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Basels Ricky van Wolfswinkel, Fabian Frei und Eray Coemert sind enttaeuscht im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen den Berner Young Boys und dem FC Basel, am Sonntag, 23. September 2018, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Unmut beim FCB nach der Klatsche gegen die Young Boys. Bild: KEYSTONE

«Den Finger aus dem A**** nehmen» – das sagen die Basler nach der 1:7-Klatsche bei YB 

24.09.18, 07:19 24.09.18, 09:53


Auf sechs Punkte wollte der FC Basel den Rückstand auf die Young Boys verkürzen. Herausgekommen ist ein Debakel sondergleichen, ein 1:7, das diverse Baustellen beim taumelnden FCB offenbarte. 30 passable erste Minuten gipfelten in eine Machtdemonstration der Young Boys und in der höchsten Niederlage des FC Basel seit 2001 und einem 1:8 gegen Sion.

Das schreit nach Erklärungen. Die Verantwortlichen beim FC Basel schwanken zwischen harscher Selbstkritik und Anerkennung für den Gegner.

«Im Moment hat der FCB einen Rückstand auf YB. Das hat man in den letzten Wochen schon gesehen, und dieser Unterschied war auch in diesem Spiel zu erkennen.»

Silvan Widmer

«Ich bin enttäuscht. Man macht sich Gedanken, ob man etwas anders hätte machen sollen. Wir wissen nicht, ob Änderungen etwas gebracht hätten. Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen. Das braucht Geduld. Als Spieler habe ich einmal 1:6 verloren, als Trainer mag ich mich nicht an so eine hohe Niederlage erinnern. Aber lieber einmal 1:7 verlieren als siebenmal 0:1.»

Marcel Koller

«Es ist eine Klatsche direkt ins Gesicht, ein Albtraum.»

Silvan Widmer

«Am meisten enttäuscht mich, dass wir auseinandergefallen sind, dass wir eine Rote Karte wegen einer Disziplinlosigkeit erhielten und wir uns nicht mehr richtig ins Zeug legten. Es gibt keine Ausreden. Wir waren richtig schlecht.»

Fabian Frei

«Wir sind dennoch auf dem richtigen Weg.»

Marcel Koller

«Natürlich gehören wir nicht auf Platz sieben. Das ist nicht unser Anspruch. Es wird wieder besser werden, aber dafür muss etwas Gewaltiges passieren. Jeder muss den Finger aus dem Arsch nehmen, jeder muss bei sich zuerst anfangen und nicht mit dem Finger auf andere zeigen.»

Fabian Frei

«Wir waren eines Spitzenteams nicht würdig.»

Silvan Widmer

«Der Meistertitel ist noch nicht abgeschrieben. Zwölf Punkte sind eine Menge Holz und es wird schwierig. Es ist jetzt die Aufgabe von allen Teams, YB irgendwann die erste Niederlage zuzufügen. Ich glaube aber, dass wir in ein paar Wochen und Monaten ein anderes Gesicht haben.»

Marcel Koller

«Nach einem Schlag stehen Champions schnell wieder auf. Champions sind wir leider nicht, aber wir versuchen es dennoch und probieren, es allen zu zeigen.»

Silvan Widmer

«Wir brauchen Punkte. Es ist nicht so, dass mit einem Sieg im nächsten Spiel gegen Luzern alles wieder in Ordnung ist. Diese Niederlage wird mir noch lange im Gedächtnis herumschweben. Jetzt liegt es an der Mannschaft, an jedem einzelnen Spieler, zu zeigen, was er kann. Und wenn es jemand nicht kann, dann ist er hier fehl am Platz.»

