Coronavirus
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4 Geschäftsinhaber Teil 2 Teaserbild

Auf Viktor, Rosalin und Andrea wartet eine ungewisse Zukunft – finanziell zumindest. bild. watson/zvg

So geht es den Selbständigen und Ladenbesitzern 2 Wochen nach dem Lockdown

Ob im Blumenladen oder dem Coiffeursalon: In Woche 2 des Lockdowns haben die Unternehmerinnen und Selbstständigen den erste Schock verdaut. Doch die Ungewissheit treibt den Leuten dann und wann die Tränen in die Augen.



Seit zwei Wochen sind die meisten Geschäfte der Schweiz geschlossen. Von einem Moment auf den nächsten wussten viele Arbeitnehmer nicht mehr, ob sie ihre Jobs behalten können und wie ihre finanzielle Zukunft aussehen wird.

Vergangene Woche haben uns vier Selbstständige und Ladenbesitzerinnen erzählt, wie sie mit dieser schwierigen Situation umgehen und welche Sorgen und Ängste sie plagen:

Eine Woche später haben sie den ersten Schock zwar verdaut. Doch für die meisten ist nach wie vor unklar, wie es für sie weitergehen wird:

Andrea Hirschi (39), Geschäftsführerin von «Der Friseur und Barber», Bern

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bild: zvg

«Wir erhalten viele aufmunternde Mails und Nachrichten von Kunden, das hilft.»

Letzte Woche war ich noch richtig panisch, weil wir unseren Coiffeursalon von einem Tag auf den anderen schliessen mussten. Ich hatte keine Ahnung, wie ich meine 16 Angestellten zahlen soll. Meine grosse Angst ist inzwischen einem regelrechten Kreativitätsschub gewichen. Wir erhalten viele aufmunternde Mails und Nachrichten von Kunden, das hilft. Die Hoffnung, dass das alles bald wieder vorbei geht, macht uns alle stark.

Inzwischen habe ich für den Coiffeursalon einen Antrag auf Kurzarbeit gestellt. Eine Antwort habe ich aber noch nicht erhalten. Die Behörden sind sicher total überlastet. Vor Mitte April werden wir von der Arbeitslosenversicherung wohl kaum Geld sehen. Darum bezahle ich die Löhne vorderhand zu 100 Prozent weiter, ebenso die Miete et cetera. Ich denke, jede Person und jede Firma sollte jetzt ihren Teil zur Solidarität beitragen. Wir können froh sein, dass wir in einem Land wie der Schweiz leben. Der Staat hat genug Geld. Jetzt müssen die Menschen wieder lernen, näher zusammenzustehen und sich zu helfen.

Mir persönlich geht es gut. Ich bin froh, dass ich bei meiner Familie in Dubai geblieben und nicht nach Bern geeilt bin. Sonst könnte ich jetzt nicht mehr zu meinen Liebsten zurückkehren. Auch wenn das Leben hier in den Emiraten sehr stark eingeschränkt ist. Gestern durften wir nicht einmal mit unserem Hund spazieren gehen. Die Polizisten haben uns nach Hause geschickt, als sie uns auf der Strasse angetroffen haben.

Marie-Françoise Eigner (54), Besitzerin Blumenladen in Zürich

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bild: zvg

«Der Druck macht uns Berufsblüemler nervös und treibt und bisweilen die Tränen in die Augen.»

Viel Hoffnung gibt mir die Solidarität der Menschen: Viele Stammkunden haben uns mit Bestellungen eingedeckt. Es ist unglaublich. Aber die Situation ist natürlich sehr schwierig für uns. Wir müssen die Fixkosten weiterzahlen.

Eine Hilfeleistung vom Staat werden wir aber schon brauchen. Die erwähnten Tagessätze von 196 Franken für 30 Tage sind aber nicht das gelbe vom Ei. Ich nehme es natürlich gerne, aber es ist meiner Ansicht nach viel zu wenig. Sollte die Krise länger andauern, reicht das hinten und vorne nicht. Bei der Bank werde ich mich vorerst nicht melden. Ich möchte kein Geld annehmen, dass ich dann zurückzahlen muss.

