Zürich
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

In der Züspa-Halle 9 kommen rund 60 «Refugee-Shelters» zu stehen. 
bild: bettershelter.org

Beim Hallenstadion: In diesen Ikea-Häuschen wird Zürich rund 250 Flüchtlinge unterbringen 



Ab Anfang Januar 2016 müssen die Zürcher Gemeinden mehr Flüchtlinge aufnehmen. Dies verkündete die Sicherheitsdirektion von Regierungsrat Mario Fehr Anfang November. Anstatt fünf sollen neu sieben Flüchtlinge pro 1000 Einwohner untergebracht werden. Für die Gemeinden stellt dies eine grosse Herausforderung dar, kreative Lösungen sind gefragt.

Durch die Erhöhung der Aufnahmequote muss zum Beispiel die Stadt Zürich neu für 2800 Flüchtlinge eine Unterkunft bereitstellen. Bisher lag das Soll bei 2000 Personen. Für rund 250 Migranten wurde nun eine innovative Lösung ausgearbeitet. In der Züspa-Halle 9, gleich neben dem Hallenstadion und dem Theater 11, wird die Zürcher Asyl-Organisation AOZ 60 «Refugee-Shelters» von Ikea aufbauen. 

Die Züspa-Halle 9 grenzt ans Theater 11 in Zürich Oerlikon. 

Die Häsuchen des schwedischen Möbel-Giganten kosten 1000 Franken und werden in zwei Kartonschachteln geliefert. Sie sind 18 Quadratmeter gross und können angeblich in nur vier Stunden aufgebaut werden. Nicht einmal Werkzeug benötigt man dazu. Die Flüchtlinge sollen so in der 3900 Quadratmeter grossen Züspa-Halle etwas Privatsphäre erhalten. 

So sieht der Refugee-Shelter von innen aus.

Ein Jahr soll die Halle zunächst an das AOZ vermietet werden, wie Messe Zürich gegenüber der Quartierzeitung «Zürich Nord» sagt. Heute Montag beginnen erste Vorarbeiten, bis zum 17. Dezember sollen die Häuschen dann bereit stehen. Die ersten Flüchtlinge werden aber erst Anfang Januar einziehen, sagt das AOZ gegenüber watson. (cma)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Ökonomen haben's berechnet: Leben retten lohnt sich auch wirtschaftlich

Bisher fuhr der Bundesrat im Nebel, wenn es um eine Abwägung der Massnahmen gegenüber den wirtschaftlichen Kosten ging. Nun legen die Ökonomen der Taskforce eine Berechnung vor, die zeigt: Strengere Massnahmen lohnen sich auf allen Ebenen.

Seit Wochen erklären es die Ökonominnen und Ökonomen der Science Taskforce des Bundesrates mantraartig: Härtere Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verhindern nicht nur Tote und schwere Krankheitsverläufe, sondern machen auch wirtschaftlich Sinn.

In einer Pressekonferenz sagte Monika Bütler, Ökonomin und Taskforce-Mitglied: «Die Übersterblichkeit führt zu hohen Kosten, selbst wenn ein drohender Kollaps des Gesundheitssystems vermieden werden kann.» Selbst bei konservativen …

Artikel lesen
Link zum Artikel