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Moody's senkt Rating für Credit Suisse um eine Stufe

13.07.2021, 08:14
Bild: keystone

Die Agentur Moody's stuft nach den Vorfällen um die Greensill-Fonds und dem Milliarden-Verlust mit dem Archegos-Hedgefonds das Kreditrating der Grossbank Credit Suisse zurück. Das Rating für vorrangige unbesicherte Verbindlichkeiten und Einlagen der Credit Suisse AG sinkt um eine Stufe auf 'A1' von zuvor 'Aa3'. Zahlreiche weitere Ratings werden ebenfalls gesenkt.

Ganz überraschend kommt der Schritt nicht. Bereits Ende März hatte die Agentur nach Bekanntwerden der beiden Vorkommnisse den Ausblick auf 'Negativ' gesenkt. Nach der Ratingsenkung wird der Ausblick nun wieder auf 'stabil' angepasst, wie Moody's am Dienstag mitteilte.

Die Rückstufung der meisten CS-Ratings widerspiegelt laut der Ratingagentur unter anderem die Einschätzung, dass die Risikobereitschaft und das Risikobewusstsein der zweitgrössten Schweizer Bank sowie die damit verbundenen Kontrollprozesse und -rahmen unzureichend seien.

Mögliche Kundenverluste

Dies zeige sich an den erheblichen Verlusten im Zusammenhang mit der Auflösung der Aktien- und Derivatpositionen nach dem Ausfall des Hedgefonds Archegos. Zum anderen verweist Moody's auf das Gesamtrisiko, das die Gruppe in Bezug auf Greensill-Gründer Lex Greensill und seine Unternehmen eingegangen sei und das in der Auflösung der «Lieferketten-Finanzierungsfonds» der CS gipfelte.

Moody's erwähnt aber auch die potenzielle zusätzliche finanzielle Belastung der CS aus weiteren Verlusten im Zusammenhang mit dem Abbau der Archegos-Positionen im zweiten Quartal oder den Greensill-Fonds - dies entweder als Folge von Rechtsstreitigkeiten oder von aufsichtsrechtlichen Geldbussen oder Bemühungen zur Bewahrung der Reputation.

Moody's spricht in diesem Zusammenhang etwa von möglichen Kundenabwanderungen oder Reputationsschäden, die sich negativ auf das Kerngeschäft der Bank im Bereich Asset und Wealth Management sowie auf das Investment-Banking-Geschäft auswirken könnten. (sda/awp)

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