Südostasien
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mindestens 46 Tote bei Kämpfen in philippinischer Stadt



epa05988208 Filipino soldiers conduct a patrol following reports of fresh clashes between government troops and rebels in Marawi City, Mindanao Island, southern Philippines, 25 May 2017. According to media reports, President Rodrigo Duterte declared martial law on the southern island of Mindanao in response to a new armed offensive by the Maute group, one of the jihadist bands operating in the region. On May 23, militants from the Maute group - an organization linked to the so-called Islamic State (or IS or ISIS) - had captured Marawi, a city with a population of 200,000 people, and laid siege on a hospital for hours, and set a church, a college and the city's prison to fire, while holding over 10 people hostage. The Maute group is an Islamic armed organization based in Lanao del Sur that first emerged in 2012 under the name of Khilafah Islamiyah Movement (KIM), but adopted the name EI-Ranao two years later to indicate its affiliation with the so-called Islamic State.  EPA/JEOFFREY MAITEM

Soldaten patrouillieren in der südphilippinischen Stadt Marawi. Bild: JEOFFREY MAITEM/EPA/KEYSTONE

Bei Kämpfen zwischen islamistischen Rebellen und Regierungstruppen in der südphilippinischen Stadt Marawi sind nach jüngsten Angaben des Militärs mindestens 46 Menschen ums Leben gekommen. Bürgermeister Majul Gandamra appellierte am Freitag an die Armee, Rücksicht auf die Bevölkerung zu nehmen.

Wegen der Kämpfe sind nach Berichten von Augenzeugen Zehntausende auf der Flucht. Normalerweise zählt die Stadt auf der Insel Mindanao, der zweitgrössten Insel des Landes, mehr als 200'000 Einwohner.

Der Bürgermeister appellierte über den Rundfunk an die Armee: «Lasst uns den Einsatz von schwerer Artillerie begrenzen.» In vielen Teilen der Stadt war Mörserfeuer zu hören.

Dem Bürgermeister zufolge sind viele Menschen in ihren Häusern gefangen. Vermutet wird, dass sich noch etwa 40 Rebellen in der Stadt aufhalten. Sie sollen auch mehr als ein Dutzend Geiseln genommen haben. Nach Angaben eines Militärsprechers haben sie Unterstützung von Islamisten aus anderen asiatischen Staaten.

Wegen der Kämpfe hatte Präsident Rodrigo Duterte am Dienstag das Kriegsrecht über die gesamte Insel verhängt. Auf Mindanao leben insgesamt über 20 Millionen Menschen. Zudem drohte Duterte damit, das Kriegsrecht auf das gesamte Land auszuweiten. Er begründet dies damit, dass er verhindern wolle, dass die Terrormiliz «Islamischer Staat» auf den Philippinen weiter an Einfluss gewinnt. 

Ausländische Extremisten beteiligt

An den seit vier Tagen andauernden Kämpfen zwischen Islamisten und Sicherheitskräften in Marawi sind nach Regierungsangaben auch ausländische Extremisten beteiligt. Es handle sich um Kämpfer aus Malaysia, Indonesien und Singapur sowie «andere ausländische Dschihadisten», sagte Jose Calida, oberster Rechtsberater der Regierung in Manila, am Donnerstag.

In Marawi gebe es inzwischen eine «Invasion von ausländischen Kämpfern», sagte Calida in der Stadt Davao. Es handle sich nicht länger um einen Aufstand philippinischer Staatsbürger. (sda/dpa/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

7 Neuinfektionen im Aargau – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Swiss Ski will Lauberhorn im Kalender lassen

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 26.05.2017 07:06
    Highlight Highlight Wer hat die Waffen geliefert?
    • reaper54 26.05.2017 07:44
      Highlight Highlight http://www.watson.ch/International/Russland/269346701-Pr%C3%A4sident-der-Philippinen-bittet-Russland-um-Waffen-und-verh%C3%A4ngt-Kriegsrecht
    • LaPaillade #BringBackHansi 26.05.2017 07:58
      Highlight Highlight Ich nehme mal an du meinst an die Maute Group und nicht an die Philippinische Armee?

      Einen Teil der Bestände kommt aus Restlagern der MNLF (Moro National Liberation Front) und MILF (Moro Islamic Liberation Front).
      Viele der Waffen sind Schmuggelwaren und kommen auch vonseiten des Landes selbst, da werden auch immer mal wieder Schmuggelringe ausgehoben http://www.philstar.com/headlines/2016/09/27/1627928/high-powered-guns-abu-sayyaf-armm-execs-seized-san-juan
      Vielfach über die Sulu-See (Piraten, Islamisten). Ein bisschen chaotisch die Gewässer zwischen den Philippinen, Indonesien und Malaysia
    • Spooky 27.05.2017 23:15
      Highlight Highlight Es gibt Leute, die wissen, wovon sie reden. Danke!

3500 Corona-Tote, Tendenz: stark steigend – Schwedens Sonderweg im Kreuzfeuer

Schweden und Dänemark geben beide um Punkt 14.00 Uhr ihre täglichen Corona-Zahlen bekannt. Damit hören die Gemeinsamkeiten der skandinavischen Nachbarn in der Corona-Krise aber auch schon auf.

Während die Dänen das neuartige Coronavirus mit strikten Massnahmen in den Griff bekommen haben wie kaum ein zweites Land in Europa, stehen die Schweden mit ihrer freizügigeren Strategie bislang weitaus schlechter da. Und auf der dänischen Seite der Öresundbrücke fragt man sich bereits: Sind die …

Artikel lesen
Link zum Artikel