USA
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FILE - In this Monday, Feb. 13, 2017, file photo, the first of the large Boeing 737 MAX 9 models, expected to begin test flights in April, sits at the front of the assembly line and almost ready to roll out at the company's airplane production facility in Renton, Wash. U.S. businesses boosted their orders for long-lasting manufactured goods in January by the largest amount in three months, but a key category that tracks business investment plans slipped, according to information released Monday, Feb. 27, 2017, by the Commerce Department. (AP Photo/Elaine Thompson, File)

Bild: AP/AP

Training nur auf dem iPad: Schwere Vorwürfe gegen Boeing und die US-Flugaufsicht



Innerhalb kurzer Zeit sind zwei Flugzeuge des Typs Boeing 737 MAX abgestürzt. Rund 350 Menschen kamen bei den Unglücken ums Leben. Wie aus verschiedenen Medienberichten bekannt wurde, beschäftigt sich die US-Regierung seit Oktober mit dem ersten Absturz.

epa07434757 A woman walks over a carpet into the headquarters of the US Federal Aviation Administration (FAA) in Washington, DC, USA, 13 March 2019. The FAA announced the grounding of all Boeing 737 Max aircraft operated by US airlines or in US territories following the crash of Ethopian Airlines flight 302 on 10 March 2019 and the 29 October 2018 Lion Air crash. The order grounds over 70 aircraft, including both the Max 8 and Max 9.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Im Visier des Verkehrsministeriums: Die Federal Aviation Administration. Bild: EPA/EPA

Das Verkehrsministerium untersuche dabei die Frage, ob die US-Flugaufsicht Federal Aviation Administration (FAA) geeignete Standards und Analysen bei der Zulassung des neuen Kontrollsystems MCAS genutzt habe.

Dieses soll verhindern, dass der Schub der Triebwerke im Steigflug derart stark wird, dass sich die Maschine nicht mehr gerade ausrichten lässt. Bei beiden Vorfällen wurden nach dem Start äusserst unregelmässige Flugkurven festgestellt.

Boeing kontrollierte sich selber

Die «Seattle Times» berichtet nun Brisantes: 2015 wollte Boeing seine neue Maschine möglichst rasch zertifizieren lassen. Die zuständige FAA ist ihrer Pflicht offenbar nicht nachgekommen und hat den Ingenieuren von Boeing teilweise die Verantwortung für die Testes des Kontrollsystems übertragen.

In anderen Worten: Boeing kontrollierte sich selber. Die Analysen würden aber erhebliche Mängel aufweisen – die Flugaufsicht hat dies aber nicht geprüft. Gegenüber der Zeitung haben sich derzeitige und ehemalige Ingenieure von Boeing zum Sicherheitsbericht des MCAS geäussert. Sie wollten anonym bleiben.

«Die Leistungsfähigkeit des neuen Kontrollsystems wurde unterbewertet. (...) Nachdem das Flugzeug zum Einsatz kam, konnte das MCAS das Heck mehr als vier Mal weiter bewegen, als im Sicherheitsbericht angegeben.»

Es wurde nicht berücksichtigt, wie sich das System zurücksetzten lässt, wenn der Pilot eingreift. Dadurch wurde die potentielle Wirkung, dass sich das Flugzeug nach unten neigt, missachtet.

(...) Selbst die Aktivierung des Systems bei Gefahrenstufe ‹gefährlich›, basierend auf dem Eingang eines einzigen Sensors, hätte ausgeschlossen werden müssen – und doch wurde es so konzipiert.»

Gepfuscht wurde auch bei der FAA

Laut «Seattle Times» hat die FAA Boeing über die Jahre immer mehr Befugnisse übertragen. Bei der Zertifizierung der späteren Unglücksmaschine wurden die Aufgaben geteilt. Mehrere Techniker der Flugaufsicht geben an, dabei von ihren Managern unter Druck gesetzt worden zu sein, damit die Maschine möglichst schnell zugelassen werde.