Der Druck macht uns Berufsblüemler schon nervös, lässt uns bisweilen schlecht schlafen, Ängste ausstehen und treibt uns die Tränen in die Augen. Ich glaube, mehr Druck verkraften wir nicht. Gerade vorhin an der Blumenbörse: es herrscht eine gedrückte Stimmung, Kolleginnen und Kollegen sind angespannt bis sehr angespannt.

Rosalin Schöb (27), selbständige Fusspflegerin im «Fusshaus», Luzern

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bild: zvg

«Als die Nachricht vom Bundesrat kam, konnte ich das erste Mal aufatmen und es fiel eine riesige Last von mir. Nun wusste ich: Das ist für mich ein Problem weniger in dieser Krise.»

Mittlerweile ist der erste Schock verfolgen. Ich habe die letzten Tage genutzt, um mich um Administratives zu kümmern: Geordnet, kontrolliert und den Jahresabschluss gemacht.

Die Tage nach dem Bescheid, dass ich mein Geschäft schliessen muss, waren nicht einfach. Ich hatte Existenzängste und war überfordert mit dem Gefühl, nicht zu wissen, wie es für mich weitergeht. Die Solidarität von den Mitmenschen hingegen war rührend. So viele haben mir geschrieben, mir Tipps gegeben oder mich mit dem Kauf eines Gutscheins unterstützt. Das hat extrem geholfen.

Als dann die Nachricht vom Bundesrat kam, konnte ich das erste Mal aufatmen und es fiel eine riesige Last von mir. Nun wusste ich: Das ist für mich ein Problem weniger in dieser Krise. Ich habe zwar noch keine offizielle Bestätigung gekriegt, wann ich das Geld genau überwiesen bekomme, aber ich bin zuversichtlich, dass es bald kommen wird. Ich habe das Glück, dass diese 80 Prozent meines Durchschnittslohns reichen sollten – zumindest für die nächsten Wochen, einen Kredit brauche ich deshalb vorerst nicht. Falls ich mein Fusshaus noch länger geschlossen halten muss, muss ich weiterschauen.

Viktor Giger (35), Bühnenarbeiter auf Abruf, Zürich

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bild: zvg

«Das Problem ist, selbst wenn das Gesuch bewilligt wird, weiss ich immer noch nicht, wie viel Geld ich bekomme und ab wann.»

Bei mir hat sich leider noch nicht viel getan. Mein Arbeitgeber hat ein Gesuch für Kurzarbeit eingereicht, aber auf die Bestätigung warte ich immer noch. Bei all den Gesuchen, die jetzt eingehen, sind die Ämter wohl ziemlich überfordert. Das Problem ist, selbst wenn das Gesuch bewilligt wird, weiss ich immer noch nicht, wie viel Geld ich bekomme und ab wann. Das heisst, meine finanzielle Situation ist derzeit ziemlich ungeregelt.

Darum habe ich vergangene Woche einen temporären Job im Lager von Galaxus angenommen. Der Stundenlohn ist in Ordnung und damit komme ich vorübergehende über die Runden. Allerdings kann ich dort nur bis kommenden Dienstag weiter arbeiten. Danach ist unklar, wie es weitergeht.

Den meisten aus der Veranstaltungsbranche geht es ähnlich wie mir. Wir warten auf die Bewilligung der Kurzarbeit und suchen uns irgendwelche Zwischenlösungen. Es gibt auch solche, die beim Denner oder Aldi einspringen und dort vor dem Eingang schauen, dass sich alle an die Abstandsregel halten und sich nicht zu viele Leute gleichzeitig im Laden aufhalten.