Fabian Frei

(abu)

Jetzt noch witziger: Scherzanruf beim FC Basel

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    Alle Leser-Kommentare
  • fandustic 24.09.2018 15:09
    Highlight Dem FcB fehlt es klar an physisch starken Spielern. YB hat da mit Hoarau, Sanogo und vorher Nuhu (jetzt Camara) eine Achse die gerade im physischen Bereich seinesgleichen sucht (in der SL). Beim FcB ist die IV im Schnitt 1.80cm gross und im Mittelfeld, wie vorne im Angriff sieht es ähnlich aus. Kein Wunder hat man gerade bei Standardsituation oft das nachsehen. Gestern brennte es ja lichterloh nach jedem Eckball. Als FcB Verantwortliche sollte man sicher dort ansetzten. Ohne physisch starke Spieler geht im Spitzenfussball gar nichts.....ist aber eigentlich auch nichts neues.
    3 0 Melden
  • wasdroht 24.09.2018 12:01
    Highlight Absteigen wird FC Basel wohl nicht! ;-)
    Oder??
    3 0 Melden
  • dave1771 24.09.2018 10:42
    Highlight Koller spricht von Meistertitel! Zeigt mir das die Basler nichts aus der Niederlage gelernt haben und weiterhin sinken werden. Verzerrte Selbstwahrnehmung!!!
    19 0 Melden
  • Linus Luchs 24.09.2018 09:37
    Highlight Der Trainer und die Spieler dürfen den Namen nicht nennen, der für das Desaster die Hauptverantwortung trägt. Aber in der Betrachtung von aussen scheint es mir ziemlich klar zu sein, wo die Ursache zu suchen ist. Die Erfolgsquote der Transfers seit dem Umbruch beim FCB ist eine Katastrophe. Lacroix? Stocker? Oberlin? Kalulu? Die Teamstützen sind reihenweise abgewandert, und von den Neuen überzeugt der neue Torhüter Omlin, aber auf dem Feld fehlt es überall an Qualität. Verantwortlich dafür ist vor allem Marco Streller.
    58 2 Melden
  • Tempus Fugit 24.09.2018 09:03
    Highlight Ich halte Streller und Burgener für Fehlbesetzungen. Unter ihnen wird die Krise nicht gelöst, denn sie sind die Ursache der heutigen Krise.
    31 1 Melden
  • Tilman Fliegel 24.09.2018 09:00
    Highlight Den Finger aus dem Arsch nehmen, aber nicht damit auf andere zeigen.
    Göttlich!
    26 2 Melden
  • Heinz Nacht 24.09.2018 08:02
    Highlight Denn Rückstand in der Meisterschaft auf 6 Punkte zu reduzieren gelang den Baslern zwar nicht. Aber immerhin konnten sie den Rückstand im Spiel auf 6 Tore beschränken...
    209 8 Melden
  • Joshuuaa 24.09.2018 07:58
    Highlight Das Spiel hat auch gezeigt. Teilweise ist YBs Dominanz in dieser und der letzten Saison selbstgemacht. Teilweise ist sie dem krassen Niveaufall des FCB geschuldet.
    103 4 Melden
    • dave1771 24.09.2018 10:40
      Highlight Definitiv! YB spielte nicht mal gut gestern...
      3 7 Melden

Bern – nun auf Jahre hinaus die Sporthauptstadt der Schweiz

YB enteilt der Konkurrenz und wird zum SC Bern des Fussballs. Bern wird als Sporthauptstadt der Schweiz die beiden wichtigsten Mannschaftsportarten auf Jahre hinaus sportlich und wirtschaftlich prägen.

Der SC Bern kann gegen eine starke, von Milliardären alimentierte Konkurrenz (Zug, Lugano, ZSC Lions, Lausanne) die Meisterschaft nur gewinnen, wenn alles stimmt. YB wird die Meisterschaft mit ziemlicher Sicherheit nicht achtmal in Serie gewinnen wie der FC Basel. Nein, YB und der SCB werden nicht Serienmeister.

Aber mit dem Vorstoss von YB in die Champions League ist der «Machtwechsel» (die Entmachtung des FC Basel) im nationalen Fussball vollzogen. Nach dem SCB bekommt auch YB ein solides …

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