«Es gab keine vollständige und ordnungsgemässe Überprüfung der Dokumente», sagte ein ehemalige Ingenieur. Wichtig war offenbar nur, dass man im Zeitplan nicht weiter zurückfällt. Denn: Die Entwicklung des MAX war bereits neun Monate hinter dem Konkurrenten Airbus A320neo im Rückstand.

Und wenn eine weitere Deadline anrückte, sollen die Manager die Sicherheitsdokumente auch mal schnell selber unterschrieben haben – anstelle der technischen Experten.

Wollte Boeing Kosten sparen?

Das Kontrollsystem MCAS wurde eigentlich so programmiert, dass es sich nur in extremen Situationen einschaltet. Bei beiden Abstürzen wird aber vermutet, dass die Software massgeblich zum Unglück beigetragen hat. Man geht davon aus, dass die Piloten das System nicht rechtzeitig deaktivieren konnten, obwohl der Hersteller wiederholt betont hat, dass dies möglich sei.

Boeing selber preist seinen neusten Flieger mit erheblichen Kostenvorteilen an. Airlines können angeblich «mit einer 737 MAX-Flotte Millionen von Dollar sparen». Der Verdacht liegt jetzt aber nahe, dass vor allem der Hersteller von Einsparungen profitieren wollte.

Denn: Boeing sah es nicht als Notwendigkeit an, Piloten für das neue System zu schulen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die meisten Kapitäne davon nichts wussten – auch im Pilotenhandbuch soll das MCAS nicht vermerkt sein.

Bild

Dennis Tajer Bild: screenshot twitter/SquawkCNBC

Dennis Tajer, Sprecher der Allied Pilots Association von American Airlines, hat bereits Erfahrung mit der Boeing 737 MAX. Er steuerte auch das Vorgängermodell 737 NG. Tajer sagt, er habe das Training für die neue Maschine während rund einer Stunde auf einem iPad absolviert. Flugsimulatoren kamen nicht zum Einsatz.

Weltweit wurden mehr als 5000 Flugzeuge vom Typ 737 MAX bestellt. Ohne Kurse und Trainings kann Boeing also eine ganze Menge Geld sparen. (vom mit Material von sda/reu/afp)

Verlassene Flugzeuge in aller Welt:

Auch Schweiz sperrt Luftraum für Unglücksmaschine

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    Alle Leser-Kommentare
  • fireboltfrog 19.03.2019 11:16
    Highlight Highlight Let the class action lawsuits roll in! Ja und in so ein Flugzeug würde ich auch nicht mehr einsteigen, das klingt zu sehr nach einer gebastelten Sache. Ich mein wenn man beim Kabelsalat basteln muss oder die bei den Baterie verkleidung, schön und gut, aber bei der Aerodynamik hätte ich gerne was vernünftiges.
    • Ueli der Knecht 19.03.2019 15:55
      Highlight Highlight SR111 ist wegen dem (notabene vom BAZL zertifizierten) Gebastel am Kabelsalat abgestürzt.
  • s_rosenthaler 19.03.2019 10:32
    Highlight Highlight Ich vermisse nur EIN WORT: ENTSCHULDIGUNG