Ich finde gerade alles ziemlich mühsam. Ich hoffe, dass das Kurzarbeitsgesuch bald bewilligt wird. Das wäre eine grosse Erleichterung.

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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Stirling 31.03.2020 07:40
    Highlight Highlight Es ist ein Fehler die Unternehmen mit Krediten zu unterstützen. Wir wissen alle wie viele Firmen es gibt, die es nicht so genau mit der Buchhaltung nehmen. Ausserdem, kann sich einer einen Kredit nehmen und dann Konkurs anmelden. Haftet nur bedingt mit dem eigenen Vermögen. Eigentlich solte ein anständig geführtes Unternehmen locker ein halbes bis ein ganzes Jahr die Löhne bezahlen können, aber jetzt werden halt wieder die unterstützt, die es verkacken
    Die beste Lösung wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen gewesen für jeden einzelen, der von seinem "super Arbeitgeber" kein Geld mehr bekommt.
  • BoJack Horseman 31.03.2020 07:22
    Highlight Highlight ‚Der Staat hat genug Geld‘ - Ou ich sehe da eine harte Schnellbleiche in VWL auf viele zukommen, wenn die Realität einsetzt.
  • regional-helfen 30.03.2020 17:22
    Highlight Highlight Mir scheint auch wichtig, dass wir alle nun regional einkaufen und das kleine Gewerbe unterstützen. Viele Weinhändler, Restaurants, Papeterien, Buchläden bieten Lieferservice oder Take-away an. Coiffeure und Kosmetikstudios kann man mit Gutscheinen oder Produktekauf unterstützen und viele Kurse werden online angeboten. Mittlerweile gibt es einige Websiten, die die Angebote sammeln, damit sie gesehen werden. Teilt die und redet darüber! So können wir den kleinen Unternehmen helfen zu überleben. Für die Ostschweiz hat es auf unserer Seite schon über 100 Unternehmen: www.regional-helfen.ch
  • Antichrist 30.03.2020 15:18
    Highlight Highlight Wieso machen eigentlich die Lehrer keine Kurzarbeit? Nur noch die Klassenlehrer sind beschäftigt, der Rest sitzt bloss rum.
  • n3rd 30.03.2020 14:57
    Highlight Highlight Ist das nicht auch ein bisschen ein Zeichen, dass die in dem Artikel portraitierten Personen falsch gewirtschaftet haben? Ich war viele Jahre selbstständig und hatte immer ein Jahreseinkommen als Reserve flüssig verfügbar.
    • Grötzu 30.03.2020 17:48
      Highlight Highlight Es könnte ja sein,das diese Personen sich erst vor kurzem selbstständig gemacht haben. Oder?
    • BiffiZ07 30.03.2020 18:11
      Highlight Highlight Ich habe mir das schon so manche male gedacht, Du hast es ausgesprochen. Danke :)
    • n3rd 30.03.2020 21:11
      Highlight Highlight @Grötzu: Kann sein, aber selbst dann: Als Selbstständiger hast du i.d.R. keine Taggeldversicherung (ausser du bist bereit, horrend hohe Prämien zu bezahlen). Bei einem Unfall ist es realistisch, dass man zwischen 3 bis 8 Monaten (oder noch mehr) arbeitsunfähig ist und da ist dann keine Versicherung, die dafür aufkommt. Daher: Zuerst Reserven aufbauen, sich erst danach selbstständig machen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thom Mulder 30.03.2020 14:16
    Highlight Highlight Ist ja schön und gut für diese Fälle, aber was ist mit der viel grösseren Anzahl an Selbständigen Dienstleistern, Berater, Texter, Designer – deren Kunden brauchen jetzt nämlich nichts mehr. Sie bleiben aber bei allen bisherigen Massnahmen aussen vor, und kriegen wie seit jeher auch nichts von der AHV obwohl sie zahlen müssen!
  • Leachim 30.03.2020 13:13
    Highlight Highlight Ja, für diese KMU's ist die ganze Situation sehr schwierig! Aber für ihre Lieferanten muss auch eine Lösung gefunden werden, denn sie können teilweise arbeiten, aber niemand bestellt.
    Unsere Stammlokale - eine Pizzeria, ein Grieche und ein Restaurant mit vietnamesichem Essen - haben alle auf Takeaway / Hauslieferdienst umgestellt. Bei Letzterem kam die Chefin persönlich mit dem Velo. :-)
  • Brockoli 30.03.2020 13:01
    Highlight Highlight Genau wenn ich so einen Artikel lese nerven mich die Uneinsichtigen auf den Strassen noch ein wenig mehr auf. Scheinbar geht denen nicht ein Lichtlein auf, dass die Inhaber der geschlossenen Läden diese gerne wieder öffnen würden, so lange aber man das "Opfer" nicht bringt und zu Hause bleibt wird sich dieser Moment wohl auch nicht nach Ablauf der ersten Frist am 19. April nicht ergeben.
  • Hades69 30.03.2020 12:45
    Highlight Highlight Nehmt euer Schicksal selber in die Hand. Ich bin auch selbststaendig, arbeite aber seit einer Woche auf dem Bau und habe mich sonst beworben bei: Galaxus, Lidl, Aldi und bei tm-i (dort haette ich auch eine Stelle gekriegt, um bei der Migros die Leute zu sensibilisieren.
    • BoJack Horseman 31.03.2020 07:27
      Highlight Highlight Wieso sich anstrengen, wenn man einfach vom Bund Geld bekommt, der hats ja?

