Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Libanon: Regen verwandelt Strassen in Beirut in Flüsse aus Müll



Die Müllkrise in der libanesischen Hauptstadt Beirut und seinen Vororten hat sich mit Beginn der Schlechtwetterperiode weiter verschärft. Heftiger Regen riss am Sonntag die seit Monaten aufgehäuften Müllberge mit sich.

Die Strassen Beiruts verwandelten sich in Flüsse aus Abfall, wie Fotos und Videoaufnahmen von Einwohnern und Aktivisten zeigten. Am Stadtrand fischten Aktivisten der Protestkampagne «Ihr stinkt» Müll aus dem Beirut-Fluss. In anderen Stadtteilen versuchten Einwohner und von der Stadt angestellte Arbeiter, die alten Abfallberge wiederherzustellen.

Die Schliessung der grössten Müllkippe des Landes Mitte Juli hatte eine wahre Abfallkrise ausgelöst. Nach wochenlangen Massenprotesten verabschiedete die Regierung einen Aktionsplan, der unter anderem die kurzfristige Wiedereröffnung der geschlossenen Deponie sowie die Erschliessung neuer Anlagen vorsah.

Die Umsetzung scheiterte bisher jedoch an einer Reihe von Hindernissen, unter anderem am Widerstand der Anrainer. «Ihr stinkt»-Aktivisten warfen den Politikern am Sonntag vor, weiterhin tatenlos zuzusehen, «während das Land aufgrund der grassierenden Korruption und Trägheit im Müll versinkt». (sda/afp)

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 26.10.2015 10:14
    Highlight Highlight Die Lage wäre hier nicht viel besser, wenn die CH 3-4 Millionen Flüchtlinge aufgenommen hätten. Das ist nämlich das Equivalent wenn man BIP/Bevölkerungsgrösse heranziehen würde.
    Neben den anderen regionalen Besonderheiten und der Instablität der Region schlagen sich die Libanesen aber recht gut.