    http://www.boeing.com/commercial/737max/737-max-update.page
  • Dini_muetter 19.03.2019 08:07
    Highlight Highlight Es kommt noch schlimmer... Weshalb haben die "alten" 737 kein MCAS? Weil sie aerodynamisch gut genug waren und es nicht brauchten! Boeing hat einfach ein deutlich grösseres (effizienteres) Triebwerk auf einen alten Flieger gepackt. Als sie merkten das die Aerodynamik nicht mehr stimmt und der Flieger instabiler ist, haben sie anstatt dies mit zusätzlichen Winglets oder sonstigen Designanpassungen, einfach mit Software gelöst. Wobei sie den Piloten das MCAS System verschwiegen haben!
    • Rasti 19.03.2019 09:14
      Highlight Highlight Ich weiss ja nicht in wie fern du von Aerodynamik eine Ahnung hast, aber was einfach der Fall ist, ist das die Triebwerke stärker sind und es so die Kiste wenn man Gas gibt in einem Strömungsabriss stärker nach oben drückt. In wiefern dass da Winglets helfen weiss ich auch nicht. Das hat nichts mit dem alter zu tun. Klar, das Grunddesign ist alt aber bis auf die Eckdaten ist da nicht mehr viel gleich. Du kannst dir ja Bilder anschauen, die sehen bis auf die Form der Nase unterschiedlich aus. Der Flieger ist extra so tief gelegt, da man dadurch besser ent- und beladen kann.
    • Dini_muetter 19.03.2019 10:30
      Highlight Highlight Man muss nicht viel Ahnung von Aerodynamik haben um zu verstehen das MCAS eingebaut werden musste, um die Aerodynamischen Probleme zu lösen. Die 737 NG haben einen Gleitwinkel von 1:18-20 und sind somit optimale Gleiter. Die 737 Max nicht, aufgrund schlechteren Aerodynamischen Eigenschaften. Und die Triebwerke sind eben nicht wirklich stärker, es reisst die Nase beim Gasgeben mehr nach oben weil die Triebwerke höher angebracht wurden um die selbe Ground Clearence zu erreichen wie bei den 737 NG. Source: FAA, NTSB, Boeing, Piloten, Wikipedia, 737 Max Manual, Emergency Notice von Boeing
    • Olmabrotwurst vs. Schüblig 19.03.2019 11:11
      Highlight Highlight Ich verstehe nur Bahnhof 🙉
    Weitere Antworten anzeigen
  • marcog 19.03.2019 07:56
    Highlight Highlight Immerhin wird nun mal eine Firma für ihr Lobbying bestraft. Nur die 350 Toten wären dafür nicht nötig gewesen...
    • Finöggeli 19.03.2019 08:23
      Highlight Highlight 350 Tote im Vergleich was andere Lobbys leisten (Waffen, Alkohol, Zigaretten, Autos) sind ein Wimpernschlag. Leider
    • Baba 19.03.2019 10:32
      Highlight Highlight Kaulquappe: solche Relativierungen sind hier effektiv NICHT angebracht. 350 Menschenleben sind - egal was andere verbocken - einfach zuviel, unnötig, tragisch...
  • ali_der_aal 19.03.2019 07:42
    Highlight Highlight das wirft einige wichtige Fragen auf, vorallem auch hinsichtlich verflechtung von Aufsichtsbehörden mit Staatsnahen Betrieben.. könnte mir vorstellen dass das kein Einzelfall ist, und man einfach glück hat das weniger passiert...
  • Butschina 19.03.2019 07:39
    Highlight Highlight Ich bin sprachlos
  • Spellbinder 19.03.2019 07:38
    Highlight Highlight Für die schulung der piloten zahlen doch die airlines.
    Und boeing wolle den wettbewerbsvorteil, das die airlines günstig zum neuen flieger wechsel können.
    Wäre für die 737-max eine neuschulung erforderlich gewesen, hätten die airlines genausogut zum modernerem airbus neo wechseln können.
    • Rasti 19.03.2019 09:17
      Highlight Highlight Die 737 ist effizienter und selbst eine Umschulung wäre günstiger lad ein neues Flugzeug. Und nur weil es aus Europa kommt heisst es nicht, dass der gut ist. Der ist aus den 80ern und ausser neuen Triebwerken und Winglets wurde da nicht viel gemacht.
    • Spellbinder 19.03.2019 12:10
      Highlight Highlight Naja und die 737 aus den 60ern..
      Wenn du so liest, scheint die a320 effektiv leicht besser zu sein und konnte auch die grösseren Triebwerke ohne murks aufnehmen.
      Aber eigentlich sollten beide ein neuen Flugzeugtyp entwickeln.
    • Rasti 19.03.2019 13:09
      Highlight Highlight Der A320 hat die gleichen Triebwerke wie die 737. Man hat bei Boeing mit den Jahren auch den Flieger selber weiterentwickelt also aerodynamischere Flügel, neue Avionics etc. wo Airbus seit den 80ern den gleichen Flieger praktisch unverändert baut. Boeing ist mit der 797 auch an einem neuen Modell dran.
      Am besten wäre momentan wohl die MC-21.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mova 19.03.2019 07:33
    Highlight Highlight Erinnert an die Simplifizierung von komplexen Problemen durch PowerPoint.
  • roger_dodger 19.03.2019 07:21
    Highlight Highlight Ist für mich ganz klar kriminell, da wurde der Gewinn vor die Sicherheit gestellt. Bin mal gespannt ob sich die USA hier mal wirklich als Rechtsstaat zeigen und entsprechende Ermittlungen einleiten. Ein Flugzeug von der Konkurrenz wäre von der FAA wohl kaum so durchgewinkt worden.
    • Arts 19.03.2019 10:00
      Highlight Highlight So tragisch es ist, es wird leider immer Gewinn vor Sicherheit gestellt. Menschenleben haben einen Wert (abgesehen der ethischen Frage)

