht ins Kino! In ein grosses Kino! Lasst euch glücklich überwältigen. Vergesst den ganzen Dreck der Welt für zwei Stunden. Staunt. Schwebt. Genau dafür sind Musicalfilme da. Für diesen Super-Eskapismus. Leider sind nur sehr wenige richtig gut. «La La Land» ist einer der Besten. Aber wieso eigentlich?

Erzählt wird die Geschichte von Seb (Ryan Gosling) und Mia (Emma Stone). Er ist ein junger Prekariats-Pianist und träumt von altem Jazz, sie ist eine arbeitslose Schauspielerin auf dem Jakobsweg der Castingtermine und träumt von alten Filmen. Beide leben in Los Angeles, die alten Hollywood-Filmsets sind allgegenwärtig, die Stars auch, besonders in dem Café, wo Mia als Barista jobbt.

Trailer zu «La La Land»

abspielen

Video: YouTube/Lionsgate Movies

Logisch, kommen die beiden Schwärmer zusammen. Schliesslich ist die Nostalgie ihr gemeinsamer Fluchtpunkt. Und siehe da: Die Liebe, diese seltsam kapitalistische Triebfeder, wird ihnen helfen, ihre kreativen Kräfte endlich gewinnbringend zu entfesseln. Was wiederum Gift für die Romantik ist, aber gut für die Erdung der Geschichte.

When this boy (Ryan Gosling) ... Bild: Ascot Elite

Doch bevor sich die beiden in ihren eigenen, kühl glitzernden Universen selbst verwirklichen, sind sie zusammen so ungeheuer herzig und süss, dass man sie abschlecken könnte. Denn so, wie ihre Liebesgeschichte alles andere als perfekt ist, so sind auch sie beide keine perfekten Musicalfilm-Helden. Und es sind diese klitzekleinen Brechungen, die machen, dass auch der grösste Musicalfeind angesichts von «La La Land» keinen Brechreiz spürt, sondern einzig Liebreiz sieht. 

Drei Monate lang dauerte es, bis die beiden ein bisschen – dies aber sehr charmant – im Stil von Fred Astaire und Ginger Rogers oder Gene Kelly und Debbie Reynolds (deren Hollywoodmusical «Singin' in the Rain» sehr präsent ist) tanzen konnten. Ebenfalls drei Monate brauchte Gosling, bis er gut genug Klavier spielte, schliesslich ist Regisseur Damien Chazelle seit seinem Schlagzeugfilm und Oscarhit «Whiplash» der unerbittliche Drillmeister junger Männer.

... meets this girl (Emma Stone), sind auch wir total verliebt. Bild: ascot elite

Singen konnten Stone und Gosling schon vorher, sie arbeitet öfter am Broadway, er gehörte als Kind zum «Mickey Mouse Club», wo schon die Karrieren von Britney Spears und Justin Timberlake begonnen hatten, und singt seit vielen Jahren im Indie-Rock-Duo Dead Man's Bones. Trotzdem sind sie fern von der opernhaften Perfektion ihrer Vorbilder und dadurch bei aller Märchenhaftigkeit sehr nah bei uns.

Zwei aus unserer Mitte eben, zwei aus unseren Strassen, unseren Bars und vor allen unseren Träumen. Aus den guten Träumen, den unwiderstehlichen. Die bunter und leuchtender sind als das Leben und besser klingen und immer im Cinemascope-Format durch unsere Nächte geistern und uns fliegen lassen. Man nennt sie Kino.

«La La Land» läuft jetzt in den Lunchkinos in Basel, Bern, Chur, Zug und Zürich, ab 12. Januar in den regulären Kinos.

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bcZcity 09.01.2017 11:26
    Highlight Highlight Das Kinojahr 2016 war mehrheitlich Grütze und Einheitsbrei, da wird La La Land bei den Academys sicher gross abräumen, vor allem da die Industrie gute Filme liebt, die ihr eigenes Umfeld zelebrieren.
  • SVARTGARD 04.01.2017 17:55
    Highlight Highlight BALA BALA LAND
  • Tschüse Üse 04.01.2017 17:48
    Highlight Highlight Da dies eher ein Romantikschnulzen zu sein scheint. Ich werd mir wohl eher "The Great Wall" ab dem 12.Januar im Kino gönnen. Matt Damon geht eig. immer.
  • Theor 04.01.2017 17:12
    Highlight Highlight Klingt nach einem Frauenfilm. Sowas sollte man als Warnung in den Titel einbinden. ;)
    • Tschüse Üse 04.01.2017 17:41
      Highlight Highlight Danke Theor, einer musste es ja sagen.
    • DrPop 04.01.2017 19:59
      Highlight Highlight Naja, ich kann mehr mit Emotionen als sinnlosem Rumgeballere anfangen. Wenn wir schon bei Stereotypen sind.
  • DrPop 04.01.2017 17:07
    Highlight Highlight Yes! Es wird ein gutes Kinojahr :)
  • Darkside 04.01.2017 16:32
    Highlight Highlight Lieber starre ich zwei Stunden die weisse Wand in meiner Wohnung an bevor ich mir einen Musicalfilm gebe.
    • Kyle C. 04.01.2017 16:58
      Highlight Highlight Das war genau auch mein Gedanke...bis der Verweis auf den Regisseur kam. Denn Whiplash war ein Kracher! Könnte also vielleicht doch was sein. Im TV. Irgendwann.
  • Calvin Whatison 04.01.2017 16:26
    Highlight Highlight Kitschig, da krieg ich nur Zahnschmerzen. Frau Neier scheint eine hoffnungslose Romantikerin zu sein... 😂😂😂
  • Filipposchubser 04.01.2017 16:10
    Highlight Highlight La La Land nervte uns seit 2 Monaten mit penetranter Werbung auf ITV, nur schon deshalb beschlossen wir diesen Film zu boykottieren. Und dann, Vorgestern im Kino, der Trailer im Kino war dann wieder ganz versöhnlich, trotzdem: No No Land!

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