Romandie
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Kurde steckt sich vor UN-Gebäude in Genf selbst in Brand



Bild

Ein syrischer Kurde hat sich am Mittwochmorgen vor dem Uno-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) in Genf angezündet. Sicherheitskräfte konnten das Leben des 31-jährigen Mannes retten. Er wurde ins Universitätsspital Lausanne geflogen.

Das Drama ereignete sich am Mittwochmorgen gegen 7.40 Uhr. Der Mann war in Deutschland wohnhaft, wie ein Sprecher der Genfer Polizei bestätigte. Das UNHCR zeigte sich tief betroffen. «Unsere Gedanken sind bei ihm und seiner Familie», sagte Sprecher Andrej Mahecic.

Nach Angaben der Polizei übergoss sich der Mann mit Benzin und steckte sich danach in Brand. Mahecic sagte, der 31-Jährige habe dann versucht, in das Gebäude zu gelangen. Die Sicherheitskräfte seien ihm sofort zur Hilfe geeilt und hätten die Flammen innerhalb kürzester Zeit gelöscht. «Sie haben ihm das Leben gerettet», sagte Mahecic. Das Gebäude sei bereits offen gewesen, Mitarbeiter hätten dort schon gearbeitet.

«Etwas sehr Schockierendes»

In der Umgebung befanden sich zahlreiche Passanten, die den Kurden schreien hörten. «Es ist etwas sehr Schockierendes, Zeuge einer solchen Szene zu werden», sagte Polizeisprecher Silvain Guillaume-Gentil zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Polizei habe deshalb eine psychologische Notfallzelle gebildet.

Die Kurden in der Schweiz haben in den letzten Wochen bei mehreren Kundgebungen in Bern, Zürich, Luzern oder Genf gegen die Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien demonstriert. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden im Kriegsgebiet bisher fast 500 Menschen getötet, darunter dutzende Zivilisten. Mehr als 300'000 Menschen wurden demnach vertrieben.

(aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • blueberry muffin 23.10.2019 12:05
    Highlight Highlight Die Türkei betreibt hier einen Völkermord und wir sitzen hier Neutral rum während die USA und die EU die Türkei einen wichtigen NATO Partner nennen.

    Der Westen hält sich dabei natürlich nach wie vor für "Die Guten", vermutlich mit Trademark.
  • Kay Hug (1) 23.10.2019 11:11
    Highlight Highlight So abgestumpft und fernab der Realität hier viele Menschen durch die Kosumgier leben, wird egal was seine Message ist ein wenig geheult und dann wieder vergessen bis übermorgen.
    • Mezzomix 23.10.2019 11:44
      Highlight Highlight Welche Reaktion erwarten Sie genau von uns Normalbürgern (Arbeitgeber/nehmer)? Sollen wir für jeden Zwischenfall auf der Welt in ewiger Trauer versinken und Banner am Balkon aufhängen?
      Aus meiner Sicht ein politisches Thema, wir haben letztes Wochenende unsere Volksvertreter gewählt.
      Es obliegt nun Ihnen evtl zusätzlich eine Initiatve zu lancieren, Thema unklar...
    • El Vals del Obrero 23.10.2019 12:23
      Highlight Highlight Einige Inteligenzbestien werden sich wahrscheinlich noch darüber beschweren, dass er sich nicht in seinem eigenen Land verbrannte (wenn die Kurden das denn hätten) und dass er für Verkehrsstörungen sorgte nur wegen solchem Ausländer-Zeugs ...
    • Vecchia 23.10.2019 12:29
      Highlight Highlight "ist ein wenig geheult und dann wieder vergessen bis übermorgen."

      wir sind abgestumpft leider...

      Aber als vor Jahren in einem ländlichen Flüchtlingsheim das selbe passierte, habe ich etwas erlebt, das ich niemals vergessen werde.
      Das rechtspopulistische Volch hatte sich ungeniert darüber aufgeregt, dass man die Rettungssanität und die Rega gerufen hatte, weil;
      die Kosten hätte man sich sparen können, er sei im Spital ja eh gestorben ... Totale Menschenverachtung, die merken das nicht mal. Ich war fassungslos und seither sind meine Illusionen zur humanitären Schweiz im Nichts aufgelöst.
    Weitere Antworten anzeigen

Die meisten grossen Städte verzichten auf 1.-August-Feiern – eine Übersicht

Keine Umzüge, keine Feuerwerke, abgesagte Feiern: Wegen der Corona-Krise wird der 1. August in diesem Jahr anders aussehen, als gewohnt. Doch einige Gemeinden und Städte haben sich Alternativen ausgedacht.

Definitiv gestrichen sind die grossen Feiern zum Nationalfeiertag in den Städten Bern, Basel, Zürich, Luzern, Chur, Solothurn, Genf und Lausanne. In Bern waren letztes Jahr mehr als als 20'000 Personen auf den Bundesplatz geströmt. Damit falle der Anlass unter das Verbot von Veranstaltungen von über 1000 Personen, entschied der Gemeinderat. Sogar der Gurten bleibt in diesem Jahr «feuerwerksfrei».

Ebenfalls nicht stattfinden wird die grosse Feier beim Bürkliplatz in der Stadt Zürich, es gibt …

Artikel lesen
Link zum Artikel