DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ein ausgebranntes Autowrack nach einem Luftangriff im syrischen Binnish in der Region Idlib.
Ein ausgebranntes Autowrack nach einem Luftangriff im syrischen Binnish in der Region Idlib.
Bild: AP

Trotz Waffenruhe: 18 tote Zivilsten bei Angriffen auf syrisches Rebellengebiet

11.01.2020, 19:12

Trotz Einigung auf eine Waffenruhe sind in Syriens letztem grossen Rebellengebiet Idlib bei Luftangriffen der Regierung Aktivisten zufolge mindestens 18 Zivilisten getötet worden. Flugzeuge hätten die Stadt Idlib sowie nahe gelegene Orte bombardiert, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag.

Unter den Opfern seien auch Kinder. Es gebe Dutzende Verletzte. Die Rettungsorganisation Weisshelme meldete 15 Todesopfer.

Die Region um die Stadt Idlib im Nordwesten Syriens ist das letzte grosse Gebiet des Bürgerkriegslandes, das noch von Rebellen kontrolliert wird. Russland hatte in dieser Woche eine neue Waffenruhe verkündet, die nach Angaben aus Moskau seit Donnerstagnachmittag gilt. Die Feuerpause sei nach einer Vereinbarung mit der Türkei verhängt worden.

    Syrien
    AbonnierenAbonnieren

Der türkische Aussenminister Mevlut Cavusoglu erklärte hingegen am Samstag in Istanbul, die Waffenruhe beginne in der Nacht auf Sonntag. Er hoffe, dass sie halten werde und Russland das syrische Regime unter Kontrolle halte. Moskau unterstützt in dem fast neunjährigen Bürgerkrieg die Regierung, die Türkei die Rebellen.

Dominiert werden die Regierungsgegner in Idlib von der Al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS). In der Region leben rund drei Millionen Zivilisten, mehr als die Hälfte davon Vertriebene. Die Regierung hatte im vergangenen Jahr eine Offensive auf Idlib begonnen. Helfer berichten von einer dramatischen humanitären Lage. (cbe/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Dieser Syrer rappt über Krieg, Diktatur und Tyrannei

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

Kurdin, Jesidin, Deutsche: Warum Düzen Tekkal nicht mehr schlafen kann

Düzen Tekkal (41) ist derzeit die wichtigste Stimme der Kurden in Deutschland. Im Interview sagt sie, dass es noch nicht zu spät ist, Rojava zu retten. «Aber jetzt muss schnell gehandelt werden.»

Wenn Düzen Tekkal einmal loslegt, dann gleich richtig. Die Deutsche mit kurdisch-jesidischen Wurzeln nimmt kein Blatt vor den Mund. Seit Wochen kritisiert sie den türkischen Angriffskrieg in Rojava öffentlich und in einer scharfen Deutlichkeit: dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan völkerrechtswidrig handelt, dass er eine ethnische Säuberung vornimmt, dass er mit seinem Handeln dem Islamischen Staat zu neuer Kraft verhilft.

Tekkal ist derzeit die wichtigste Stimme der Kurden in …

Artikel lesen
Link zum Artikel