      Nein - Danke für deinen Einsatz, Einstellung und Mitteilung.
  • DaniMano 30.03.2020 12:39
    Highlight Highlight Ich befürchte, dass gewisse Parteien mit "unserem Geld" dann "ihre Wähler" bevorzugen werden. So darf man sich z.B. fragen wieso es Geheimverhandlungen gibt um ausländische Firmen wie die Swiss zu schützen?
    Ist eine ausländische Flugindustrie wirklich wichtiger als einheimische Dienstleistende oder produktiv Arbeitende?
    • lilie 30.03.2020 13:49
      Highlight Highlight @Dani: So geheim können die Verhandlungen ja nicht gewesen sein, wenn du davon weisst. 😏
    • 7immi 30.03.2020 15:10
      Highlight Highlight @DaniMano
      Die Swiss gehört einem deutschen Konzern, erzielt ihre Wertschöpfung aber in der Schweiz mit ihren schweizer Mitarbeitern. Es geht nicht um wichtig oder nicht, ein einer vernetzten Wirtschaft sind alle wichtig. Bei der Hilfe für die Swiss gehts übrigens um ein Darlehen, das zurückbezahlt werden muss.
  • NotWhatYouExpect 30.03.2020 11:30
    Highlight Highlight Ich hoffe Ihr haltet durch und kriegt Geld vom Bund um diese schwere Zeit zu überstehen.
  • lilie 30.03.2020 11:21
    Highlight Highlight Danke für den Einblick! 👍

    Allen, die finanzielle Engpässe meistern müssen: Bitte redet mit euren Vermietern (geschäftlich und/oder privat)!

    Die meisten werden bestimmt bereit sein, ihren Teil zur Bewältigung der Krise beizutragen und einen Teil der Miete für die Dauer des Lockdowns erlassen!

    Redet überhaupt mit allen, bei denen es Ausstände gibt! Meist kann man auf der menschlichen Ebene mehr regeln, als man denkt!