      Es wird abgewägt zwischen des Wertes eines statistischen Lebens und der Kosten einer Sicherheitsmassnahme.
  • Scaros_2 19.03.2019 07:08
    Highlight Highlight Ich kann euch getrost sagen, dass die Probleme welche bei Boeing bestehen in vielen globalen Firmen heute Standard ist. Der Druck von Top-Down, Innovativ und schnell Produkte auf den Markt zu bringen hat ihren Preis. Hier, das Training und der Umstand das nur 1-2 Sensoren ein Problem erfassen wo mathematisch 3 besser wären. Aber das kostet eben.

    Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass ich in Firmen gearbeitet habe wo man froh sein musste das nie was passierte, denn würde was passieren, man hätte so viel Probleme mit der FDA etc. - Man konnte froh sein ist nie was grosses passiert.
    • Astrogator 19.03.2019 09:44
      Highlight Highlight Ich bin ausgestiegen, denn als Ingenieur war es immer meine Unterschrift unter den Dokumenten für die FDA - nicht die vom Management die entschieden hat auch potentiell tödliche Fehler mit einem Eintrag im Handbuch beiseite zu wischen.
    • Baba 19.03.2019 10:37
      Highlight Highlight Ja, in vielen Bereichen ist der Kunde/Konsument leider heute (Beta-)Tester... Kostendruck und Gewinnmaximierung sei Dank. In der Fliegerei sind dann halt einfach die Einzelereignisse riesig...

      Schei**entwicklung 😡
    • RichPurnell 19.03.2019 11:36
      Highlight Highlight Aber die Wirtschaft sagt uns doch immer wie toll sie sich doch selbst reguliert und staatliche Kontrolle nur stört? 😯

  • suchwow 19.03.2019 07:04
    Highlight Highlight Da wird gerne ausser Acht gelassen, dass die Fluggesellschaften es WOLLEN, ihre Piloten möglichst rasch ausgebildet zu haben (Die Zeitempfehlungen von Boeing werden deutlich unterschritten. Es geht immer und überall ums Geld). Boeing kommt natürlich für die Kunden nach und ist am Schluss der Buhmann, auch wenn Boeing natürlich nicht als einzige unschuldig ist. Fluggesellschaften haben da klar Mitschuld.

    So ist es nunmal, in unserer schnelllebigen Welt, in der Geld die grösste Rolle spielt.
  • rescue me 19.03.2019 06:52
    Highlight Highlight Schade dass man sogar bei Flugzeugen so pfuscht nur wegen dem Konkurrenzkampf. Verstehe dass Boeing mit Airbus mithalten will/ muss, aber das auf Kosten von Sicherheit und Schulung der Piloten.. Ein Schritt in die falsche Richtung in der Aviatik.
    • Stormrider 19.03.2019 07:31
      Highlight Highlight Wenn sich die erhobenen Vorwürfe erhärten sollten, liegen kriminelle Vergehen vor. In der Luftfahrt gibt es Positionen wie „DER, designtated engineering representative“ oder „accountable manager“ welche direkt und persönlich Verantwortung für gewisse Abläufe haben. Diese Leute haben intern grosse Macht aber auch die Verantwortung, dass die Abläufe und Tests eingehalten werden. Sie können vom Gesetzgeber direkt und persönlich belangt werden. Noch schlimmer wäre es wenn die FAA selbst ihre Kontrollfunktion nicht wahrenommen hätte. Zum Glück ist ja alles dokumentiert nachvollziehbar.
    • Ueli der Knecht 19.03.2019 13:39
      Highlight Highlight Stormrider: Du glaubst an den Osterhasen und an Bürokratie.

