Gesellschaft & Politik
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In this Monday, Nov. 24, 2014 photo, Turkish President Recep Tayyip Erdogan addresses women in Istanbul, Turkey. Erdogan set off a new controversy on Monday, declaring that women are not equal to men and accusing feminists of not understanding the special status that Islam attributes to mothers. Addressing a meeting in Istanbul on women and justice, Erdogan said men and women are created differently, that women cannot be expected to undertake the same work as men, and that mothers enjoy a high position that only they can reach.(AP Photo)

Genug ist genug: Erdogan will die Abhängigkeit der muslimischen Ländern vom Westen beenden. Bild: /AP/KEYSTONE

Türkischer Präsident teilt aus

Erdogan über den Westen: «Sie sehen wie Freunde aus, aber sie wollen uns tot sehen»

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan beschuldigt den Westen, er wolle nur das Geld der Muslime. «Glaubt mir, sie mögen uns nicht». Seinen Kritikern attestiert er psychische Probleme. 

Ein Artikel von

Spiegel Online

Der türkische Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat eine Brandrede gegen den Westen und prowestliche Türken gehalten: Die Fremden hätten es nur auf das Geld der Muslime abgesehen, zitierte ihn die türkische Zeitung «Hürriyet». «Glaubt mir, sie mögen uns nicht», sagte er.

«Sie sehen wie Freunde aus, aber sie wollen uns tot sehen, sie mögen es, unsere Kinder sterben zu sehen», fügte Erdogan beim Treffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (COMCEC) in Istanbul hinzu. Die Ausländer hätten es auf Öl, Gold, Diamanten und die billigen Arbeitskräfte in der islamischen Welt abgesehen.

Die Länder des Nahen Ostens könnten ihre Probleme selbst lösen, ohne den Westen. «Wenn wir zusammenarbeiten, werden wir die Einsamkeit Palästinas beenden, die fast ein Jahrhundert dauert», fügte Erdogan hinzu. Auch das Blutvergiessen im Irak und in Syrien könne nur mit vereinten Kräften beendet werden.

Noch einmal betonte er in der Rede am Donnerstag, er halte daran fest, dass seine Glaubensbrüder Amerika entdeckt hätten. «Nur weil ich ein durch wissenschaftliche Forschung belegtes Faktum wiederholt habe, werde ich angegriffen von westlichen Medien und Fremden unter uns, die an einem Ego-Komplex leiden», sagte Erdogan. Seinen Kritikern im In- und Ausland warf Erdogan daher psychische Probleme vor.

Als Beweis für seine These von der Entdeckung Amerikas durch Muslime führte Erdogan einmal mehr an, dass Christoph Kolumbus, der allgemein als Entdecker des amerikanischen Kontinents betrachtet wird, in seinem Reisetagebuch von einer Moschee an der Küste des heutigen Kubas berichtet. (loe/afp)



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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 28.11.2014 14:00
    Highlight Highlight "sie erfreuen sich an unserem Tod und an dem unserer Kinder."
    Immerhin sorgen die Muslime unter sich selber für zahlreiche Tote. Bedauerlicherweise kommen auch Nichtmuslime dabei ordentlich unter die Räder, und das bereits auch schon in Europa. Insbesondere in Europa muss da weiter kräftig und hart Gegensteuer gegeben werden.
  • Ridcully 28.11.2014 12:59
    Highlight Highlight Wunderbar! Bald gibt es einen Erdogan-Kompass mit nur noch drei Himmelsrichtungen.
    Ich bin auch dediziert dafür, dass sich "der Westen" zukünftig nicht mehr überall einmischt.
    Wenn die "islamischen Länder" -- was Erdogan auch immer darunter versteht - sich doch um sich selber kümmern. Wahrscheinlich genau so erfolgreich wie die Afrikanische Union.
  • Willy D. 28.11.2014 10:15
    Highlight Highlight Lieber Herr Erdogan, Sie haben uns gerade noch gefehlt!. An was allem soll denn der "Westen" noch schuld sein? Es wäre sicher einmal eine Überlegung wert sich zu fragen was denn die islamischen Länder selbst tun könnten, um aus dieser zum Teil verzweifelten Lage in der sie sich befinden, heraus zu kommen. Ausser Krieg zu führen, nota bene, vor allem gegen die eigene Bevölkerung, fällt gewissen Machthabern im Nahen und Mittleren Osten offenbar nichts ein.
  • christianlaurin 28.11.2014 08:36
    Highlight Highlight Und er hat es vergessen das nicht Columbus erst da war, sondern die wikinger. Sie waren schon da circa 1000ad. Dieser Mann leidet an Wahrnehmung.

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