DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Amazon erhält Milliardenstrafe von Italiens Kartellbehörde

09.12.2021, 10:19
Bild: keystone

Die italienischen Wettbewerbshüter haben gegen Amazon eine Milliardenstrafe wegen Missbrauchs seiner Marktposition verhängt. Die Kartellbehörde AGCM erlegte dem Internet-Konzern wegen Verletzungen des EU-Rechts eine Strafe von rund 1.129 Milliarden Euro auf.

Amazon habe seine Stellung als Vermittler von Logistikdiensten auf der eigenen Plattform missbraucht und anderen Dienstleistern und Anbietern geschadet, hiess es am Donnerstag in einer Mitteilung.

Konkret geht es den Angaben nach um den Service «Fulfillment by Amazon» (FBA). Mit diesem bietet der Konzern Verkäufern an, die Versandlogistik zu übernehmen. Laut AGCM wurden an den Service Vorteile auf der Verkaufsplattform gekoppelt. Dadurch erhielten etwa Verkäufer eine bessere Sichtbarkeit oder konnten ihre Produkte unter dem Siegel «Amazon Prime» anbieten. Dies sei entscheidend für den Verkaufserfolg auf der Seite Amazon.it.

Unterschiedliche Behandlung

Nach Ansicht der Wettbewerbsbehörde wendet Amazon bei Händlern, die den FBA-Service nicht nutzen, ausserdem strengere Qualitätskontrollen an als bei anderen. Dies könne zu einer Sperrung von Accounts führen.

Insgesamt habe Amazon konkurrierenden Logistikunternehmen im Bereich des E-Commerce geschadet, weil diese sich dem Service des Marktführers anpassen mussten, so die Behörde weiter. Zugleich seien auch andere Verkaufsplattformen geschädigt worden, weil Verkäufer zu Amazon gedrängt wurden. Die Kluft zwischen dem US-Giganten und den anderen sei damit grösser geworden.

Die Strafe von mehr als einer Milliarde Euro spiegele das Ausmass und die Dauer des Marktmissbrauchs sowie die Grösse von Amazon wider, hiess es von der AGCM. Um dies künftig zu vermeiden, wurden dem Konzern Verhaltensmassnahmen auferlegt, die ein Treuhänder überwachen soll. Amazon müsse gewährleisten, dass jeder Verkäufer - unabhängig davon, ob er die Versandlogistik des Konzerns nutzt oder nicht - zu denselben Privilegien Zugang hat und ebenso sichtbar ist wie andere. (aeg/sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

20 Erfindungen, die kein Mensch braucht

1 / 22
20 Erfindungen, die kein Mensch braucht
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die Schweizer lieben Online-Shopping während der Arbeitszeit

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
«Der Herr der Ringe»-Fans aufgepasst: Der erste Trailer für «The Rings of Power» ist da

Am Super Bowl in der Nacht auf den 14. Februar wurde ein erster Trailer für die Amazon-Serie «The Rings of Power» gezeigt. Erst letzte Woche wurden erste Details über das «Der Herr der Ringe»-Spin-off bekannt.

Zur Story