      Diese hochtönenende Begriffe wie „DER, designtated engineering representative“ oder „accountable manager“ definieren Rollen von Leuten, die Papiere unterschrieben, aufgrund von vorhandenen Unterschriften zahlreicher anderer Leute, die ebenfalls geschwollene Titel tragen.

      Das führt zu einer Verantwortungsdiffusion, wo niemand mehr verantwortlich ist.

      Vielleicht landen ein paar untere Chargen im Gefängnis, weil sie auf Druck/Befehl von Oben ihre Unterschrift auf diese Dokumente setzten, weil sie ihren Job nicht verlieren wollten.
  • Don Alejandro 19.03.2019 06:52
    Highlight Highlight Boeing zertifizierte sich selbst und die FAA schaute zu. Gewinn vor Sicherheit. Auf diese fahrlässige Tötung von hunderten Passagieren folgt zurecht eine Klagewelle.
  • Ueli der Knecht 19.03.2019 06:51
    Highlight Highlight Es würde mich jetzt sehr interessieren, wie sich nun diejenigen Besserwisser rausreden, die bis anhin stur behaupteten, es gäbe in der Flugzeugindustrie keinen Spaghetti-Code, weil das alles FAA-zertifiziert sei, und die allen denjenigen, die dem widersprachen, nur Ahnungslosigkeit vorwarfen.

    zB. da:
    https://www.watson.ch/international/wirtschaft/124728518-boeing-will-software-innerhalb-von-zehn-tagen-aendern#comment_1746972


    In der Softwareindustrie sind es oft diese Besserwisser, die mit ihren dummen "Argumenten" Abkürzungen durchdrücken, um die nötigen Zertifikate zu ermogeln.
    • Stormrider 19.03.2019 09:17
      Highlight Highlight Ich würde vorsichtig sein solche Vorwürfe zu erheben, denn in der Flugzeugindustrie wären dies kriminelle Machenschaften und Gesetzesverstösse. Es ist eben nicht die Softwareindustrie. Wenn an den erhobenen Vorwürfen denn was sein sollte, wird es sicher aus der Untersuchung klar rauskommen, denn es muss ja jeder noch so kleine Schritt dokumentiert sein. Und dann wandern ein paar Leute ins Gefängnis. Daraus aber einen Schluss auf eine ganze Industrie zu ziehen ist doch etwas unüberlegt.
    • Ueli der Knecht 19.03.2019 13:30
      Highlight Highlight Du willst es offenbar immer noch nicht einsehen, Stormrider.

      Informatiker klauten die Bankdaten klauten und verkauften sie an ausländischen Behörden. Software-Entwickler schrieben die Schummel-Software für Dieselfahrzeuge. Und auch bei Boeing pfuschte letztlich die Entwicklungsabteilung.

      Aber du möchtest es immer noch nicht wahrhaben.

      Natürlich sind es nur wenige Software-Entwickler, die pfuschen und betrügen. Aber sie bringen die ganze Branche in Verruf. Das sind auch oft diejenigen, die sich in den Führungsetagen durchsetzen; weil sie Termine abkürzen, indem sie über Leichen gehen.
    • Stormrider 19.03.2019 14:44
      Highlight Highlight Lieber Ueli der Knecht: Sie scheinen von einer grossen Wut beseelt zu sein. Versuchen Sie doch darüber nicht zu viele Spekulationen und Theorien aufzustellen sondern arbeiten Sie mal in dem Gebiet, dann können Sie nachher aus Erfahrung sprechen. Das hilft unheimlich wenn man gehört werden will. Oder noch besser, werden Sie Chef von Boeing und zeigen allen wie es geht.
  • Muselbert Qrate 19.03.2019 06:26
    Highlight Highlight „Ohne Kurse und Trainings kann Boeing also eine ganze Menge Geld sparen“

