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Pariser Justiz ermittelt wegen geplanter Anschläge auf Muslime



Wegen mutmasslicher Anschlagspläne gegen Muslime hat die französische Justiz ein Ermittlungsverfahren gegen zehn Verdächtige aus der rechtsradikalen Szene eröffnet.

Die Pariser Staatsanwaltschaft wirft den neun Männern und einer Frau die Bildung einer «kriminellen terroristischen Gruppe» vor, wie am Mittwochabend bekannt wurde. Diese sollen Attentate auf Islamisten sowie auf Moscheen und Frauen mit Kopftuch geplant haben.

Wenn es zu einem Prozess kommt, drohen den Verdächtigen nach den französischen Anti-Terror-Gesetzen langjährige Haftstrafen. Mehreren von ihnen wird zudem illegaler Waffenbesitz und das Herstellen von Sprengsätzen vorgeworfen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Justizkreisen erfuhr.

Bei Razzien wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft 36 Schusswaffen und tausende Schuss Munition gefunden. Zudem hätten die Ermittler Substanzen sichergestellt, mit denen der Sprengstoff TATP hergestellt werden kann.

Die Verdächtigen waren am Wochenende festgenommen worden, der Geheimdienst hatte sie überwacht. Unter ihnen ist auch der mutmassliche Anführer des rechtsradikalen Netzwerks AFO (Kampf der Einsatzkräfte).

Seit Anfang 2015 wurde Frankreich von einer Reihe islamistischer Anschläge erschüttert, bei denen mehr als 240 Menschen getötet wurden. Das Land hat die grösste muslimische Gemeinde in der EU mit schätzungsweise knapp sechs Millionen Mitgliedern. (sda/afp)

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