Donald Trump
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epa05755203 Chief Strategist and Senior Counselor Stephen Bannon enters a joint press conference with US President Donald J. Trump and British Prime Minister Theresa May in the East Room of the White House in Washington, DC, USA, 27 January 2017. Prime Minister May is the first foreign head of state to meet with President Trump at the White House.  EPA/JIM LO SCALZO

Trump ruft den ehemaligen Chef des rechten Protals «Breitbard News» in den Nationalen Sicherheitsrat. Bild: JIM LO SCALZO/EPA/KEYSTONE

Ultrarechter US-Chefstratege Bannon im Nationalen Sicherheitsrat

Der ultrarechte Chefstratege im Weissen Haus, Stephen Bannon, sitzt künftig als ständiges Mitglied im Nationalen Sicherheitsrat der USA.



Präsident Donald Trump unterschrieb die entsprechende Anordnung am Wochenende: Der ultrarechte Chefstratege Stephen Bannon sitzt künftig als ständiges Mitglied im Nationalen Sicherheitsrat der USA

Damit stärkt Trump den Einfluss des umstrittenen Ex-Chefs der «Breitbart»-Medienseite noch weiter. Der 63-Jährige verfügt über keinerlei aussen- oder sicherheitspolitische Erfahrung. Auch der Stabschef im Weissen Haus, Reince Priebus, ist fortan Teil des sogenannten Principals Committee.

Der nationale Geheimdienstdirektor und der Generalstabchef sind dagegen – anders als unter den beiden Vorgängerregierungen – keine ständigen Mitglieder mehr, sondern sollen nur noch nach Bedarf an den Sitzungen teilnehmen.

Der Nationale Sicherheitsrat ist ein beratendes Gremium, das die Aussen- und Sicherheitspolitik der USA massgeblich mitbestimmt. Zu ständigen Mitgliedern der Sitzungen zählen unter anderem der Aussen- und der Verteidigungsminister.

Trump will einfacher an Geheimdienst-Informationen ran kommen 

Trumps Sprecher Sean Spicer hob am Sonntag in einem Interview mit dem Sender ABC hervor, Bannon sei Teil «einer unglaublichen Gruppe von Leuten» im Nationalen Sicherheitsrat. Der Rat solle «weniger bürokratisch» sein und mehr darauf ausgerichtet, dem Präsidenten die Geheimdienst-Informationen zukommen zu lassen, die er benötige.

Bannon als früherer Marine-Offizier habe «ein enormes Wissen der Welt und der geopolitischen Landschaft». Es sei «entscheidend», wenn der Chefstratege mit seinem «bedeutenden militärischen Hintergrund», der die abschliessende Analyse des Präsidenten mit anleite, in dem Gremium dabei sei.

Die Umstrukturierung des Gremiums stiess auf Kritik. Die Nationale Sicherheitsberaterin von Barack Obama, Susan Rice, bezeichnete die Entscheidung als «vollkommen verrückt». Sie fügte mit einem ironischen Unterton an: «Wer braucht schon den Rat von Militär- und Geheimdiensten, wenn es um die Politik zum ‹IS›, Syrien, Afghanistan oder Nordkorea geht?»

Harvard-Absolvent, Investmentbanker, «Breitbart»-Chefredaktor 

Bannon hatte zuletzt für Empörung gesorgt, weil er die etablierten Medien in den USA aufgefordert hatte, «den Mund zu halten». Der frühere Leiter der wegen ihrer Nähe zum Ku-Klux-Klan, weissen Nationalisten und Antisemiten umstrittenen Website «Breitbart News» beschrieb die von ihm so bezeichneten «Mainstream-Medien» als die wahre «Oppositionspartei» in Lande.

Bannon stammt zwar aus einer Arbeiterfamilie, wurde aber selbst rasch zu einem Vertreter des Establishment, gegen das er ins Feld zieht. Unter anderem studierte er an der Harvard Business School und begann seine Karriere als Investmentbanker bei Goldman Sachs. Später wurde er Produzent in Hollywood, bevor er die Leitung von «Breitbart News» übernahm. Derzeit lässt er seine Arbeit für die Website ruhen. (sda/afp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Herbert Anneler 29.01.2017 21:46
    Highlight Highlight Bannon, Besitzer des rechtsextremen Desinformationsportals Breitbart und ein Kopf der Goldman-Sachs-Hydra im innersten Führungszirkel Trumps bedeutet nach der sozialistischen und nationalsozislistischen eine dritte, diesmal sozialdarwinistische, Revolution. Wie bei den ersten beiden stehen auch diesmal Demokratie, Frieden, Freiheit und Menschenrechte auf dem Spiel. By the way: Bannon plant eine deutsche Ausgabe seines Desinformstiondportals.
  • Majoras Maske 29.01.2017 19:52
    Highlight Highlight Ja, Herr Spicer, dass Herr Bannon "ein Teil einer unglaublichen Gruppe von Leuten" ist glaub ich dir für einmal sogar.
    Und logisch braucht man doch nicht einen geheimdiestlichen oder militärischen Rat, wenn man doch selber schon alles besser weiss.
  • Gurgelhals 29.01.2017 19:51
    Highlight Highlight Dazu muss man vielleicht noch anmerken, dass dieser waschechte Neofaschist sich nicht nur mit Satan und Darth Vader in eine Reihe stellt, sondern auch mit *Lenin*. Grund: Er habe wie dieser das Ziel die bestehenden staatlichen Strukturen komplett zu zerstören ( http://www.thedailybeast.com/articles/2016/08/22/steve-bannon-trump-s-top-guy-told-me-he-was-a-leninist.html ).

    Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Eine Person, die eigentlich als nationales Sicherheitsrisiko eingestuft werden sollte, sitzt jetzt als ständiges Mitglied im Nationalen Sicherheitsrat.
  • Herbert Anneler 29.01.2017 19:08
    Highlight Highlight Jetzt beginnt es richtig gefährlich zu werden für Demokratie und Frieden. Der Breitbart-Besitzer und zugleich Goldman Sachs-Krake Bannon im engsten Führungszirkel Trumps heisst Lügen, Manipulation und Menschenverachtung. Das haben die USA, das hat Europa, das hat die freie Welt nicht verdient. Nach der sozialistischen und der nationalsozialistischen Revolution nun die (sozial-)darwinistische dritte - lebensfeindlich wie die ersten zwei. Aber es ist ein historischer Trost: nur was dem Leben dient, hat letztlich bestand: Stalin vom Sockel, Hitler, Missolini, Ceausescu, Saddam, Trump, Bannon...

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