    Nicht Boeing kann dadurch Geld sparen sondern die Airlines. Das war eines der wichtigsten Verkaufsargumente von Boeing warum eine Airline nich auf die viel bessere und effizientere A320neo wechseln sollte!
  • Skater88 19.03.2019 06:19
    Highlight Highlight Das wird sehr, sehr teuer für Boeing.
    Airbus wirds freuen.
    • jjjj 19.03.2019 06:52
      Highlight Highlight So zynisch sind die nicht, dass sie sich über 350 Tote freuen...
    • Stormrider 19.03.2019 07:36
      Highlight Highlight Das glaub ich nicht. Die Vorwürfe sind derart gravierend in einer Industrie wo immer die Sicherheit zuerst stehen muss, dass wenn sie sich erhärten dies der ganzen Industrie Schaden zufügt. Das freut auch Airbus nicht. Und vor allem wenn dadurch Menschen zu Schaden gekommen sind. Das freut niemanden in der Luftfahrt. Und nur mit dieser Grundhaltung ist die Fliegerei zur zweitsichersten Forbetwegungsmethode nach den Personenliften geworden.
    • Sagitarius 19.03.2019 09:53
      Highlight Highlight Das wäre dann Schadenfreude und wäre hier definitiv fehl am Platz!
    Weitere Antworten anzeigen
  • WID 19.03.2019 05:47
    Highlight Highlight Ein Sicherheitsdystrm, dass selber zum Risiko wurde. Leider passiert das nicht nur in der Fliegerei.
    • Dini_muetter 19.03.2019 08:35
      Highlight Highlight Naja "Sicherheitssystem" es musste eingebaut werden weil die Aerodnymanik broken war und sie dachten so wäre es einfacher zu fixen... Zudem verliess sich dieses "Sicherheitssystem" auf gerade mal einen Angle of Attack Sensor... Wobei Airbus ganze drei nutzt, weil diese Sensoren einfach mal Probleme machen können... Andere Jets nutzt mindestens zwei von diesen Sensoren... Zudem war das Sensorreading auf dem Boden bereits falsch, aber die Software war nicht schlau genug dies zu merken...
    • Dini_muetter 19.03.2019 10:58
      Highlight Highlight Hinzu kommt, dass zwar zwei Sensoren verbaut sind, aber durch die Software nur einer genutzt wurde.
  • Heinzbond 19.03.2019 05:46
    Highlight Highlight Wenn man den bock zum Gärtner macht.... Da werden wohl ein paar klagen auf Boeing zukommen....
    • Stormrider 19.03.2019 09:25
      Highlight Highlight Das ist in dem Sinne falsch als dass in der Industrie von Gesetzes wegen gewisse Mitarbeiter bei Boeing direkt und persönlich haftbar sind. Es geht also um mehr als finanzielle Klagen and einen Konzern. Das ist etwas speziell in der Industrie, verhindert aber eben dass der Bock zum Gärtner wird, ausser er hat Lust auf einen längeren Gefängnisaufenthalt. Die Untersuchung wird zeigen ob solche kriminellen Machenschaften vorliegen.
    • Heinzbond 19.03.2019 11:24
      Highlight Highlight Nun dann sind die Flieger einfach so abgestürzt....
      Und die Abnahme durch Boeing hat nichts damit zu tun...

7-Jähriger liefert sich Tanz-Battle mit Polizisten

Ein ziemlich cooles Tanz-Battle lieferten sich kürzlich der 7-jährige Jayden und ein Polizist aus Denver.

Der Junge wollte eigentlich nur ein Bild des Motorrads machen, doch der Polizist fordert den Jungen kurzerhand zu einem Battle heraus. Der Vater des 7-Jährigen filmte dabei mit seinem Handy – und stellte den unterhaltsamen Tanzwettbewerb darauf ins Netz. Das war begeistert – von den Tanzkünsten Jaydens und natürlich auch jenen des Polizisten.

(ohe)

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