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Bild: Evgeniy Maloletka/AP/KEYSTONE
Ukraine

Poroschenko wirft Russland direkte Beteiligung an Kämpfen vor

Nach dem Abschuss eines weiteren ukrainischen Militärflugzeugs hat der ukrainische Präsident Petro Poroschenko Russland eine direkte russische Beteiligung an den Gefechten im Osten seines Landes vorgeworfen.
14.07.2014, 17:48

Ausserdem sei in den vergangenen Tagen ein neues russisches Raketensystem gegen die ukrainische Armee eingesetzt worden, erklärte Poroschenko am Montag auf seiner Internetseite. Offiziere der russischen Armee kämpften auf Seiten der Separatisten auf ukrainischem Territorium

Die Regierungstruppen durchbrachen nach eigenen Angaben die Blockade des Flughafens von Lugansk. Kampfflugzeuge hätten den Separatisten dabei schwere Verluste zugefügt. Auch ein Konvoi bewaffneter Fahrzeuge sei beschossen worden, der nach Darstellung der Regierung von Russland aus die Grenze überquert hatte.

Das ukrainische Präsidialamt erklärte, es werde ausländischen Diplomaten Beweise dafür vorlegen, dass Militärtechnik von Russland aus zu den Separatisten gebracht worden sei. Die Rebellen sagten Nachrichtenagentur Interfax, 30 ihrer Kämpfer seien beim Beschuss der Ortschaft Alexandrowka im Osten von Lugansk ums Leben gekommen.

Wirklichkeit und Propaganda

Die Richtigkeit der Angaben kann nicht unmittelbar überprüft werden. In den vergangenen Wochen haben beide Seiten Propagandameldungen lanciert, um den Gegner zu diskreditieren und die eigene Position in einem besseren Licht darzustellen.

Die jüngste Offensive der Regierungstruppen war nach einem Raketenangriff auf Armee-Einheiten gestartet worden, bei dem nach Regierungsangaben 23 Soldaten starben.

Poroschenko, der anfangs wegen der Gefahren für die Zivilbevölkerung Luftangriffe ausgeschlossen hatte, befahl sie nach diesem Angriff und kündigte an: «Für das Leben jedes Soldaten werden die Aufständischen mit Dutzenden und Hunderten ihrer Leben bezahlen.»

Spiel mit Drohkulisse in Moskau

Die Spannungen zwischen Kiew und Moskau verschärften sich derweil weiter, nachdem eine Granate am Sonntag einen Menschen in einer russischen Grenzstadt getötet und zwei weitere verletzt hatte. Moskau machte die Führung in Kiew für den Angriff verantwortlich. Diese wies den Vorwurf zurück.

Berichte, wonach Russland als Reaktion auf den Vorfall Angriffe auf ukrainische Stellungen erwäge, dementierte Moskau allerdings. Die Meldung sei «kompletter Unsinn», sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag.

Ein Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums hatte zuvor «gezielte Angriffe» auf ukrainisches Staatsgebiet angedroht. «Unsere Geduld hat Grenzen», sagte er der Zeitung «Kommersant». (pma/sda/reu/afp/dpa)

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