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Wie Polizei und Schaulustige in Zürich mit einem Tsunami einen Diamant-Ohrring retteten



Diese Meldung der Stadtpolizei Zürich vom Donnerstag ist so schön, dass wir sie im Originaltext wiedergeben:

«Kurz nach Mitternacht wurde die Stadtpolizei Zürich in die Froschaugasse gerufen. Die Polizisten liessen sich erklären, dass einer Frau nach dem Verlassen eines Restaurants ein wertvoller Diamant-Ohrring durch ein kleines Loch eines Dolendeckels in die Abwasserkanalisation gefallen war.

Die Wasserschutzpolizisten öffneten den Schachtdeckel und ein Polizist stieg hinunter. Auf den Knien kauernd konnte er fünf Meter in die Abwasserröhre hinein sehen. Trotz seiner guten Stirnlampe konnte er das Schmuckstück jedoch nirgends sehen.

Darum öffneten die Polizisten in 20 Meter Entfernung den nächsten Dolendeckel und stiegen abermals hinunter. Aber auch dort war das wertvolle Erbstück nicht zu sehen. Inzwischen hatten sich diverse Schaulustige eingefunden. Plötzlich kam dann die zündende Idee, wie man allenfalls doch noch erfolgreich sein könnte.

Mit Hilfe der Zuschauer und Unterstützung des Restaurantpersonals wurden Eimer mit Wasser herbeigeschafft und in den oberen Schacht geleert, während der «Taucher» immer noch in der Kanalisation war und hoffte, dass der Ohrring so den Weg zu ihm finde. Leider führte auch das nicht zum Erfolg.

Sie hatten das Schmuckstück schon fast aufgegeben, versuchten es aber noch ein letztes Mal mit der Brechstange und leerten gemeinsam gleichzeitig mehrere Eimer Wasser in den Schacht. Dies führte zu einem künstlich erzeugten «Kanalisationstsunami», war aber sehr erfolgreich. Nebst vielen nicht-erwähnt-werden-wollenden Sachen die da geschwommen kamen, entdeckte der in der Kanalisation kniende Polizist plötzlich den gesuchten Ohrring im Licht seiner Stirnlampe und es gelang ihm auch diesen zu ergreifen, bevor er wohl für immer weggespült worden wäre.

Als er mit dem wertvollen Gut wieder aus der Kanalisation stieg, wurde er von den Anwesenden, die alle mitgefiebert hatten, mit Applaus empfangen. Das wertvolle Stück konnte der überglücklichen Besitzerin zurückgegeben werden.»

(whr)

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