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Zusammenstösse bei Protesten vor Militärstützpunkt in Venezuela



Die venezolanischen Sicherheitskräfte haben eine Kundgebung von Regierungsgegnern vor dem wichtigsten Militärstützpunkt in der Hauptstadt Caracas gewaltsam gestoppt. Die Polizei setzte am Freitag Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Demonstranten zurückzudrängen.

Maskierte Angreifer attackierten die Einsatzkräfte mit Brandsätzen. Die Demonstranten wollten zu einem Areal vordringen, das neben dem Verteidigungsministerium auch den grössten Militärstützpunkt des Landes beherbergt. Den Protesten schlossen sich auch ehemalige Soldaten an.

Die Opposition hat die Armee dazu aufgerufen, sich von dem umstrittenen Staatschef Nicolás Maduro abzuwenden, doch die Generäle stehen bislang fest an der Seite des Sozialisten. Die Regierungsgegner kämpfen seit Monaten für eine Volksabstimmung über eine Amtsenthebung Maduros.

Sie machen ihn für die schwere Wirtschaftskrise in dem südamerikanischen Land verantwortlich, die zu dramatischen Versorgungsengpässen geführt hat.

Seit Anfang April kommt es nahezu täglich zu Strassenschlachten zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten. Dabei wurden bereits 57 Menschen getötet. Der Protest richtet sich auch gegen Maduros Initiative zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung. Die Opposition wirft dem Präsidenten vor, damit seinen Machtanspruch festigen zu wollen. (sda/afp)

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