    Und auch nicht vergessen: Die Miete darf mit bis zu 90 Tagen Verzögerung einbezahlt werden.
  • soulpower 30.03.2020 11:18
    Highlight Highlight Mein Mitgefühl an alle die nun ihre Zukunft, ihre Träume und teilweise auch ihre Existenz in Gefahr sehen. Hoffen wir, dass das öffentliche Leben zum richtigen Zeitpunkt wieder in eine gewisse Normalität zurückfinden wird und dass bis dann die finanziellen Mittel reichen, um auch allen Selbständigen die nötigen finanziellen Mittel zur Ueberbrückung zur Verfügung zu stellen.
  • Faceoff 30.03.2020 11:17
    Highlight Highlight «Ich habe das Glück, dass diese 80 Prozent meines Durchschnittslohns reichen sollten»

    Die Auszahlung für Selbstständige beträgt jedoch nicht 80% des Lohns, sondern pauschal CHF 3’320.00, wenn ich mich da nicht irre. Ich hoffe, das reicht für die Dame mit dem Fusspflege-Unternehmen trotzdem. Es gibt doch ein gerüttelt Mass an Verwirrung momentan.
    • lilie 31.03.2020 06:47
      Highlight Highlight @Faceoff: Jetzt bin ich nicht mehr sicher, wie das genau läuft, aber mit 16 Angestellten ist sie wohl kaum mehr eine Einzelunternehmerin, sondern betreibt vermutlich eine GmbH oder eine AG.

      Besonders im zweiten Fall wäre sie Angestellte ihrer Firma, glaube ich, und bekäme deshalb nicht nur die Pauschale.

      Vielleicht irre ich mich aber auch.
    • Faceoff 31.03.2020 08:38
      Highlight Highlight Ich habe in meinem Betrieb die gleiche Situation. Man spricht dabei von «arbeitgeberähnlichen Angestellten», damit sind eben Angestellte gemeint, die selber an der arbeitgebenden GmbH beteiligt sind und / oder in leitender Funktion die Tätigkeiten der Firma massgeblich beeinflussen können. Diese kriegen auch nur die Pauschale und nicht 80% ihres Lohns. Das führt dazu, dass es in Firmen Arbeitnehmer gibt, deren Lohn von CHF 12'000 zu 80% gedeckt ist, deren Chefs aber mit CHF 3'320 Vorlieb nehmen müssen – Begründung: Unternehmerisches Risiko.
    • lilie 31.03.2020 09:34
      Highlight Highlight @Faceoff: Ach, stimmt, jetzt erinnere mich. Es ist echt nicht einfach, mit den Details uptodate zu bleiben.

      Darf ich fragen, wie du damit zurechtkommst? Wenn man ein KMU führt und es gut läuft, kann man sich ja wohl einen gewissen Lebensstandard leisten. Hat man noch Familie, decken 3320.- vielleicht gerade mal die Miete und ein paar kleinere Auslagen.

      Da hoffe ich, dass alle etwas beiseite gelegt haben, um zumindest ein, zwei Monate zu überbrücken.

      Was ich allgemein der Ansicht bin, dass jeder in der Lage sein sollte.
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  • ahaok 30.03.2020 11:17
    Highlight Highlight "Jetzt müssen die Menschen wieder lernen, näher zusammenzustehen..."
    Benutzer Bild
  • TobiWanKenobi 30.03.2020 10:49
    Highlight Highlight Meine Lösung: ab dem 19.4. Normalzustand mit 2 Ausnahmen. 1) Keine Veranstaltungen mit 500+ Pers. 2) Risikogruppen haben Weisung zur Isolation, Kontakt auf eigenes Risiko. Wer keinen Platz mehr hat im Spital, ist in Eigenverantwortung. Unsolidarisch? Wohl eher Resultat des Dilemmas. Für mich sind eine geschädigte Wirtschaft, häusliche Gewalt, Arbeitslose, Depressive und eine einjährige Bildungslücke bei gefühlt 50% aller Kids und Jugendlichen der weit grössere Kollateralschaden als die gefährdete Masse an 80-Jährigen, die jeden Tag in den Coop strömt.
    • Joseph Quimby 30.03.2020 14:06
      Highlight Highlight Meine Lösung: Carmen Electra als sexy Krankenschwester.
    • lilie 31.03.2020 13:50
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