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In this image taken from video from the Office of the N.Y. Governor, New York Gov. Andrew Cuomo speaks during a news conference, Wednesday, March 3, 2021, in Albany, N.Y.  Besieged by sexual harassment allegations, a somber Cuomo apologized Wednesday, saying he

Andrew Cuomo während einer Pressekonferenz anfangs März. Bild: keystone

«Werde auf keinen Fall zurücktreten» – Cuomo will nichts von Belästigungsvorwürfen wissen



New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo gerät angesichts neuer Belästigungsvorwürfe zunehmend unter Druck, lehnt einen Rücktritt aber weiter energisch ab. Es wäre «anti-demokratisch», allein auf Basis von Anschuldigungen sein Amt niederzulegen, sagte er am Sonntag nach US-Medienberichten in einer Telefonkonferenz. «Ich werde auf keinen Fall zurücktreten», fügte er hinzu.

Wenige Stunden später forderte die Vorsitzende im Senat des Bundesstaats, die Demokratin Andrea Stewart-Cousins, dass er sein Amt abgibt. «Jeden Tag gibt es einen neuen Bericht, der Aufmerksamkeit von der Regierungsarbeit abzieht», erklärte Stewart-Cousins. «Wir müssen ohne tägliche Ablenkungen regieren. Gouverneur Cuomo muss zurücktreten.»

Auch Carl E. Heastie, Mehrheitsführer der Demokraten im Staatsparlament, äusserte sich kritisch. «Ich denke es ist an der Zeit für den Gouverneur, ernsthaft zu überlegen, ob er die Bedürfnisse der Menschen in New York noch effektiv erfüllen kann», sagte Heastie. Vergleichbar mit einem Landes-Ministerpräsidenten in Deutschland leitet Cuomo als Gouverneur das Kabinett des Bundesstaats New York. Er ist auf Senat und das Bundesstaatsparlament als gesetzgebende Organe angewiesen.

Zwei weitere Belästungsvorwürfe

Zwei weitere Ex-Mitarbeiterinnen hatten am Wochenende zuvor in US-Medien Anschuldigungen gegen den Politiker erhoben. Cuomo habe sie demnach im Jahr 2000 nach einer Veranstaltung auf sein schwach beleuchtetes Hotelzimmer gerufen und umarmt, sagte Karen Hinton der «Washington Post» in einem am Samstag veröffentlichten Bericht.

Als sie zurückgewichen sei, habe Cuomo sie wieder an sich gezogen, wurde die Frau zitiert, die Beraterin des damals im Bauministerium tätigen Cuomo war. Sie habe sich gelöst und den Raum verlassen. Cuomos Sprecher, Peter Ajemian, wies ihre Vorwürfe vehement zurück: «Das ist nicht passiert», sagte er der «Washington Post». Hinton sei eine Gegnerin des Gouverneurs und ihre Behauptungen von vor 21 Jahren seien erfunden, wurde er zitiert.

Unterdessen brachte eine weitere Ex-Mitarbeiterin Cuomos Vorwürfe wegen unangemessenen Verhaltens am Arbeitsplatz gegen ihn vor. Er habe gefragt, ob sie einen Freund habe, und ihr die Hand geküsst, sagte Ana Liss dem «Wall Street Journal» (Samstag). Zudem habe er sie bei einem Empfang im Jahr 2014 umarmt, auf beide Wangen geküsst und seinen Arm um ihren unteren Rücken gelegt. Dann hätten sie sich zu einem Fotografen gedreht, der ein Foto gemacht habe, auf dem Cuomos Hand an der Taille der Frau zu sehen sei.

Damit mehren sich die Vorwürfe gegen den Gouverneur. Zuvor hatten bereits drei Frauen Cuomo, der 2018 für eine dritte Amtszeit gewählt worden war, vorgeworfen, sie in der Vergangenheit unangemessen berührt oder verbal bedrängt zu haben. Cuomo hatte sich bereits im Laufe der Woche entschuldigt, einen Rücktritt aber abgelehnt. Bei einer von New Yorks Justizministerin Letitia James eingeleiteten Untersuchung werde er voll kooperieren, versprach er. (sda/dpa)

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